Ulm News, 03.09.2010 23:30
Wohnheimplätze ausgereizt: Studentenwerk sucht weitere Privatvermieter
„Engpässe ja, Notstand nein.“ Die ganz großen Probleme erwartet Claus Kaiser, Geschäftsführer des Studentenwerks Ulm, in diesem Herbst bei der studentischen Wohnraumversorgung nicht. Das dürfte sich in den kommenden Jahren ändern, wenn die doppelten Abiturjahrgänge in die Universitäten und Hochschulen drängen werden.
Schon deshalb macht er deutlich: „Wir brauchen auch jetzt unbedingt weitere Privatvermieter, die uns Zimmer oder Wohnungen für die neuen Studienanfänger anbieten können.“ Viele von ihnen erhielten schließlich erst in diesen Tagen ihre Zulassungsbescheide. Und die eigenen Kapazitäten sprich Wohnheimplätze sind Kaiser zufolge bereits ausgereizt.
Mehr noch: Auf rund 340 Wohnungssuchende beziffert der zuständige Abteilungsleiter Dirk Rettweiler derzeit die Warteliste, sechs Wochen vor Beginn des Wintersemesters an der Uni Ulm, der Einrichtung mit den meisten Erstsemestern. „Das wird in diesem Monat noch auf rund 400 steigen“, erwartet Rettweiler aufgrund langjähriger Erfahrungen. „Wir sind deswegen weiter auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen“, machen die Verantwortlichen deutlich. Wie im Vorjahr vielleicht, als das Studentenwerk rund 430 Privatzimmer vermitteln konnte, 70 Prozent mehr im Vergleich zu 2008. „Darunter viele neue Angebote, zum Teil auch von Vermietern mehrerer Zimmer“, so Rettweiler.
Nicht nur aus reiner Nächstenliebe. „Es gibt ja auch handfeste wirtschaftliche Gründe, nicht benötigten Wohnraum jungen Leuten zur Verfügung zu stellen“, weiß Claus Kaiser. Eine Beteiligung an den Bewirtschaftungskosten zum Beispiel, von der Heizung bis zur Müllabfuhr. Gleichwohl ist ihm Skepsis gegenüber der meist ungewohnten Mieterschaft nicht unbekannt. „Berechtigt ist sie nicht“, ist der Geschäftsführer überzeugt, „allein in Ulm haben wir momentan weit über 700 Vermieter im Bestand und in keinem einzigen Fall sind mir Probleme bekannt“. Wohl gebe es gelegentlich unterschiedliche Vorstellungen von Vermietern und Mietern, „doch greifen wir in solchen Fällen gerne beratend ein“. Überdies sei das Verfahren vom Angebot bis zum Mietvertrag unkompliziert. „Ein Anruf bei uns oder eine E-Mail genügt.“
Was die 1400 eigenen Wohnheimplätze betrifft, kann das Studentenwerk derzeit nach verschiedenen Sanierungsmaßnahmen auf seinen vollen Bestand zurückgreifen. „Weitere Renovierungen stehen nicht an“, sagt Kaiser, „aber die energetische Optimierung unserer Gebäude werden wir natürlich fortsetzen“. Dabei seien die Wohnheime insgesamt jetzt in einem guten Zustand. „Die meisten sind ja auch relativ neu.“ Eine deutliche Entspannung der Wohnraumsituation freilich zeichnet sich vorerst nicht ab. Der Bau eines neuen Wohnheims auf dem Campus ist nach Aussage des Studentenwerk-Geschäftsführers zwar geplant, wird jedoch bis zum großen Ansturm auf die Studienplätze in den Jahren 2011 und 2012 nicht bezugsfertig sein. „Hier müssen wir wohl mit Engpässen rechnen“, befürchtet Claus Kaiser, „spannend wird es auf jeden Fall“.
Angebote privater Vermieter nimmt das Studentenwerk telefonisch unter 0731/23820 oder 23846 entgegen, ebenso per E-Mail an [email protected]
Weitere Informationen für Medien: Herr Claus Kaiser, Tel. 0731/50-23810





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