Ulm News, 25.09.2019 15:49
Auszeichnung für Ulmer Forscher Anestis Terzis
Anestis Terzis, Professor an der Technischen Hochschule Ulm (THU), wurde bei den AutoSens Awards in Brüssel für seine Forschungsarbeit im Bereich Kamera-Monitor-Systeme geehrt.
Professor Anestis Terzis wurde bei den AutoSens Awards in Brüssel mit dem Silver Award in der Kategorie "Most Influential Research" für seine Forschungsarbeit zu Spiegelersatz-Kameras im Auto (CMS System Design and Advanced Architecture) ausgezeichnet. Die AutoSens ist eine der wichtigsten Konferenzen zum Thema "Sensoren des Automobils der Zukunft". Das Fahrzeug der Zukunft muss permanent eine Vielzahl von Entscheidungen in Echtzeit treffen, beispielsweise selbstständig den schnellsten Weg von A nach B finden, dabei Gefahrensituationen korrekt einschätzen und sich gleichzeitig mit anderen Verkehrsteilnehmern austauschen.
Ein Schlüsselthema ist dabei die optimale Darstellung des Verkehrsgeschehens. Hier setzt die Arbeit von Professor Terzis an und hilft, diese komplexen Szenarien noch beherrschbarer zu machen. Anestis Terzis ist Leiter des Instituts für Kommunikationstechnik an der THU.
CMS System Design and Advanced Architecture
Die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Reduktion der CO2-Emissionen sind für die Mobilität der Zukunft von zentraler Bedeutung. Der Ersatz der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeugspiegel durch Kamera-Monitor-Systeme (kurz engl. CMS) kann dazu beitragen diese Ziele zu erreichen. Diese Maßnahme reduziert die Stirnfläche des Fahrzeugs und verbessert den Luftwiderstandsbeiwert. Ein wesentliches Merkmal ist, dass durch ein CMS ein optimiertes Sichtfeld inklusive Zusatzinformationen angezeigt werden, sowie die Art der Darstellung situativ variiert werden kann. Prof. Terzis beschäftigt sich im Rahmen seiner Professur „Entwurf digitaler Systeme“, mit Spiegelersatzsystemen und ist aktives Mitglied in den internationalen Normungsgremien. Gegenstand der aktuellen Forschungsarbeit ist eine neuartige hybride CMS-Architektur. Diese hybride Architektur verfügt zusätzlich zum lokalen Steuergerät im Fahrzeug auch über eine Cloud-Anbindung auf Basis von drahtloser Kommunikationstechnik. Die Cloud-Anbindung stellt Rechenleistung zur Verfügung, die in entfernten Rechenzentren oder näher am Fahrzeug, als Edge-Computing verarbeitet wird. Rechenintensive Funktionen, wie beispielsweise Szenenerkennung und Einschätzung der Kritikalität der Fahrsituation oder die Berechnung von Virtual Reality Informationen, werden in die Cloud verlagert. Die Primärfunktionen, also der reine Spiegelersatz, werden weiterhin lokal im Fahrzeug verarbeitet und bereitgestellt. Diese Architektur hat das Potenzial die Stromaufnahme im Fahrzeug relativ gering zu halten und gleichzeitig eine optimierte Hochleistungs-Signalverarbeitung zu nutzen. Diese innovative Architektur hat auch das Potenzial für andere Fahrzeugfunktionen und andere Verkehrsteilnehmer eingesetzt zu werden und ein virtuelles anpassbares Hochleistungs-Steuergerät zu ermöglichen.





Highlight
Weitere Topevents
Nach Frontal-Crash: Beifahrerin tödlich verunglückt - neue Erkenntnisse der Poliezi
Am Freitag stießen auf der L240 zwischen Schelklingen und Ringingen zwei Fahrzeuge frontal zusammen - mit...weiterlesen
Niederlage der Spatzen gegen Alemannia Aachen - der Spielbericht mit tränendem Auge
Der SSV Ulm 1846 Fussball verliert daheim mit 1:3 gegen Alemannia Aachen. Es war ein verdammt wichtiges...weiterlesen
Der Riesen-Kran für die Ulmer Wallstraßenbrücke ist da - Kran kostet 10.000 Euro Miete - pro Stunde
Ein Gigant aus Stahl hat Ulm erreicht. In Einzelteilen. Seit Montag wird der Raupenkran Liebherr LR 11000...weiterlesen
Polizei stoppt Mann mit Messer in Neu-Ulm
Am Donnerstagvormittag kam es in der Mörikestraße in Neu-Ulm zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem...weiterlesen
Nachtrag der Polizei: Beim Frontal-Crash auf der B10 ist nun der Autofahrer seinen schweren Verletzungen erlegen
Am Montag kollidierte ein 26-jähriger Autofahrer auf der B10 zwischen Amstetten und Geislingen frontal...weiterlesen
20-Jähriger vom SEK niedergetreckter Mann nun in psychiatrische Einrichtung verlegt
In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Ulm, Polizei präsidium Ulm und des LKA BaWü...weiterlesen
"Und das muss für heute reichen" - tut es nicht: Arnd Zeigler zeigt seine wundere Welt des Fußalls im Roxy
Arnd Zeigler geht auch 2025 mit seinem dritten Bühnenprogramm „Immer Glück ist Können" auf Tour....weiterlesen
Wohl kein Glanzlicht der Woche: Rien ne va plus unter der Wallstraßenbrücke - Resultat: ein Chaos für alle, nicht nur Autofahrer
Seit Freitagmorgen ist die Kienlesbergstraße in Ulm voll gesperrt.
Grund ist der notwendige Abriss der...weiterlesen







