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Ulm News, 18.05.2017 12:50

18. May 2017 von Thomas Kießling
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E-Mobilität lässt Lithium Nachfrage rasant steigen


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Fotograf: https://pixabay.com

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Wer wissen möchte, wie die Zukunft aussehen wird, sollte einen Blick nach Nevada werfen. In Sparks, einer Gemeinde, die sich in der Nähe von Reno befindet, entsteht die größte Fabrik, die je errichtet wurde. "Gigafactory" - so der Name der Firma - soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden und wird ausschließlich Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos produzieren. Der Automobilhersteller Tesla und das Unternehmen Panasonic investierten rund 5 Milliarden US-Dollar, weil beide Unternehmen überzeugt sind, dass die Elektroautos die Welt erobern werden. Genau deshalb benötigt man Batterien. Damit die notwendigen Unmengen produziert werden können, ist viel Lithium erforderlich.

Ist Lithium das "neue Gold"?

Bis zur Jahrtausendwende benötigte die Welt gerade einmal 70.000 Tonnen Lithium/Jahr. Diese Menge reichte aus, um die Nachfrage der Glas- und Keramikindustrie, von Batteriefabriken und anderen Branchen zu decken. So wurden Lithiumsalze in der Medizin verwendet, damit schwere Kopfschmerzen oder bipolare Störungen gelindert werden konnten. Nun sind es aber die wiederaufladbaren Batterien, die immer mehr Lithium benötigen - das sind vor allem die Akkus für Laptops und Smartphones und auch stationäre Energiespeicher für die E-Autos.
Bei Lithium handelt es sich um ein silbrig-weißes Leichtmetall, das eine geringe Dichte und eine hohe Wärmekapazität hat und somit perfekt für langlebige und kompakte Batterien ist. Heute ist Lithium der wohl begehrteste Rohstoff der Welt. Lithium wird entweder aus Salzlaugen gewonnen oder in Minen abgebaut - einerseits wird Lithium als "neues Gold", andererseits auch als "neues Öl" bezeichnet. Lithium wird (noch) nicht an den Börsen gehandelt - der Preis wird zwischen der weiterverarbeitenden Industrie und den Fördergesellschaften festgelegt.
Begutachtet man jedoch den Preisindex des Analysehauses Benchmark Mineral Intelligence aus London, so wird relativ schnell klar, dass der Lithium-Preis - nur im vergangenen Jahr - um knapp 60 Prozent gestiegen ist. Zudem sind die Aktien der Verarbeiter und Förderer - innerhalb von wenigen Monaten - in die Höhe geschossen. Galaxy Resources, ein australischer Produzent, vermeldete einen Kursgewinn von 1800 Prozent - in gerade einmal zwei Jahren. 

Eine Chance für Anleger?

Anleger, Wie die von IG die ebenfalls überzeugt sind, dass die E-Autos immer beliebter werden, können natürlich vom Lithium-Boom profitieren. Natürlich gibt es einzelne Warnungen, die vor einer Übertreibung warnen, jedoch sind Aktien und Fonds von Lithiumproduzenten durchaus eine interessante Möglichkeit. Schon alleine die hohe Nachfrage kann dazu führen, dass Anleger, die nun in Lithiumproduzenten investieren, ordentliche Gewinne erzielen können.

Ausblick: Bis zum Jahr 2040 wird jeder dritte Neuwagen ein Elektroauto sein

Die gesamte Fahrzeugbranche setzt nun auf die Elektromobilität. Somit ist es keine Überraschung, dass immer mehr Batteriefabriken gebaut werden. Spitzenreiter sind übrigens Daimler und Tesla. Tesla will nächstes Jahr, wenn die neue Fabrik in Nevada fertiggestellt ist, neue Batterien für das Model 3 produzieren. Der Preis des Fahrzeugs? 35.000 US-Dollar. Somit soll das neue Elektroauto zum Massenauto mutieren und der Elektromobilität zum endgültigen Durchbruch verhelfen. Nur in der Tesla-Fabrik sollen - pro Jahr - 500.000 Lithium-Ionen-Batterien produziert werden. Die Jahresproduktion soll eine Kapazität von rund 35 Millionen Kilowattstunden schaffen. Ein Wert, der der weltweiten Batterieproduktion aus dem Jahr 2013 entspricht. Auch wenn sich die Nachfrage noch in Grenzen hält und nur wenige Menschen ein Elektroauto fahren, so sind die Wachstumsraten enorm. Derzeit beträgt der Marktanteil in den Autonationen - wie etwa in den USA oder Deutschland - noch weniger als 1 Prozent; in China liegt der Marktanteil bei 1,7 Prozent. Doch die Prognosen zeigen, dass die E-Autos die Zukunft sind - im Jahr 2040 wird jeder dritte Neuwagen ein Elektroauto sein.

 

 



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