Ulm News, 16.10.2014 10:39
Ulmer Komponistin Fay Neary im Portrait
Der Verein „Freunde der neuen Musik im Stadthaus Ulm e.V.“ stellt die aus Nord-England stammende und in Ulm lebende Komponistin Fay Neary in einem Gesprächskonzert am Donnerstag, 23. Oktober vor. Beginn ist um 20 Uhr.
Kann ein Rhythmus tödlich sein? Das legt jedenfalls ein markanter Titel von Fay Neary nahe: In ihrem Stück „Death by Bolero“ setzt sich die aus Nord-England stammende und in Ulm lebende Komponistin mit einer großen Frage auseinander: „Darf Neue Musik einen Puls haben?“ Fay Neary reagiert auf diese Diskussion mit einer schwebenden Musik, in die sich peu à peu ein Bolero-Rhythmus gleichsam „hineinfrisst“. Immer mehr werden die Strukturen des Anfangs von dem Rhythmus überlagert, dominiert, bis sie zum Schluss ganz zerfallen – „Death by Bolero“. Der Puls ist am Ende eben gerade nicht lebensspendend, sondern zerstörerisches Element. Fay Neary, so viel wird klar, sucht eher die Überraschung als die Regelmäßigkeit. Ihr Kompositionsstil folgt zwei Hauptrichtungen: Die eine bezeichnet sie als „post-tonale Kunstmusik“, die andere konzentriert sich auf tonale Kinderopern. Im November wird in Neu-Ulm eine neue Kinderoper uraufgeführt: „Das Gespenst von Canterville“ nach einer Erzählung von Oscar Wilde.
Anlässlich der 50-Jahrfeier der Ulmer Musikschule hat Fay Neary darüber hinaus den Zyklus „Pläng“ fertiggestellt, eine groß besetzte, musikalische Reflexion über Texte der in Ulm aufgewachsenen Autorin Nina Ender. Uraufführung ebenfalls im November. Im Vorfeld der beiden Uraufführungen stellt der Verein „Freunde der neuen Musik im Stadthaus Ulm e.V.“ die Komponistin Fay Neary in einem Gesprächskonzert vor.
Interpreten des Abends: Heike Braiger (Schlagwerk), Theo Kinder (Querflöte), Sylvia Kühn-Padrós (Klavier), Stephanie Marten (Klavier), Mariana Vodita-Gluth (Cello) Gespräch und Moderation: Rainer Schlenz?Zusätzlich wird ein Probenmitschnitt einen Einblick in die spannenden Vorbereitungen der Ulmer Musikschule zur Uraufführung des Auftragswerks ”Pläng« geben.
Finanzierungsbeitrag: EUR 3,00 (für Mitglieder des Fördervereins ”neue musik im stadthaus ulm" und für Neumitglieder* Eintritt frei, für Kinder und Jugendliche Eintritt ebenfalls frei)



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