Ulm News, 21.07.2019 19:12
Küfer begeistern die Zuschauer in der Innenstadt mit dem traditionellen Ulmer Bindertanz
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Beschreibung: Der Ulmer Bindertanz begeisterte an beiden Sonntagen in Ulm viele große und kleine Besucher.
Fotograf: Ralf Grimminger
Letztes Wochenende wurden in den Stadtteilen Ulms der Ulmer Bindertanz aufgeführt, an diesem Sonntag nun tanzten die Mitglieder der Ulmer Küferinnung den traditionellen Bindertanz auf sechs Plätzen in der Innenstadt. Viele Besucher verfolgten die Aufführung auf dem Kornhausplatz, dem Judenhof, im Hafenbad, auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, dem Weinhof und zum Abschluss auf dem Marktplatz und klatschten begeistert mit.
Am Schwörsonntag fand der Bindertanz ein weiteres Mal statt, und zwar auf verschiedenen Plätzen in der Ulmer Innenstadt. Der Bindertanz hat eine lange Tradition: Der Reiftanz ist mit den Schwerttänzen verwandt und wurde 1551 das erste Mal in Ulm erwähnt. Ulmer Bindergesellen (Fassbinder ist nur eine andere Bezeichnung für Küfer) entdeckten den Tanz schließlich 1745 für sich und haben ihn von da an zur Ulmer Tradition gemacht. Der Zug besteht aus etwa 50 Teilnehmern, 16 Bindertanz-Paaren, Binderbuben und Bindermädchen, dem „Fassroller“, der ein 20 Kilo schweres 120 l-Fass auf der Kante vor sich herrollt, dem Zunftmeister, dem Fahnenträger und zwei Schalksnarren. Musikalisch begleitet wird der Bindertanz vom Musikverein Wiblingen, dessen Musikerinnen und Musiker als Garnisonssoldaten verkleidet sind.
Ein jedes der 16 Tänzer-Paare trägt einen halbkreisförmigen, mit grünen Zweigen verzierten Bogen. Die Tänzer bewegen sich damit in acht Figuren um den Zunftmeister, der sich mittlerweile auf das Fass gestellt hat, an welchem der Fassroller mit Hammer und Setze im Takt den Fassreifen festklopft.
Einen anderen Fassreifen, in dem ein gefülltes Weinglas steht, liess der Meister auf dem Fass auch an diesem Sonntag über seinem Haupt kreisen. Bei diesem „Reifenschwingen“ darf kein Tropfen verlorengehen. Es klappte auch an diesem Sonntag jedesmal, dass nichts verschüttet wurde und der Meister mit einem Prost Ulm! einen Schluck Wein nehmen konnte.




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