Ulm News, 24.06.2020 16:05
"Herr Naidoo ist in unserer weltoffenen, demokratischen und solidarischen Stadt nicht erwünscht"
Der Ulmer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch nicht über die vorgeschlagene Resolution der Fraktionen zum Konzert von Popstar Xavier Naidoo im nächsten Sommer in Wibliingen im Klosterhof beraten und abgestimmt. Zu Beginn der Sitzung aber erklärte SPD-Stadtrat Martin Rivoir im Namen der drei Fraktionen der Grünen, CDU und SPD, die die Resolution beantragt hatten: "Herr Naidoo ist in unserer weltoffenen, demokratischen und solidarischen Stadt nicht erwünscht".
Stadtrat Martin Rivoir sagte im Namen der Fraktionen der Grünen, der CDU und der SPD: "Es geht im Falle des Auftritts von Xavier Naidoo nicht um einen Eingriff in die Freiheit der Kunst oder die Meinungsfreiheit. Diese werden durch unser Grundgesetz geschützt und werden nicht angetastet. Herr Naidoo hat sich in Videos, bei Auftritten, in seinen Songs und bei anderen Veranstaltungen immer wieder eindeutig und unerträglich frauenfeindlich, rassistisch, antisemitisch, fremdenfeindlich und sexistisch geäußert".
Noch vor wenigen Wochen habe Herr Naidoo behauptet, dass das Corona-Virus eine Verschwörung sei und die Regierung das Virus als tödliche Waffe nutze, so Rivoir und ergänzte: Ein hoher Sicherheitsexperte habe kürzlich im „Tagesspiegel“ dazu geäußert, dass ein Risikofaktor bei den Protesten in der Coronakrise „prominente Zugpferde wie Xavier Naidoo“ seien. Mit ihrer Popularität würden sie die Verbreitung irrationaler Ansichten noch beschleunigen. "Deshalb und nur deshalb wenden wir uns gegen den Auftritt in Ulm. Wir machen mit dieser Erklärung unmissverständlich klar, dass die Ansichten des Herrn Naidoo mit dem Grundkonsens der internationalen Stadt Ulm nicht vereinbar sind. Herr Naidoo ist in unserer weltoffenen, demokratischen und solidarischen Stadt nicht erwünscht!", sagte Martin Rivoir abschließend in der Sitzung.





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