Ulm News, 07.12.2010 12:13
Assange verhaftet: Was wird aus Wikileaks?
Wie der britische Nachrichtensender Sky berichtet, ist Julian Assange von der britischen Polizei in Gewahrsam genommen worden. Jetzt droht der Chef der Whistleblower-Plattform Wikileaks zum Spielball der Nationen zu werden. Denn auch die USA und Australien fahndeten nach Assange. Das berichtet das Nachrichtenportal meedia.de
Seine Anwälte kämpfen nun gegen die Auslieferung und vermuten hinter dem Vorgehen der Behörden einen "politischen Trick". Im schlimmsten Fall drohen Assange sechs Jahre Haft und Verurteilungen in anderen Ländern. Die britische Polizei hat den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, in London verhaftet. Scotland Yard bestätigte entsprechende britische Medienberichte. Die britischen Behörden hatte am Montag einen neuen Haftbefehl aus Schweden erhalten, wo Assange wegen erhobener Vergewaltigungsvorwürfe von der Justiz gesucht wird. Der Verhaftung waren langwierige Verhandlungen zwischen den Behörden und Assanges Anwälten vorausgegangen. Der Grund ist reichlich skurril: Offenbar hatte die Polizei sich geweigert, Assange mitzuteilen, warum er eigentlich gesucht werde.
Assanges Anwalt Mark Stevens spricht im Zuge der Ermittlungen von einer "Farce" und einem "politischen Trick". Immerhin hätte sein Mandant nach dem vermeintlichen Verbrechen im August mehrere Wochen in Schweden auf eine Vernehmung gewartet.
Außerdem hätten weder er noch Assange selbst Akteneinsicht bekommen. Seine Anwälte wollen den Wikileaks-Chef nun auf Kaution freibekommen und alles daran setzen, dass Assange nicht ausgeliefert wird.
Das Bemühen hat handfeste Gründe. Denn auch die USA und Australien wollen das Gesicht der Whistleblower-Plattform anklagen. Am Montag raunte US-Justizminister Eric Holder, dass nicht nur wegen Spionageverdachts gegen Assange ermittelt würde. Und zuvor kündigte der australische Justizminister Robert McClellan an, die US-Behörden bei Ermittlungen zu unterstützen.
Während nach Assange gefahndet wurde, muss Wikileaks einen Rückschlag nach dem anderen einstecken. Das Kasseler Regierungspräsidium hat jüngst die Wau-Holland-Stiftung abgemahnt, die in den vergangenen Monaten rund 750.000 Euro Spenden für Wikileaks eingesammelt hat. Bislang fehle ein Rechenschaftsbericht der Stiftung, es droht die Aberkennung des Steuerprivilegs. Außerdem hat nach Paypal auch der Schweizer Finanzdienstleister Postfinance das Konto von Julian Assange und Wikileaks aufgelöst. Zuvor verbannte Amazon die Whistleblower-Plattform von seinen Servern. Auch der DNS-Hoster von Wikileaks hatte seinen Dienst nach mehreren Attacken auf die Server eingestellt. Daraufhin war die Webseite unter der ursprünglichen Domain nicht erreichbar. Die Seite ist mittlerweile über 748 weitere Domains erreichbar, berichtet das Nachrichtenportal meedia.de . dis




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