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Ulm News, 07.01.2019 14:57

7. Januar 2019 von Ralf Grimminger
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ratiopharm ulm unterliegt Brose Bamberg mit 91:100 Punkten


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ratiopharm ulm unterlag Brose Bamberg am Sonntagabend in der ausverkauften ratiopharm arena nach einer hervorragenden und mitreißenden ersten Halbzeit (54:47) am Ende deutlich mit 91:100 Punkten. Nach der Pause verloren die Ulmer Basketballer völlig den Faden und gaben spielentscheidend das dritte Viertel mit 11:32 Punkten an die Gäste ab. Das Team von ratiopharm ulm belegt aktuell den elften Tabellenplatz.

Die Enttäuschung war am Ende allen anzumerken. Thorsten Leibenath in der Pressekonferenz, Ismet Akpinar im Fantalk und Ryan Thompson in der Mixed Zone. Und den 6.200 Fans natürlich auch. Denn die hatten die ratiopharm arena beim ersten easyCredit BBL-Spiel des neuen Jahres in ein Tollhaus verwandelt. Die Energie des Publikums übertrug sich allerdings nur bis zur Halbzeit aufs Parkett. Dann war die Ulmer Power mit einem Mal weg und was blieb, war die Enttäuschung über ein Spiel, dass die Uuulmer nach einer bärenstarken ersten Halbzeit gewinnen hätten können. „Leider haben wir im dritten Viertel den Fuß vom Gaspedal genommen und zu passiv agiert“, haderte ein starker Ryan Thompson mit dem vorentscheidenden Viertel. Wenngleich ratiopharm ulm sich im vierten Spielabschnitt wieder auf acht Punkte heran kämpfte, war der Rückstand nach den vermaledeiten zehn Minuten einfach zu groß. „Die Niederlage ist sehr bitter, weil heute eigentlich mehr drin gewesen wäre“, ärgerte sich Leibenath. Im Basketball spricht man gern von Härte oder „Physikalität“, wenn man zu beschreiben versucht, mit welchem Einsatz die Athleten ihre Körper in die Schlacht werfen. Beim 149. ausverkauften Bundesligaspiel in der ratiopharm arena war der Härtegrad von Beginn an enorm. Sowohl auf den Rängen, als auch auf dem Parkett. Patrick Miller ging sogar über die Schmerzgrenze hinaus. Der bullige Point Guard, der sein Team von der Freiwurflinie mit 13:7 in Führung geworfen hatte, humpelte kurz darauf vom Parkett. Bei einem Zusammenprall, bei dem Miller seinen Körper ins Getümmel geworfen hatten, verletzte er sich. Dem „toughen“ Auftreten seiner Mannschaft tat Millers Abgang zunächst keinen Abbruch. Erst in den letzten zwei Minuten des ersten Viertels ließ die Konzentration bei den Gastgebern etwas nach, weshalb aus einer 21:15-Führung zur Viertelpause ein 24:25-Rückstand wurde. Doch je länger das Spiel dauerte, umso fehleranfälliger wurde das Ulmer Spiel. Beim Stand von 26:31 unterlief Per Günther in der 13. Minute schon der siebte Ulmer Ballverlust. Als wenig später Tyrese Rice an der Dreierlinie vergessen wurde, bedankte sich der EuroLeague-Champion mit seinem zweiten Dreier zum 29:37. Als den Ulmern das Spiel zu entgleiten schien, meldete sich Patrick Miller mit einem Drive zum Korb zurück. Als kurz darauf Javonte Green einen „Coast to Coast“-Run von der Freiwurflinie bzw. mit einem Dreipunkt-Spiel zum 34:37 vollendete, war das Momentum zurück auf Uuulmer Seite (36:37, 15.). Und jetzt war auch wieder diese „Physikalität“ da, mit der ratiopharm ulm die Partie eröffnet hatte. Auch bei den Zuschauern. Als David Krämer Ricky Hickmann mit seiner Verteidigung in die Knie gezwungen hatte und die Unparteiischen dem Bamberger Shooting Guard dafür zwei Freiwürfe zusprachen, brüllte die Arena ihren Unmut darüber aufs Parkett. Und angetrieben von der Ulmer Wut powerten sich die Gastgeber zur 53:47-Halbzeitführung. Nach der Pause schien dann alle Energie weg. Nach fünf Ulmer Angriffen ohne Punkte, war Thorsten Leibenath nach zweieinhalb gespielten Minuten (53:56) zur Auszeit gezwungen. Wenngleich Miller sein Team mit einem Jumper erlöste, hatte Bamberg sich in wenigen Minuten – befeuert durch zwei Dreier von Bryce Taylor – die höchste Führung des Spiels erarbeitet (55:63, 25.). Mit einem Fastbreak-Dunk vollendete Rubit schließlich einen 2:12-Run der Gäste zum 55:65. Nachdem Thorsten Leibenath sich über ein Offensivfoul, das die Schiedsrichter Max Ugrai aufgebrummt hatten, beschwerte und dafür mit einem „Technischen“ bestraft wurde, hatten die Ulmer endgültig die Kontrolle über das Spiel verloren und einen nach der ersten Halbzeit nicht für möglich gehaltenen 11:32-Einbruch erlebt. Wenngleich ratiopharm ulm den Schock aus Viertel drei gut wegsteckte und den Bambergern mit minus zehn (76:86, 82:92) immer wieder auf den Fersen blieben, schafften sie es nicht mehr, die Partie noch einmal richtig knapp zu machen. Dafür trafen die Bamberger ihre Freiwürfe (93 Prozent) zu gut und dafür war die Hypothek aus Viertel drei letztlich zu groß. Ryan Thompson rechtfertigte seine 31-minütige Einsatzzeit – die längste aller Spieler – mit 17 Punkten und einer 67-prozentigen Trefferquote. Damit war Thompson gegen seinen Ex-Club hinter Evans und mit Miller der zweiteffektivste Ulmer. Während Topscorer Miller (18 Pkt.) bei vier Assists nur zweimal den Ball verlor, lieferte sich Evans (17 Pkt.) ein packendes Duell mit dem Ex-Ulmer Augustine Rubit. Mit einer 90-prozentigen Trefferquote aus dem Feld kam Rubit auf 22 Zähler und schrammte nur aufgrund eines verworfenen Dreipunktewurfs an einem perfekten Spiel vorbei.



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ratiopharm ulm - Brose Bamberg



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