Ulm News, 16.09.2018 10:36
Internetgerücht: Kein Missbrauch - Behinderter streichelt Kind im Gesicht
Im Internet hielt sich in den vergangenen Tagen hartnäckig das Gerücht, dass ein junger Flüchtling auf einem Spielplatz in Illertissen ein Kind mißbrauchen wollte. Dem widerspricht die Polizei Schwaben.
Der 22-jährige Mann ist nach Angaben der Polizei geistig etwas behindert. Er hat das Kind im Gesicht gestreichelt und kurz an der Hand genommen, aber auf keinen Fall unsittlich berührt, so die Polizei. Der Mann war kurzzeitig festgenommen worden. Gegen die Festnahme hatte er sich gewehrt, was ein eifriger Mitbürger mit einem Foto im Internet verdeutlichte und veröffentlichte. In den sozialen Netzwerken im Internet verbreitete sich darauf hin die Meldung, wonach der junge Somalier das Kind entführen und vergewaltigen wollte.
Das hatte wiederum entsprechende, empörte, aufgeregte und fremdenfeindliche Unterstellungen, Vermutungen und Kommentare zur Folge. Wie in vielen ähnlichen Fällen gab es - im Stile der stillen Post - von empörten Mitbürgern und jenen, die den Vorfall politisch nutzen wollten, Vermutungen und Anschuldigungen, bevor die Kripo überhaupt ermitteln und den Sachverhalt klarstellen konnte. Es ging soweit, dass von Vergewaltigung und versuchter Entführung eines Kindes geschrieben und das entsprechend rigoros kommentiert wurde.
Nach Angaben der Kripo ist der Mann in seiner Entwicklung behindert und zurückgeblieben. Nach den Erkenntnissen hat der 22-Jährige am Spielplatz das Kind im Gesicht gestreichelt. Dann hat er das Kind an der Hand genommen und ist mit ihm einige Meter gelaufen. Darauf wurde er von Erwachsenen auf dem Spielplatz auf- und festgehalten, die auch die Polizei alermierten. Der 22-Jährige wehrte sich gegen die Polizeibeamten, die ihn in ein Krankenhaus brachten. Das Kind erlitt bei dem Vorfall nach Polizeiangaben eine leichte Verletzung. Die Tat sei keinesfalls ein Sexualdelikt gewesen, so die Polizei. Ermittelt wird, ob der Somalier das Kind der Obhut seiner Eltern entzogen hat. Gprüft werden allerdings auch die Kommentare im Internet.




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