Ulm News, 11.08.2014 15:12
Welcher Beruf ist der Richtige? - Berufswahlkompass gibt Hilfestellung
Das Projekt „Berufswahlkompass“ ermöglicht den Jugendlichen verschiedene Einblicke in die Arbeitswelt. „Einblicke, die wichtig sind, um eine fundierte Berufswahlentscheidung zu treffen“, betont Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm. In diesem Schuljahr nahmen 113 Jugendliche an diesem Projekt teil.
Darunter waren Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen an der Werkrealschule Illerrieden, der Albecker Tor Schule in Langenau und der 9. Klasse der Ulrich von Ensingen Realschule in Ulm. Gemeinsam mit den Projektleiterinnen Brigitte Talgner und Eva Koglin vom gemeinnützigen Bildungsträger BBQ Berufliche Bildung gGmbH machten sich die Jugendlichen in diesem Schuljahr auf die Suche nach Antworten zur Berufswahl . Dies taten sie in der unterrichtsfreien Zeit und zeigten damit, dass ihnen das Thema wichtig ist. Da die Entscheidung für einen konkreten Beruf schwer fällt und wohl überlegt sein will, wurden die Schülerinnen und Schüler bei Betriebsbesichtigungen und in Seminaren für das Thema Berufswahl sensibilisiert. So wurden z.B. die Ausbildungsberufe der Firma Dachser in Langenau unter die Lupe genommen und direkt am Arbeitsplatz erlebt. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik so umfangreich ist!“ staunt Sabrina von der Langenauer Albecker Tor Schule. Mit dem Berufswahlkompass lernen Jugendliche verschiedene Branchen und Tätigkeiten kennen. Mädchen setzen sich mit typisch männlichen Berufen auseinander und Jungs werden mit eher typisch weiblichen Berufsbildern bekannt gemacht. Ergänzend fanden Beratungsgespräche mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit statt. Bestehende Berufsideen werden dabei in den Blick genommen und überprüft, ob sie auch realisierbar sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten. Oft lohnt sich der genaue Blick. So nehmen beispielsweise bei einem Besuch im Ausbildungszentrum Bau in Geislingen an der Steige viele Jugendliche zum ersten Mal Bauberufe wie Maurer, Fliesenleger oder Baugeräteführer als attraktive Möglichkeit für sich wahr. „Schülern ist es wichtig, Berufe vor Ort zu erleben und ihre eigenen Fähigkeiten auszuprobieren. Klischees und Vorurteile können nur durch das eigene Erleben abgebaut werden“, erklärt Brigitte Talgner. Erst dann könnten sie sich besser einschätzen und wüssten, welche Fähigkeiten und Interessen sie in den Berufen verwirklichen könnten. Alle Berufe kennen zu lernen ist bei der Vielzahl unmöglich, aber das Projekt gibt viele Denkanstöße und vermittelt Kompetenzen, selbst aktiv zu werden. „Es ist bestimmt kein Fehler, sich früh mit der Berufswahl zu beschäftigen. Schließlich geht es um eine wegweisende Entscheidung für das spätere Berufsleben“, meint Peter Rasmussen, Leiter der Agentur für Arbeit Ulm. Der Berufswahlkompass Ulm ist ein Projekt der BBQ Berufliche Bildung gGmbH und wird gefördert durch die Agentur für Arbeit und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall.




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