Ulm News, 19.08.2013 16:42
IHK: Internationaler Erfolg der Exportwirtschaft schafft neue Stellen im Inland
Die Unternehmen in Baden-Württemberg haben ihr Auslandsgeschäft im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Dadurch konnten sie nicht nur ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch den heimischen Arbeitsmarkt stärken. Das ergab die Umfrage „Going International 2013“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
Rund 90 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen aus dem Südwesten haben ihren Personalbestand gehalten oder sogar zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Fast ein Drittel hat das Personal im Inlandsgeschäft aufgestockt, ein Viertel hat neue Mitarbeiter für das Exportgeschäft eingestellt. Bei rund 37 Prozent der auslandsaktiven Betriebe sind neue Stellen in ausländischen Tochterfirmen hinzugekommen. Damit beschäftigt nun jedes zweite auslandsaktive baden-württembergische Unternehmen Mitarbeiter im Ausland. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und rund zehn Prozentpunkte mehr als der aktuelle bundesweite Durchschnitt. „Diese Zahlen zeigen, dass sich ein florierendes Auslandsgeschäft auch positiv auf den Arbeitsmarkt im Inland auswirkt“, erklärt Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm. Allerdings dürften diese positiven Entwicklungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Unternehmen zunehmend mit Schwierigkeiten beim Export zu kämpfen haben. Fast 40 Prozent der im Ausland aktiven Betriebe geben an, dass sie zunehmend Handelshemmnisse spürten. Die größten Hindernisse sind verstärkte Sicherheitsanforderungen. Davon sind rund 60 Prozent der Unternehmen, die Handelshemmnisse feststellen, betroffen. An zweiter Stelle stehen lokale Zertifizierungsanforderungen (52 Prozent), gefolgt von höheren Zöllen (31 Prozent). Betroffen davon sind auch zunehmend Exportfirmen in der Region, das hat eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern des Ausschusses International der IHK Ulm gezeigt. Die Mehrzahl der Firmen bestätigt die deutliche Zunahme der Handelsbeschränkungen. Besonders drastisch von dieser Entwicklung betroffen sind die Exporte in die USA, nach China, Brasilien und Russland. Vor allem neue technische Zulassungsvorschriften, Normen und Zertifizierungsvorschriften führen zu einer Behinderung und zu Erschwernissen in der Exportabwicklung vor allem für mittelständische Exportfirmen. So werden beispielsweise einmal geforderte Zulassungszertifikate plötzlich nicht mehr anerkannt oder es werden neue ergänzende Zertifizierungen oder Bescheinigungen zusätzlich eingefordert. Die zahlreichen Beschränkungen sind ein Klotz am Bein unserer Exportwirtschaft. Nichttarifäre Handelshemmnisse werden nach Einschätzung von IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle in Zeiten einer schwächelnden Weltwirtschaft zunehmend zum Problem.





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