Ulm News, 10.03.2014 12:37
Schwere Zeiten für die Weißenhorn Youngstars
Die Weißenhorn Youngstars befinden sich eine Woche vor Beginn der Abstiegsrunde in erschreckend schwacher Verfassung. Bei den Uni-Riesen Leipzig, die zuletzt wenig überzeugten und in drei der vergangenen fünf Spielen sieglos blieben, verloren die Fuggerstädter mit 75:83 (35:49). Es war bereits die vierte Niederlage in Folge.
Die Youngstars gerieten schon früh ins Hintertreffen und lagen fast über die gesamte Spielzeit zweistellig zurück. Wieder einmal zeigte sich am letzten Spieltag der Hauptrunde, wie abhängig die Weißenhorner von einzelnen Leistungsträgern sind. In Leipzig musste Coach Zoltan Nagy auf Spielmacher Till Jönke verzichten, der wegen Rückenproblemen kurzfristig ausfiel. Auch Guard Philip Vojkovic fehlte aufgrund einer Erkrankung. Zudem war Center Jonathan Maier ebenfalls wegen einer Erkrankung nur bedingt einsatzfähig. „Wir haben uns trotz der Ausfälle viel vorgenommen und wollten diesmal unbedingt ein starkes Spiel abliefern. Es ist sehr frustrierend, dass uns dies nicht gelungen ist“, sagte Nagy. Teilweise unterliefen den Youngstars laut Nagy „Fehler wie einer Schülermannschaft“.
Insbesondere in der Verteidigung leisteten sich die Weißenhorner zum wiederholten Male folgenschwere individuelle Aussetzer und kassierten viele einfache Punkte. „Wir konnten in der Defensive unsere Pläne leider überhaupt nicht umsetzen“, so Nagy. Darüber hinaus hatten die Youngstars wie schon vergangene Woche gegen Langen große Probleme im Zusammenspiel, die sich in 21 Ballverlusten niederschlugen.
„Im Prinzip waren wir heute chancenlos“, brachte es Nagy auf den Punkt. Lediglich die ersten eineinhalb Minuten gehörten den Weißenhornern. Dustin Ware, der mit 24 Punkten einer der wenigen Lichtblicke im Team war, brachte die Youngstars mit dem ersten Angriff der Partie in Führung. Wenig später erhöhte Barkley Falkner auf 4:2. Im Folgenden übernahmen aber die Hausherren das Kommando: Sie trafen im nächsten Angriff per Dreier zum 5:4 und gaben die Führung fortan nicht mehr aus der Hand. Mitte des ersten Viertels betrug der Vorsprung der Sachsen bereits zehn Zähler (18:8), eine Minute vor Ende des Abschnitts lagen die Youngstars mit 13 Punkten Differenz zurück. Dank eines Dreiers von Stefan Truong zum 17:26 konnte Weißenhorn in der Schlussphase des ersten Viertels noch ein wenig Boden gutmachen. Das zweite Viertel ging wiederum klar an die Leipziger, die die Weißenhorner Fehler zu nutzen wussten und sich weiter absetzten. Nach vier gespielten Minuten im zweiten Abschnitt erhöhten die Uni-Riesen ihre Führung auf 18 Punkte, zur großen Pause stand es 49:35. Der Beginn des dritten Viertels machte Hoffnung aus Weißenhorner Sicht: Durch Körbe von Joschka Ferner, Dustin Ware und Jonathan Maier kamen die Gäste bis auf neun Punkte an Leipzig heran. Die starke Phase der Youngstars war jedoch nur von kurzer Dauer. Mitte des dritten Viertels legte Leipzig wieder eine Schippe drauf und sorgte durch einen 9:0-Lauf für klare Verhältnisse (60:42). In den verbleibenden Minuten des dritten Abschnitts hielten die Uni-Riesen ihren Gegner auf Distanz und gingen mit einer beruhigenden 69:54 Führung in das letzte Viertel. Spätestens nachdem Small Forward Algirdas Macevicius achteinhalb Minuten vor Ende per Freiwurf den Vorsprung seines Teams auf 21 Punkte ausbaute (75:54), zweifelte niemand mehr am Ausgang der Partie. Durch 12 Punkte in den letzten knapp drei Minuten konnten die Youngstars noch etwas Schadensbegrenzung betreiben. Nachdem die Generalprobe für die Play-downs gründlich daneben ging, steht für Nagy und sein Team in der kommenden Woche jede Menge Arbeit an. „Wir werden alles dafür tun, damit wir in den kommenden sechs Spielen ein anderes Gesicht zeigen&
amp;amp; amp;ldquo;, versprach Nagy. Aller Voraussicht nach starten die Weißenhorner am kommenden Samstag mit einem Derby bei den Giants Nördlingen, die nach ihrer knappen Niederlage gegen Rhöndorf ebenso wie Speyer und Leitershofen zu den kommenden Gegnern der Youngstars gehören. Weißenhorn Youngstars: Ware (24 P.), Schlüter (13 P.), Volk (9 P.), Shtein (8 P.), Falkner (7 P.), Maier (6 P.), Ferner (5 P.), Truong (3 P.)



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