Ulm News, 03.09.2014 17:21
Ausstellung informiert über „Restlos gut essen“
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Beschreibung: Ton ab! Rosmarie Koller (Mittte) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach führte ihrem Chef Axel Heiß (links) und dem stellvertretenden Landrat, Roland Bürzle (rechts), eine Medienstation der Ausstellung &bdq
Fotograf: Jürgen Biglmayr
Eine interessante Ausstellung im Landratsamt ruft dazu auf, Lebensmittel wertzuschätzen und nicht zu verschwenden. Die Ausstellung „Restlos gut essen“ tut das in hervorragender Weise. Sie ist vom 2. bis 11. September 2014 im Foyer des Landratsamts Neu-Ulm zu sehen.
65 Kilo Lebensmittel wirft der Durchschnittsbayer jedes Jahr in den Müll – 43 davon wären vermeidbar. Grund genug, die Bevölkerung für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren und sie dazu aufzurufen, weniger Nahrungsmittel achtlos wegzuwerfen.
Die Ausstellung „Restlos gut essen“ tut das in hervorragender Weise. Sie ist vom 2. bis 11. September 2014 im Foyer des Landratsamts Neu-Ulm zu sehen. Die interaktive, multimediale Wanderausstellung wurde vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kulmbach konzipiert.
Stellvertretender Landrat Roland Bürzle und Axel Heiß, der neue Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach, eröffneten die Schau, die Heiß‘ Haus fachlich betreut und organisiert. Bürzle mahnte: „Rund 900 Millionen Menschen hungern vor allem in den armen Ländern der Erde, derweil wir Wohlstandsbürger achtlos und verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen.“
Dieses Missverhältnis hat nicht nur eine moralische, sondern auch eine politische Dimension – und zwar in vielerlei Hinsicht: Wirtschaft, Gesundheit, Agrar, Umwelt, Entwicklungshilfe. Darauf wies Forstdirektor Heiß hin. Seine Mitarbeiterin im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach, Rosmarie Koller, führte die Vernissage-Besucher durch die Ausstellung, die im Landratsamt Neu-Ulm vier Module umfasst:
Einführung
Zu Beginn der Ausstellung erhält der Besucher einen Überblick über das Thema „Verschwendung von Lebensmitteln“: Was und wie viel geht in Bayern verloren und wieso ist das Thema für die Gesellschaft relevant? Fakten, ein Quiz und ein Kurzvideo von Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film machen auf die Thematik aufmerksam.
Überlegt einkaufen
Hier dreht sich alles um die Planung in Privathaushalten und um den Einkauf. Der Konsument kann beispielsweise in einem virtuellen Supermarkt einkaufen oder prüfen, ob er Rezeptmengen für die Speisenzubereitung richtig schätzt. Zahlreiche Einkaufstipps auf einem endlosen Kassenzettel runden diesen Bereich ab. „Der Handel verleitet mit psychologischen Tricks, zu viel einzukaufen. Dagegen helfen, vor dem Einkauf einen wöchentlichen Speiseplan und einen Einkaufszettel zu erstellen“, empfahl Rosmarie Koller.
Gekonnt aufbewahren
Wie lagere ich ein Lebensmittel richtig und woran erkenne ich, ob ein gelagertes Lebensmittel noch genießbar ist, auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist? Diese wichtigen Dinge lernt der Besucher interaktiv, zum Beispiel beim Kühlschrank-Check oder an der Riechstation.
Nachhaltiger ernähren
Achtsam mit Lebensmitteln umzugehen, ist ein wichtiger Bestandteil umweltbewusster, gesunder Ernährung. „Werden Lebensmittel verschwendet, werden auch Ressourcen wie Land, Wasser und Energie unnötig verbraucht“, betonte Rosmarie Koller. Daraus folgt, Nahrungsmittel wenn möglich saisonal und regional zu beziehen. Am interaktiven Ernährungswürfel erfahren die Verbraucher, wann welches Obst und Gemüse in Bayern Saison hat.
An jedem Modul können die Ausstellungsbesucher zudem Broschüren zum Thema mitnehmen.
Fazit: Die Ausstellung verdient sich nicht nur wegen ihres wichtigen Themas und ihres hohen Informationsgehalts das Prädikat wertvoll. Auch wie die Botschaften aufbereitet und in Aktionen umgesetzt sind, ist höchst attraktiv. Es lohnt sich, in den nächsten Tagen im Landratsamt Neu-Ulm vorbeizuschauen.
Die Schau kann zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisbehörde in der Kantstraße 8 in Neu-Ulm besucht werden: montags bis mittwochs und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr und donnerstags von 7.30 bis 17.30 Uhr. Informationen gibt es auch im Internet unter: www.restlosgutessen.de.




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