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Ulm News, 30.10.2019 11:05

30. Oktober 2019 von Ralf Grimminger
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Spitze im Land: Arbeitslosenquote sinkt in Ulm auf 2,4 Prozent


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Fotograf: Pixxabay

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Weniger arbeitslose Menschen gab es im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm auch im Oktober. 7 352 Frauen und Männer waren auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 184 weniger als im September. Entsprechend verringerte sich die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent. Das ist weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote unter den 19 Agenturbezirken in Baden-Württemberg.

„Die Arbeitslosigkeit geht zurück, im Vergleich zu den Vorjahren jedoch auf niedrigerem Niveau“, berichtet Christine Landskron-Rieger, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Ulm und deutet auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt im Vorjahresvergleich hin. So stieg die Arbeitslosigkeit zum Oktober des vergangenen Jahres um 604 Personen deutlich. „Regionale Arbeitgeber reagieren auf die konjunkturellen Prognosen mit Zurückhaltung. Das zeigt sich an den Arbeitsmarktzahlen.“ Ein vergleichbares Bild zeigt sich auch am Stellenmarkt. Während die Stellenneumeldungen zum Vormonat mit 1 292 Offerten ein Plus um 99 verzeichneten, schmolz der Stellenbestand um 502 auf 5 031 offene Arbeitsangebote. „Die Aussichten am Stellenmarkt sind für qualifizierte Bewerber weiterhin gut, wenn auch nicht mehr auf dem Rekordniveau der Vorjahre“, so die Geschäftsführerin.
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) waren im Oktober 4 075 Männer und Frauen ohne Anstellung, 71 mehr als im September und 605 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (Jobcenter) waren 3 277 arbeitslose Menschen gemeldet, 255 weniger als im Vormonat und eine Person weniger als im Vorjahr.
Im Oktober waren 4 009 Männer arbeitslos. 76 weniger als im Vormonat, 465 mehr als im Vorjahr.
Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl arbeitsloser Frauen um 108 gesunken, zum Vorjahr um 139 gestiegen. Insgesamt waren 3 343 Frauen arbeitslos.
Bei den Langzeitarbeitslosen ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 38 auf 1 423 Menschen gesunken. Zum Oktober des Vorjahres waren es 123 Personen weniger, die länger als zwölf Monate ohne Arbeit waren.
Im Oktober waren 384 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Das sind 30 Frauen und Männer mehr als im Vormonat und 38 weniger als im Vorjahr.
Bei den über 50-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 44 auf 2 420 ältere Frauen und Männer. Zum Vorjahr waren es 165 mehr.
Bei den jungen Frauen und Männern unter 25 Jahren ging die Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß stärker zurück. Auch auf Grund des Studienbeginns zum Wintersemester sank die Zahl der Arbeitslosen innerhalb dieser Personengruppe um 186 Personen oder um 17,0 Prozent auf 1 906. Gegenüber dem Vorjahreswert stieg die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen um 124. Die Jugendarbeitslosenquote ging zum Vormonat um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent zurück.
Bei den Ausländern verringerte sich die Zahl zum Vormonat um 121 auf 2 732 Frauen und Männer. Zum Vorjahr nahm die Anzahl um 387 Menschen zu. Unter den Personenkreis ausländischer arbeitsloser Menschen fallen auch arbeitslose Flüchtlinge.

Die Arbeitskräftenachfrage

Regionale Arbeitgeber meldeten im Oktober mit 1 192 Zugängen 99 Arbeitsstellen mehr als im September. Auf der anderen Seite schmolz der Stellenbestand zum Vormonat um 502 Offerten auf 5 031 offene Arbeitsangebote. Das sind 1 076 Stellen oder 17,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In diesem Zeitraum ist der Rückgang über nahezu alle Branchen hinweg zu beobachten. Hingegen legte das Baugewerbe um 8,3% zu. Nach Qualifikation betrachtet, sank der Bestand bei den Helferstellen in den vergangenen zwölf Monaten um 23,9 Prozent, Fachkräftestellen um 17,1 Prozent, Stellen für Experten und Spezialisten um 13,3 Prozent. Der Anteil an Helferstellen im Bestand ist generell gering und lag im Berichtsmonat bei 16,1 Prozent. Landskron-Rieger betont, dass die Arbeitsagentur sowohl arbeitslose Menschen als auch Beschäftigte bei ihrer beruflichen Qualifizierung unterstützt: „Langfristig gesehen zahlt sich Qualifizierung für Alle aus.“
Fachpersonal ist weiter gefragt: Unter anderem in Berufen der spanenden Metallbearbeitung, in der Bauelektrik, im Verkauf, in der Kinderbetreuung und -erziehung, in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, im Maurerhandwerk und für Stuckateurarbeiten, in den Zimmereiberufen sowie technische Zeichner. Trotz einem vergleichsweise großen Rückgang zum Vorjahresbestand bleiben Fachkräfte auch in den Maschinebau- und Betriebstechnikberufen, in der Lagerwirtschaft, Berufskraftfahrer im Güterverkehr, in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in der Altenpflege gesucht. 

 



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