Ulm News, 26.01.2014 14:51
Nachrichten aus dem Fußballbezirk Donau-Iller
SPIELBETRIEB-Umstellung aufs Kalenderspieljahr
Keine Umstellung aufs Kalenderspieljahr lautet das eindeutige Fazit einer Befragung, die der Württembergische
Fußballverband (WFV) bei seinen Vereinen in allen 16 Bezirken durchgeführt hat. Zwei von 112 befragten Klubs im Bezirk Donau/Iller-Vereine sprachen sich für eine Änderung des Spielkalenders aus.
Die Argumente sind bekannt: Zur schönsten Jahreszeit ruht der Fußball-Spielbetrieb, im Winter wird auf gefrorenem Boden gekickt, Spielausfälle sind programmiert, die Regeneration der Sportplätze leidet. Nicht zuletzt durch die Fußball-WM 2022 in Katar ist eine Umstellung des Spielplans aufs Kalenderjahr ein ständiges Diskussionsthema.
Nach den Profi-Clubs hat jetzt auch der Amateur-Fußball erhebliche Bedenken gegen eine Änderung des Status Quo. Im WFV
hat man sich aktuell Gedanken dazu gemacht. "Es gibt durchaus Ernst zu nehmende Gründe für eine Anpassung des Rahmenterminkalenders an das Kalenderjahr. Die meisten Argumente für eine solche Veränderung haben mit den Jahreszeiten und dem Wetter zu tun", erklärt Thomas Proksch, Abteilungsleiter Spielbetrieb beim WFV.
In den zurückliegenden Monaten wurde umfassende Meinungsbildung betrieben. Ein Hauptaugenmerk wurde dabei auf die verantwortlichen Spielleiter in den Amateur-Vereinen gelegt, die um ihre Einschätzung gebeten wurden. Mit den Stellungnahmen sollte ein Stimmungsbild erstellt werden, das eine Zusammenstellung der Pro- und Contra-Argumentehinsichtlich einer möglichen Umstellung widerspiegeln sollte.
Bezirksvorsitzender Manfred Merkle befragte deshalb im November vergangenen Jahres 112 Vereine seines Bezirks um ihre Meinung und bekam eine deutliche Absage für eine Umstellung des Spielrhythmus'. „Nur zwei Vereine argumentierten dafür“, berichtet Merkle. „Keine Rücksichtnahme auf Ferienzeit, die Relegationsspiele würden auf schlechten Platzverhältnissen ausgetragen, die Saisonvorbereitung wäre im Januar und Februar und weniger Zeit für Platzregeneration“, nennt der
ranghöchste Bezirksvertreter nur einige von vielen negativen Aspekten. Das Votum im Bezirk Donau/Iller viel ähnlich eindeutig wie in den anderen 15 Bezirken des WFV aus.
Rund zwei Drittel aller Befragten sehen laut einer Umfrage der Deutsche Fußball Liga (DFL) unter den Entscheidungsträgern der 36 Lizenzclubs keine Vorteile in einer Umstellung des Spielplans auf das Kalenderjahr. Für die Beibehaltung der derzeitigen Praxis spricht der Erhebungen zufolge vor allem, dass sich für keinen Bereich klare Vorteile ergäben, wenn das Spieljahr an das Kalenderjahr angepasst würde.
Wesentliche Aspekte, die aus Sicht der Befragten für eine Beibehaltung des bisherigen Spielplans sprechen, sind Tradition, die Ferienzeit im Sommer sowie die Verzahnung mit dem Amateursport. Einig sind sich nahezu alle Beteiligten darin, dass es bei einer möglichen Umstellung des Spielplans keinen Alleingang der Bundesliga geben dürfe. Damit lehnt eine überwiegende Mehrheit der Befragten eine Umstellung des Spieljahres auf das Kalenderjahr ab.
„Diesem Votum schließen sich der Verbands-Spielausschuss und das WFV-Präsidium an und tragen dem Wunsch der
Vereinsverantwortlichen Rechnung“, erklärt WFV-Präsident Herbert Rösch und kündigt an: „Eine Änderung ergibt nur dann
einen Sinn, wenn wir deutliche Verbesserungen erreichen können. Unsere Haltung werde ich beim DFB einbringen."





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