Ulm News, 12.09.2013 14:00
Mehr Spanier für das regionale Handwerk
Die Handwerkskammer Ulm wird ihr Projekt „Azubis aus Spanien“ auch in 2014 fortführen. Damit begegnet sie dem Interesse der hiesigen Betriebe auch ausländische Jugendliche im Handwerk zu beschäftigen.
Aktuell haben die ersten neun Auszubildenden ihren Lehrvertrag unterschrieben und damit ihre Ausbildung in Deutschland offiziell begonnen. „Der bisherige Projektverlauf ist grundlegend positiv“, betont Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Die Jugendlichen fingen an sich in Deutschland wohlzufühlen und auch der Betrieb sei mit der gezeigten Leistung zufrieden. „Es zeigt sich aber, dass der Erfolg mit dem Engagement des Betriebes unmittelbar zusammenhängt“, so Mehlich. Neben dem beruflichen Umfeld müsse auch die kulturelle und soziale Integration weiter optimiert werden. Für das kommende Jahr plant die Kammer beispielsweise das Angebot an Sprachkursen auszuweiten. Mehlich zeigt sich für den weiteren Projektverlauf optimistisch, nachdem bereits rund 80 Betriebe interessiert sind: „Wir verzeichnen zahlreiche Anfragen aus dem regionalen Handwerk und könnten wohl zwischen 40 und 50 Auszubildende aus Spanien unterbringen.“ Nachdem aktuell noch über 100 Lehrstellen im Handwerk offen sind, müsse man weiter alle vorhandenen Potentiale angehen. Mehlich: „Unser Mittel gegen den Fachkräftebedarf lautet: Lasst tausend Blumen blühen! Es gib kein alleiniges Allheilmittel, sondern viele Erfolge im Kleinen.“ Neben den Azubis aus Spanien lägen diese auch in der Ausbildungsberatung türkischer Jugendlicher oder im Abschluss von Bildungspartnerschaften zwischen Betrieben und Schulen. Das größere Potential an ausbildungsfähigen Jugendlichen sieht Mehlich demnach auch nicht in Spanien, sondern in den Übergangsbereichen des deutschen Schulsystems: „Es ist auch unsere Aufgabe die Unentschlossenen und Unversorgten, die in deutschen Schulsystemen Zeit absitzen, in Lohn und Arbeit zu bringen und nicht einfach ein oder zwei Jahre weiter zu beschulen.“ Diese Übergangsbereiche hätten früher Sinn gemacht, jetzt nicht mehr. Mehlich: „Die dortigen Schüler brauchen den direkten Anschluss an das Leben und die Betriebe. Hier sind wir auf die Unterstützung der Politik angewiesen. “




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