Ulm News, 03.07.2010 10:00
Die deutschen WM-Stars bei Facebook
Einen Tag muss Fußball-Deutschland noch ausharren – dann ist es endlich so weit: Der große Showdown gegen den zweifachen Weltmeister Argentinien beginnt. Nicht nur in den unzähligen Cafés und Bars wird lebhaft über die Chancen der DFB-Elf diskutiert – bei Facebook beherrscht die WM längst ebenso die Status Updates.
Dafür sorgen nicht zuletzt die DFB-Stars selber: Die Nationalkicker haben nämlich nicht nur längst Fanpages – einige pflegen ihr Profil inzwischen sogar selbst. Ein Überblick.Es war nicht weniger als der Schuss der WM – zumindest aus deutscher Sicht.
Das erlösende 1:0 gegen Ghana im letzten Spiel der Vorrunde katapultierte Mesut Özil auch auf der internationalen Bühne ganz nach oben. Barcelona ist angeblich bereits an einer Verpflichtung des Werder-Stars interessiert, diverse Tageszeitungen schreiben Özil zur eigentlichen Entdeckung des Turnier, ja: zum deutschen Messi hoch.
So überrascht es dann auch nicht, dass der erst 21-jährige Deutsch-Türke auch im weltgrößten Netzwerk Facebook immer mehr Fans um sich scharen kann. Tatsächlich mehr als jeder andere deutsche Nationalspieler: 152.000 Nutzern gefällt Mesut Özils Präsenz inzwischen auf dem weltgrößten Social Network – Tendenz: rasant steigend. >Damit verweist der „Zehner“ von Werder Bremen seine Nationalmannschaftskollegen mit Abstand auf die weiteren Plätze. Das große Facebook-Interesse dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Özil seine Fanpage selbst pflegt – und das gleich zweisprachig, so dass seine deutschen und türkischen Fans angesprochen werden.
"Hallo Leute, wir sind alle sehr erleichtert, dass wir gestern gewonnen haben“, schreibt Özil nach dem letzten Vorrunden-Spiel gegen Ghana. „Es war eine schwierige Aufgabe, die uns sehr viel Kraft gekostet hat. Drückt uns die Daumen, wir kriegen es mit und es hilft uns“, ruft der Gelsenkirchener zur Interaktion auf dem Mitmach-Netzwerk auf. Allerdings: Özils Updates selbst sind kaum zahlreicher als die Spiele der deutschen Nationalelf – sechs sind es erst seit Beginn der 19. Fußball-WM in Südafrika.
Auf genauso viele Einträge kommt auch der deutsche Kapitän Philipp Lahm, der als einer der wenigen Nationalspieler seine Facebook-Seite ebenfalls selbst pflegt. „Gestern nach dem Spiel haben wir natürlich noch ein wenig gefeiert, aber nicht zu ausgiebig“, schreibt der 26-jährige Bayern-Verteider.
„Auf meinem Zimmer kann ich ein paar deutsche Sender empfangen. Die Bilder, die ich am Abend aus der Heimat gesehen habe, waren überwältigend!“
Bereits 67 000 Facebookern gefällt Lahms Fanseite. Damit kommt der DFB-Kapitän auf Platz drei des internen Facebook-Rankings. Auf den zweiten Platz hat es Stürmerstar Lukas Podolski mit 84 000 Fans geschafft – und das, obwohl der Kölner Publikumsliebling seine Seite nicht selbst aktualisiert, sondern sie eher als Pinnwand für Fans dient. Bei Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose, der Facebook-Nummer vier und fünf, fehlen nicht nur eigene Einträge, sondern überhaupt die Möglichkeit für Fans, Posts zu hinterlassen.
Ganz anders sieht es dagegen bei DFB-Stürmer Cacau aus, der seine Facebook-Fanpage nicht nur mit eigenen Einträgen, sondern auch reichlich Bildmaterial („meine persönlichen Eindrücke der WM“) versieht. Keine Frage: Der VFB-Stürmer hat das Social Media-Prinzip von allen DFB-Lickern am besten verstanden – und mehr als 9.300 Fans verdient.
Dicht auf den Ferse
n von Cacau ist der Bremer Flügelflitzer Marko Marin, der in Südafrika ebenfalls sein erstes großes Turnier spielt. „Nach zwei freien Tagen heißt es wieder volle Konzentration auf Argentinien“, berichtet der Werderaner am Mittwoch. 7.300 Facebookern gefällt das.
Mit 115.000 Fans in ganz anderen Dimensionen spielt wieder die offizielle Fanpage der deutschen Nationalmannschaft, auf der indes wenig passiert – nur die Fans finden ein geeignetes Forum.
Das gilt sogar für argentische Fans, die sich zuletzt auffällig oft auf der DFB-Facebook-Präsenz ausgetobt haben. Entsprechend scheint zumindest eines klar: Samstag ab 16 Uhr dürften die Updates im Minutentakt kommen.



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