Ulm News, 09.01.2013 16:04
Das Handwerk profitiert vom neuen Anerkennungsgesetz
Die Integration ausländischer Fachkräfte in den hiesigen Arbeitsmarkt wird zunehmend erleichtert. Eine Zwischenbilanz des sogenannten Anerkennungsgesetzes zeigt, dass Fachkräfte aus dem Ausland die neu geschaffenen Regelungen in Anspruch nehmen und das Handwerk davon profitieren kann.
Nachdem das Gesetz im April 2012 in Kraft getreten ist, wurden nun die ersten positiven Bescheide erteilt. „Das Gesetz ist ein Instrument zur besseren Integration von Menschen und ihren Qualifikationen, die ihre Berufsabschlüsse im Ausland erworben haben“, erklärt Karin Schmid, Geschäftsführerin Recht und Bildung bei der Handwerkskammer Ulm. Es beauftragt die Kammern Bildungsabschlüsse unterschiedlicher Länder zu vergleichen, einzuordnen und ihre eventuelle Gleichwertigkeit festzustellen. Frage ist beispielsweise, ob sich ein ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland selbstständig machen darf, wofür im Regelfall der Meisterbrief nach deutschem Recht als Referenzabschluss notwendig ist. Bisher gibt es Bezirk der Handwerkskammer Ulm insgesamt 40 Anträge aus dem Bereich der Gesellen und 16 Anfragen aus dem Bereich der Meister. Diese kommen insbesondere aus dem Elektro- und Metallbereich mit dem räumlichen Schwerpunkt Osteuropa. Ein Großteil der Entscheidungen steht noch aus, da beispielsweise die eingereichten Unterlagen unvollständig sind. Schmid sieht die Instrumente zur Fachkräftesicherung im Handwerk dadurch um ein Element erweitert: „Das Handwerk bietet weiterhin beste Berufsperspektiven, unabhängig von der der persönlichen Herkunft. Das Anerkennungsgesetz ist ein Baustein unseres Beratungsengagements als Dienstleister vor Ort.“ Es existiere ein hoher Beratungsbedarf, welcher im persönlichen Gespräch am besten erfüllt werden könne. Hier werde das neue Recht erläutert, die individuellen Anliegen betrachtet und weitere Vorgehensweisen aufgezeigt. Schmid betont: „Wir rechnen nicht mit einem Ansturm an Antragsstellern aus dem Ausland. Bisher konnten wir mit jedem Interessierten eine individuelle Berufsplanung angehen und entsprechende Perspektiven formulieren.“ Gleichzeitig gehe es darum, die Qualitätsstandards des Gesellen- und Meisterbriefes als Merkmal des Verbraucherschutzes zu erhalten.




Highlight
Weitere Topevents
DING setzt acht Busse zusätzlich ein wegen teilweiser Sperrung des Ulmer Hauptbahnhof ab Mitte Januar
Baumaßnahmen am Ulmer Hauptbahnhof erfordern Änderungen in Fahrplänen des Öffentlichen Personen...weiterlesen
Neue Fotos zu den Dramatische Szenen in der Blaubeurerstraße in Ulm: die Polizei stoppt Messerstecher mit einigen Schüssen
Neue Fotos zu einer schrecklichen Tat, die durch Polizeischüsse später auch schrecklich endet: Nach...weiterlesen
Polizei, LKA und Staatsanwaltschaft sagen: 29-jähriger Mann geht in Ulmer Elektromarkt mit Messer auf zwei Personen los - danach fallen Schüsse
In einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm, des Polizeipräsidiums Ulm und des...weiterlesen
49-Mio-Euro-Geldsegen zusätzlich: Land fördert Ulmer Blaubeurer Ring mit B10-Tunnel und neuer Brücke
Das Land unterstützt die Stadt Ulm bei der Erneuerung der B 10 durch zusätzliche Fördermittel. Das...weiterlesen
Vermisst! Ein Klick mit fatalen Folgen
Ein junges Mädchen aus dem Alb-Donau-Kreis wird vermisst. Die verzweifelten Eltern suchen auf Facebook...weiterlesen
Zweifelhaftes Glanzlicht der Woche: Erbschaft unter den Nagel gerissen und als Stiftungs-Verwalter gleich noch bereichert?
Es klingt wie das Drehbuch eines Wirtschaftskrimis, ist aber bittere Realität in Ulm und Neu-Ulm: Ein...weiterlesen
Trauriges Glanzlicht der Woche: Haftbefehl erlassen - Nachtrag der Behörden zum Messerangriff eines 29-Jährigen und den Schüssen der Polizei
Nachtrag in einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und der Polizei: Nun drei...weiterlesen
Viele Fragen bleiben beim Stellwerksumbau beim Ulmer Hauptbahnhof offen
Der Ulmer Hauptbahnhof ist für eine Woche eine riesige Baustelle. Die Deutsche Bahn nutzt die...weiterlesen







