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Ulm News, 11.01.2013 19:00

11. January 2013 von Thomas Kießling
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Mehr Sicherheit zur Fasnet


Um für mehr Sicherheit zur Fasnetszeit zu sorgen macht die Polizei jetzt wieder mobil. Mit Kontrollen und Informationen will sie dazu beitragen, dass weniger Fahrer unter Alkoholeinfluss unterwegs sind und weniger exzessiv dem Alkohol zugesprochen wird.

Denn das fördert nach den Erfahrungen der Polizei Gewalt. Die Planungen laufen seit Monaten, jetzt geht es in die heiße Phase. Die ersten Fasnetsveranstaltungen sind schon vorbei. Die Vorjahre haben nicht nur der Polizei gezeigt, dass Alkohol eine Ursache für viele Probleme ist. Das beginnt mit dem Weg zu den Veranstaltungen und wieder nach Hause. Mancher Fahrer unterschätzt die gefährliche Wirkung des Alkohols und setzt sich ans Steuer, obwohl er dafür einen zu hohen Promillewert hat. Schon ab 0,3 Promille können gefährliche Mängel beim Fahrer auftreten. Für ungeübte Fahranfänger gilt deshalb ein absolutes Alkoholverbot. Wer sich so nicht überzeugen lässt, dem drohen hohe Bußgelder, Punkte und Fahrverbot oder gar der Entzug der Fahrerlaubnis. Damit sollen schwere Verkehrsunfälle verhindert werden. Denn die Statistik zeigt: Alkohol ist eine Haupt-Unfallursache. In den letzten drei Wochen der Fasnet 2012 hat die Polizei 25 Fahrer unter Alkoholeinfluss aus dem Verkehr gezogen, also mindestens einen pro Tag. Außerdem erwischten die Polizisten in Ulm und im Alb-Donau-Kreis fünf Fahrer unter Drogeneinfluss. Im gleichen Zeitraum ereigneten sich zehn Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, bei denen drei Personen verletzt wurden. Mit ihren intensiven Kontrollen, gerade auch im Umfeld von Veranstaltungen, will die Polizei solche Unfälle so weit wie möglich verhindern und berauschte Fahrer aus dem Verkehr ziehen, bevor etwas passiert. Polizisten werden sich auch auf den Veranstaltungen zeigen und so deutlich machen, dass sie ein Auge auf die Sicherheit auf der Veranstaltung und im Umfeld haben. Die Veranstalter unterstützt die Polizei schon bei der Planung und gibt Tipps, wie sich der Jugendschutz durchsetzen lässt und Alkoholexzesse vermieden werden können. Während die Veranstalter dann auf dem Fest Sorge tragen, kontrollieren die Polizisten im Umfeld, um so genannte Rucksacktrinker zur Raison zu bringen. Das sind die Besucher, die Alkohol in den Taschen zum Fest mitbringen. Diejenigen, die in den Vorjahren wegen Gewalt aufgefallen sind, sollen erst gar nicht zu den Veranstaltungen gehen dürfen. Dazu stehen Veranstalter, Polizei und Gemeinden im Kontakt. Bei diesen Gesprächen sollen auch Sicherheitskonzepte maßgeschneidert für jede Veranstaltung erarbeitet werden, wobei bereits viele Veranstalter auf erfolgreiche Konzepte aus den Vorjahren zurückgreifen können. Denn jeder Veranstalter weiß, dass die Feste lieber besucht werden, auf denen es keine Randale gibt. Besuchern, die sich nicht an die Regeln halten, drohen unter Umständen Bußgelder, Gewahrsamnahmen oder Strafanzeigen. Daneben müssen sie die Kosten tragen, die sie durch ihr Verhalten verursacht haben. Allen anderen wünscht die Polizei eine fröhliche und sorgenfreie Fasnet.



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