Ulm News, 02.12.2020 17:53
Vollversammlung beschließt: IHK-Beitragssatz bleibt unverändert
Die Vollversammlung der IHK Ulm hat in ihrer Sitzung am 1. Dezember den Haushalt 2021 beschlossen. Der Umlagehebesatz für die IHK-Beiträge, den jeder Mitgliedsbetrieb zahlen muss, bleibt auch in 2021 unverändert bei 0,15 Prozent des Gewerbeertrags.
Voraussichtlich werden die Gewerbeerträge weiter fallen - und damit auch die IHK-Beiträge als Haupteinnahmequelle. „Die IHK Ulm wird auch in 2021 den Beitragssatz konstant halten. Wir erwarten aufgrund der corona-bedingten schwierigen wirtschaftlichen Lage von vielen unserer Mitgliedsunternehmen ein niedrigeres Beitragsvolumen und haben einen entsprechenden Wirtschaftsplan verabschiedet“, so IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell.
Die IHK Ulm stellte zudem in der Sitzung der Vollversammlung die Ergebnisse einer deutschlandweiten IHK-Blitzumfrage vor. An der Blitzumfrage haben sich im Zeitraum vom 17. bis 20. November 432 Unternehmen der IHK-Region Ulm beteiligt. Demnach werden die Umsatzerwartungen an das Jahr 2020 wieder deutlich schlechter eingestuft, als noch in der Herbst-Konjunkturumfrage. Die zwischenzeitliche Erholung in der regionalen Wirtschaft hat im Zuge steigender Infektionszahlen und damit verbundener Einschränkungen somit wieder einen Dämpfer erhalten. Besonders betroffen sind das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Kulturbranche, das Reisegewerbe und auch Teile des Einzelhandels (v.a. Schuh- und Modehandel). Deutlich wird aus der Umfrage auch, dass die gegenwärtigen Unterstützungsmaßnahmen aufgrund der dort verankerten Zugangsvoraussetzungen nur bedingt geeignet sind.
„Nicht wenige Betriebe fallen durch das Raster und stehen mit den Folgen des Teil-Lockdowns komplett alleine da. Hier muss dringend nachgebessert werden. Zudem muss es diesen Branchen zeitnah wieder erlaubt sein zu wirtschaften - corona-konforme Lösungen sind ja schon lange erarbeitet worden“, fordert Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm. Darüber hinaus fordert die IHK Ulm auch die Akteure vor Ort auf, den Einzelhandel durch geeignete Werbemaßnahmen zu unterstützen.
Ebenso wie über den Tellerrand eines reinen Lockdowns hinaus zu blicken und „Win-win-Situationen“ zu fokussieren - zum Beispiel die Öffnung der Gastronomie für Betriebsveranstaltungen. Unternehmen, denen es in ihren eigenen Räumlichkeiten nicht oder nur schwer möglich ist, corona-konforme Schulungen und Meetings abzuhalten, wäre geholfen und auch die Gastronomie hätte dadurch eine Einnahmequelle.
Die aktuelle Situation im öffentlichen Nah- und Fernverkehr ist für die IHK Ulm ebenfalls schwer hinnehmbar: Die Busse und Bahnwagons sind oft so überfüllt, dass ein Abstandhalten nicht mehr möglich ist. Die IHK Ulm fordert daher die Bereitstellung von mehr Bussen und Bahnwagons, um solche Ansammlungen und „Corona-Gefahrenquellen“ zu entzerren. Dies gelte gerade im Berufs- und Schülerverkehr.



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