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Ulm News, 13.09.2015 17:00

13. September 2015 von Thomas Kießling
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„10.000-Häuser-Programm“ startet am 15. September


Mit einem neuen Förderprogramm richtet sich der Freistaat Bayern an Privatleute,  die eine Sanierung oder einen Neubau planen oder die alte Heizanlage in ihrem  Eigenheim austauschen wollen. Das „10.000-Häuser-Programm“ lockt mit einem  direkten finanziellen Zuschuss und lässt sich auch mit anderen Förderprogrammen  kombinieren. 

Ab 15. September können Anträge gestellt werden. Hintergrund ist die  Schlüsselrolle, die der Verbrauch von Wärmeenergie beim Klimaschutz und bei der  Energiewende einnimmt. Gleichzeitig ist das Einsparpotenzial in diesem Bereich  besonders groß. Der Programmteil Heizungstausch richtet sich an Eigentümer selbst bewohnter Ein-  und Zweifamilienhäuser, die noch einen 25 bis 30 Jahre alten Heizkessel in Betrieb  haben. Ältere Heizanlagen, die der gesetzlichen Austauschpflicht nach der  Energieeinsparverordnung (EnEV) unterliegen, sind vom Programm ausgeschlossen. Wird der alte Heizkessel durch eine neue Anlage, also einen Brennwertkessel für Öl  oder Gas, einen Biomassekessel oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage ersetzt,  bekommt der Hauseigentümer dafür tausend Euro Heizanlagenbonus. Weitere 500  Euro Zuschuss gibt es für den Einbau einer Solarthermieanlage zur  Warmwasserbereitung. Wird die Sonnenwärme auch zur Heizungsunterstützung  verwendet, legt der Freistaat zusätzlich noch einmal 500 Euro oben drauf. Die  maximale Förderung liegt also bei 2000 Euro je Wohngebäude. Im Programmteil EnergieSystemHaus geht es dagegen um die energetische  Sanierung von Altbauten beziehungsweise um den Neubau eines Wohnhauses.  Voraussetzung ist eine KfW-Förderung als Effizienzhaus und zwar als Effizienzhaus  115 beim Altbau und Effizienzhaus 55 beim Neubau. Wird der Heizwärmebedarf des  Hauses darüber hinaus weiter abgesenkt, gibt es ebenso einen Zuschuss wie für den  Einbau intelligenter Technik, etwa in Verbindung mit Energiemanagementsystemen.  Die Förderung liegt hierbei zwischen tausend und maximal 18.000 Euro pro  Gebäude. Förderungen nach dem „10.000-Häuser-Programm“ werden grundsätzlich als direkte  Zuschüsse ausgezahlt. Anträge können nur online gestellt werden und zwar ab 15.  September unter www.EnergieBonus.Bayern.de. Bereits begonnene oder schon  abgeschlossene Projekte werden nicht gefördert. Weitere Informationen hält die Regionale Energieagentur Ulm/Neu-Ulm unter der  Rufnummer 0731/173-270 oder unter regionale-energieagentur-ulm.de bereit. Infos  gibt es auch auf einer Homepage der bayerischen Staatsregierung:  http://www.energieatlas.bayern.de/buerger/10000_haeuser_programm.html



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