Ulm News, 14.10.2012 18:00
Ironisches zwischen Mensch und Tier - Birgit Franke stellt im Landratsamt Neu-Ulm eine Auswahl ihrer „Bildergeschichten“ aus
Ein Frosch küsst eine schwarze Schönheit. „Der Frosch heißt Boris“, sagt Malerin Birgit Franke und lacht. Ein Schelm, der Richtiges dabei denkt. Ja, Boris Becker und seine Vorliebe für dunkelhäutige Frauen spießt das von ihr gemalte Bild „Frosch Boris’ Traum vom Glück“ auf. Es sind solche augenzwinkernde Geschichten, welche die Künstlerin aus Oberelchingen mit Acrylfarben auf Leinwand erzählt. Eine Auswahl von Birgit Frankes Gemälden ist von nun an bis April 2013 im Landratsamt Neu-Ulm ausgestellt.
Der Malstil der 64-jährigen Autodidaktin könnte als „ironischer Realismus“ bezeichnet werden. Vielfach spielen Tiere, meist Hunde oder Katzen, eine Rolle in den Bildern der Tierliebhaberin, die selbst mit einem Rauhaardackel und einem Podenco (spanischer Windhund) lebt. „Ein Leben ohne Tiere kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Birgit Franke. Und auch die Malerei ist ihr zur Passion geworden. Das sieht man ihren Bildern an. Der Blick fällt auf ihre Arbeit mit dem Titel „Der Dirigent oder das Hohe C“. Dargestellt ist eine Geigerin, vor der eine Katze aus der unteren Bildecke heraus faucht. „Eine Geigerin des Staatsorchesters Mainz sagte mir im Gespräch über das Bild: Die Katze sieht aus wie mein Dirigent, wenn ich falsch gespielt habe.“ Birgit Franke, geboren in Kassel, wohnte über 20 Jahre in Mainz, ehe sie 1992 der Liebe wegen zuerst nach Ulm und dann mit ihrem jetzigen Mann nach Oberelchingen zog. Lange wagte sie sich nicht ans Malen heran. Dass zwei Onkel und eine Tante renommierte Maler waren beziehungsweise noch sind, empfand sie als Hypothek. Ob sie da würde mithalten können? Doch 2005 traute sie sich endlich und malte ihr Erstlingswerk mit dem treffenden Titel: „Der Anfang war ganz anders.“ Anders, als sie gedacht hatte. Ihr, so sagt sie, habe das Malen „Riesenspaß“ gemacht. Daran hat sich auch sieben Jahre später nichts geändert. 20 Geschichten habe sie derzeit im Kopf, die sie künstlerisch umsetzen wolle. Man darf gespannt sein, was daraus entsteht. Die Bildbetrachter dürften ihr Vergnügen daran haben, wenn auch die neuen „Bildergeschichten“ nur annähernd so geistreich und witzig daherkommen, wie zum Beispiel das Werk mit dem Titel „Das Glück vor der Erkenntnis“. Darauf hält eine Meerjungfrau beglückt einen roten Stöckelschuh in der Hand, den sie freilich nie wird anziehen können, was sie in der ersten Freude vergessen hat. 18 der 20 ausgestellten Bilder können gekauft werden. Der gesamte Verkaufserlös fließt an den Verein Hospiz Ulm, bei dem Birgit Franke engagiert. Kaufinteressenten melden sich bitte am Infoschalter im Eingangsbereich des Landratsamts (Kantstraße 8, Neu-Ulm) oder im dritten Obergeschoss. Franke sich



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