ulm-news.de

Donaubad Skyscraper - oben_neu
Sie sind hier: ulm-news Startseite  Nachrichten

Ulm News, 22.06.2020 10:43

22. June 2020 von Thomas Kießling
0 Kommentare

Gute Kommunikation erhöht die Patientensicherheit


Das Forschungsprojekt „TeamBaby“ in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Ulm soll die Kommunikation in der Geburtshilfe verbessern und dadurch Risiken und Missverständnisse reduzieren. 

„Reden lernt man nur durch reden“, lautet ein Sprichwort, das dem römischen Politiker und Philosophen Marcus Tullius Cicero zugeschrieben wird. Dass Kommunikation auch dabei helfen kann, Fehler und Missverständnisse in der Geburtshilfe zu vermeiden, das weiß das Projektteam von „TeamBaby“ nur zu gut. Das neue Forschungsvorhaben, das derzeit an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Ulm stattfindet, wird unter anderem vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) bis zum Jahr 2022 mit 1,9 Millionen Euro gefördert.
„Die Idee ist, Fehler und unerwünschte Ereignisse vor, während und nach der Geburt zu reduzieren“, erklärt Professor Frank Reister, Leiter der Geburtshilfe, der das Projekt an der Ulmer Frauenklinik leitet. Das Forschungsvorhaben gliedert sich in drei Teile: In der ersten Phase hat die Gesundheitspsychologin Christina Derksen zusammen mit ihrem Team aus Kommunikationstrainer*innen bereits Klinik-Ärzt*innen, Pflegekräfte und Hebammen in speziellen Workshops in der Kommunikation geschult. In der zweiten Phase, die Ende Juni startet, werden Schwangere online geschult und in der dritten Phase sollen alle Erkenntnisse und Kommunikationstipps in einer digitalen App zusammengefasst und nach einem Test im Rahmen einer weiteren Studie der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt werden. „Wir möchten die Wünsche unserer Schwangeren berücksichtigen und ihnen eine Geburt in einer harmonischen Atmosphäre ermöglichen.
Eine verständliche, respektvolle und zugewandte Kommunikation ist dabei eine sehr wichtige Basis für unsere Arbeit“, skizziert Universitätsprofessor Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor Frauenklinik, der das wissenschaftliche Projekt unterstützt. Doch wie verbessert man eigentlich die Kommunikation? „Fünf Kernkompetenzen wurden in den Workshops mit unseren Mitarbeiter*innen geübt und vermittelt“, erläutert Derksen. So sei es wichtig, ausreichend zu kommunizieren. Zu knappe Ansagen und Aussagen können zu falschen Handlungen führen, insbesondere bei Schicht-Übergaben des medizinischen und pflegerischen Personals. Die vermittelten Informationen sollten korrekt sein, müssen eventuell überprüft werden oder zumindest überprüfbar sein. Eine klare, saubere Kommunikation hilft beim Verständnis. Je nach Situation kann es sein, dass man kurz oder ausführlich Inhalte darstellt. Auch auf die oder den Gesprächspartner*in muss man sich einstellen, die jeweilige Sprache des Gegenübers, kulturelle Gepflogenheiten und anderes mehr beachten. Keine einfache Angelegenheit also. Aber es lohnt sich! „Bei vermeidbaren unerwünschten Ereignissen spielt zu 70 Prozent die Kommunikation eine Rolle“, weiß Derksen und macht damit die Tragweite guter Kommunikation deutlich. „Uns geht es um die Patientensicherheit, aber auch um eine selbstbestimmte Geburt“, betont Professor Frank Reister.
Die Schulung der Patient*innen, also die zweite Phase des Forschungsvorhabens, startet nun Ende Juni. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie finden die kostenlosen Schulungen jeden zweiten Dienstag von 10:00 Uhr bis 12:15 Uhr online statt. Teilnehmen können Schwangere, die an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Ulm entbinden möchten. In gemeinsamen Schulungsgruppen mit anderen Schwangeren werden geburtsspezifische Situationen sowie die Kommunikation mit dem geburtshilflichen Team besprochen und bearbeite t. Auch Angehörige sind herzlich eingeladen, an den Kommunikationsworkshops teilzunehmen. Zudem werden die Teilneh mer*innen gebeten, einen Fragebogen auszufüllen.



Paul Camper - Tessa 2Mia sind mehr - Kampagne der Stadt Neu-UlmUlm-newsSparkasse NU

Termine & Kino

weitere Termine
Donaubad Skyscraper - oben_neu
Jan 30

Närrisch am Arbeitsplatz: Das ist erlaubt
Nicht mehr lange und das närrische Treiben erreicht seinen Höhepunkt. Während die einen den...weiterlesen


Feb 02

Ein Trümmerfeld auf der Autobahn - schwerer Unfall heute Früh blockiert stundenlang A8 bei Dornstadt
kein guter Wochenstart: ein wahrliches Trümmerfeld auf der Autobahn, vier Verletzte und stundenlanger...weiterlesen


Jan 26

Neue Verkehrsführung beim Blaubeurer Ring in Ulm überfordert viele Autofahrer
Die komplette Sperrung der Blaubeurer-Tor-Brücke hat Ulm am Samstag zum Dauerstau auf der Bundesstraße...weiterlesen


Feb 05

Dieb zückt in Ulmer Hirschstraße Messer
Am Dienstag soll einem 17-Jährigen Geld aus der Tasche gefallen sein. Ein Unbekannter hob sie auf und...weiterlesen


Jan 27

Jan 28

Nächstes Kapitel im Fall: eine Erbschaft unter den Nagel gerissen und als Stiftungs-Verwalter auch noch bereichert
Der Fall ist höchst prätentiös: Offenbar gibt es einen Neu-Ulmer Notar, der einem anderen Notar a.D....weiterlesen


Jan 30

Erneut Schüsse in Gaststätte
In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei geben beide bekannt:...weiterlesen


Jan 26

Schwerer Verkehrsunfall bei Frontalzusammenstoß bei schneeglatter Fahrbahn
Am 25.01.2026 gegen 16.45 Uhr ereignete sich auf der B 12 Höhe Germaringen ein schwerer Verkehrsunfall....weiterlesen



Donaubad Skyscraper - oben_neu

 
© ulm-news.de, Nachrichten für Ulm und Umgebung   KONTAKT | FAQ | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ | Cookie Einstellungen anpassen nach oben