Ulm News, 21.02.2018 15:00
Handwerksberufe beliebt wie nie zuvor
Die Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm verzeichnen zum Jahresende 2017 erneut ein Plus bei den Ausbildungszahlen: dieses Mal plus 2,1 Prozent. Damit bestätigt das regionale Handwerk seine guten Azubizahlen im vierten Jahr in Folge – und das trotz rückläufiger Schülerzahlen. Auch auf der Bildungsmesse vom 22. bis 24. Februar wirbt das handwerk um Auszubildende.
Insgesamt haben im vergangenen Jahr 3.075 Jugendliche eine Ausbildung im Handwerk zwischen Jagst und Bodensee begonnen. „Das Handwerk und seine Betriebe erreichen die jungen Menschen“, bilanziert Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Trotz sinkender Schülerzahlen und gleichbleibendem Drang an die Hochschulen, finde das Handwerk immer mehr Auszubildende. Dies sei auch dem Schulterschluss aller Handwerksorganisationen und Gewerke im Gebiet der Handwerkskammer Ulm zu verdanken. Mehlich: „Das ist keine logische Konsequenz, sondern harte Arbeit jeden Tag. Die Handwerksbetriebe sind geschlossen mit enormer Energie unterwegs. Sie schließen Bildungspartnerschaften, ermöglichen Ausbildungsbotschafter und Berufsorientierungsoffensiven – an Schulen, in Elternabenden und Praktika.
Jugendliche können ihre Entwicklungsmöglichkeit im modernen Handwerk erfahren. Davon profitieren unsere Betriebe jetzt.“ Besonders gefragt, wenn auch regional unterschiedlich, ist die Entwicklung in den Bereichen Holz (+6,6 Prozent, jetzt 209 Azubis), in den kaufmännischen Berufen (+11,5 Prozent, jetzt 262) und im Bau-Bereich (+5,2 Prozent, jetzt 733 Azubis). Letzterer ist gemeinsam mit den Elektro- und Metallberufen (+2,1 Prozent, jetzt 1261 Azubis) auch zahlenmäßig das Zugpferd innerhalb der Ausbildungsberufe.
- können wir Betriebe unterstützen, noch besser und attraktiver für Mitarbeiter und Verbraucher zu werden. Gleichzeitig spricht das Handwerk nun junge Menschen an allen allgemeinbildenden Schulen an. Diese Entwicklung werden wir fortsetzen.“ Die Handwerkskammer Ulm wird künftig verstärkt auch Eltern und Lehrerinnen und Lehrer ansprechen.
Schaut man die Zusammensetzung dieser steigenden Zahlen an, so zeigt sich, dass Abiturienten und Flüchtlinge die am stärksten wachsenden Gruppen der neuen Azubis im Handwerk sind. Mehlich: „Mit diesen gefestigten Zahlen zeigen wir, dass es dem Handwerk gelingen kann, neue und junge Fachkräfte zu finden. In den nächsten Jahren werden wir mit den Betrieben besonders daran arbeiten, diese gefundenen Auszubildenden auch in unseren Betrieben zu binden.“
Dazu hat die Handwerkskammer Ulm jetzt einen neuen Personalberater für die Betriebe eingestellt.
1000 Ausbildungsstellen nicht besetzt
Die Betriebsinhaber nützten die hohe Nachfrage und vollen Auftragsbücher und stellten noch mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung. Daher sind im vergangenen Jahr fast tausend Ausbildungsstellen in den Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee unbesetzt geblieben, besonders in den Bereichen Bau und Metall/ Elektro sowie Friseure und Nahrungsmittel.
Die beliebtesten Ausbildungsberufe in der Region
Platz 1: KFZ-Mechatroniker(404 Azubis)
Platz 2: Elektroniker (295 Azubis)
Platz 3: Friseur (198 Azubis)
Platz 4: Zimmerer (195 Azubis)
Platz 5: Anlagenmechaniker SHK (190 Azubis)



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