Ulm News, 01.12.2012 10:00
Einweihung der Synagoge wird zum Großereignis
Bevor die neue Synagoge in Ulm am 2. Dezember eingeweiht wird, werden drei Tora-Rollen in einem feierlichen Zug vom Judenhof zum Neubau am Weinhof getragen. Am Sonntagnachmittag gilt in der Ulmer Innenstadt die höchste Sicherheitsstufe, das Bundespräsident Joachim Gauck, Bildungsministerin Dr. Annette Schavan, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, – voraussichtlich – der Vize-Premierminister Israels und zahlreiche Vertreter des Zentralrats der Juden dem Festakt beiwohnen werden.
Der Weinhof in Ulm am 2. Dezember ab 13 Uhr abgeriegelt und streng bewacht. Der Platz kann erst nach einem Sicherheitscheck mit Personen-und Taschenkontrollen betreten werden. Der Zugang ist von unten ab der Gaststätte „Zur Zill“ gesperrt. Die Besucher, die keine Einladung haben und die im 1000 Personen fassenden Zelt vor dem Schwörhaus den Festakt via Live-Übertragung verfolgen wollen, können den Platz nur über die Kronengasse erreichen. Auch für den Zugang des Zelts wird eine Personen- und Ausweiskontrolle notwendig. Die rund 300 geladenen Gäste der israelitischen Religionsgemeinschaft und Politiker gelangen zur streng bewachten Synagoge über die Sattlergasse. Auch für die geladenen Gäste gilt eine strenge Einlasskontrolle. Etwa 100 geladene Gäste können die feierliche Zeremonie direkt im Gebetsraum der Synagoge verfolgen, der Rest der jüdischen Gemeindemitglieder sitzt im Gemeindesaal. Auch hierhin wird die Feier, bei der Bundespräsident Joachim Gauck ein Grußwort hält, übertragen. Ohne Kontrollen und öffentlich ist der dagegen der feierliche Zug, bei dem drei Tora-Rollen der jüdischen Gemeinde vom Judenhof zur Synagoge am Weinhof getragen werden. Die Tora-Rollen sind die heilige Gegenstände und machen die Synagoge erst zur Synagoge. Die jüdische Gemeinde wünscht und hofft, dass möglichst viele Ulmer an den feierlichen Umzug teilnehmen. Dieser Zug durch die Ulmer Innenstadt findet allerdings noch ohne die prominenten Politiker statt. Bundespräsident Joachim Gauck kommt direkt zur Feier in die Synagoge, die um 16.15 Uhr beginnen wird. Er landet entweder in Laupheim oder in der Wilhelmsburg und wird dann mit einer Limousine zur Synagoge gefahren. Nach seinem Grußwort wird sich Gauck im Schwörhaus ins Goldene Buch der Stadt Ulm eintragen. Ein längeres Gespräch mit Oberbürgermeister Ivo Gönner ist nicht geplant, ebenso auch keine Übernachtung in Ulm. Unklar ist, ob der israelische Vizepremier Silvan Shalom nach Ulm kommt. Wegen der angespannten Lage in Nahost besteht derzeit ein Reiseverbot für Kabinettsmitglieder der israelischen Regierung. Wenn der hochrangige Politiker absagt, wird der israelische Botschafter nach Ulm reisen. Nach der Einweihung soll sich die Lage aber schnell entspannen. Die jüdische Gemeinde öffnet das Gemeindezentrum den Ulmern erstmals am 6. Dezember, ab 18 Uhr. Weitere Tage der offenen Tür sollen folgen, an den die Ulmerinnen und Ulmer die Synagoge besichtigen können.




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