Ulm News, 29.01.2013 12:17
Großeinsatz nach falschem Alarm
Ein telefonischer Notruf mit einer absichtlich falschen Mitteilung löste am gestrigen Montag in Neu-Ulm einen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus.
Für den Anrufer hat dies Folgen. Kurz nach 15.30 Uhr meldete ein vermeintlicher Anwohner der Kellergasse in Pfuhl einen Dachstuhlbrand an seinem Haus. Der Anrufer teilte am Polizeinotruf weiter mit, dass angeblich seine Oma gezündelt hätte. Dadurch sei in ein Brand ausgebrochen. Der Dachstuhl des Reihenhauses sei bereits in Brand. Die Bewohner hätten es alle noch rechtzeitig aus dem Haus geschafft. Aufgrund dieser Brandmitteilung rückten unverzüglich die Feuerwehren Neu-Ulm, Pfuhl, und zur Unterstützung die Wehren aus Burlafingen und Thalfingen mit insgesamt fünf Fahrzeugen und 35 Mann zum Einsatzort aus. Auch der Rettungsdienst und vier Polizeistreifen begaben sich zur gemeldeten Brandstelle. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass es gar keinen Brand gab und der vermeintliche Anrufer gar nicht selbst den Notruf getätigt hatte. Deshalb nahm die Neu-Ulmer Polizei die Ermittlungen auf. Diese führten recht schnell zum tatsächlichen Anrufer. Dabei handelte es sich um einen 53 Jahre alten ehemaliger Bewohner der Kellergasse, der mittlerweile im Landkreis Tübingen lebt. Der Mann wollte durch diesen Anruf vermutlich seinen früheren Nachbarn schädigen, als welchen er sich bei der Notrufmitteilung ausgab. Gegen den 53 Jährigen tatsächlichen Mitteiler wurde ein Strafverfahren wegen Missbrauch von Notrufen eingeleitet. Ferner darf dieser auch die Kosten des Einsatzes von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst tragen. Wie hoch diese sein werden ist noch nicht bekannt.




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