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Ulm News, 06.03.2012 16:49

6. März 2012 von Ralf Grimminger
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centrotherm steigert Umsatz auf fast 700 Millionen Euro - Operatives Ergebnis bei minus 19,8 Millionen Euro


Die centrotherm photovoltaics AG, Blaubeuren, ist in einem für die Solarbranche schwierigen Geschäftsjahr 2011 weiter gewachsen: Der Umsatz des weltweit führenden Technologie- und Equipmentanbieters der Photovoltaikbranche stieg nach vorläufigen Zahlen um 11,9 Prozent auf 698,5 Mio. Euro (Vorjahr: 624,2 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) sank im Berichtszeitraum 2011 von 101,3 Mio. Euro auf 10,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei minus 19,8 Mio. Euro (Vorjahr: 75,4 Mio. Euro). Insbesondere die anhaltend angespannte Branchensituation machte sich in der Ergebnisentwicklung 2011 bemerkbar.Das Unternehmen wird deshalb Personal abbauen, bundesweit vermutlich zwischen 200 und 400 Mitarbeiter.  

Einmaleffekte in Höhe von minus 75,0 Mio. Euro zeigten sich laut einer Centrotherm-Pressemeldung durch Anpassungen bei einzelnen Großprojekten, ein marktbedingt schwaches operatives Ergebnis und die entsprechenden Wertberichtigungen im dritten und vierten Quartal. Durch die überraschend drastisch verschlechterte Markt- und Finanzlage konnte die Guidance für das Geschäftsjahr 2011, einen Konzernumsatz über 710 Mio. Euro bei einer leicht positiven EBIT-Marge zu erzielen, nicht erreicht werden. Entwicklung in den Segmenten Im Segment Solarzelle & Modul konnte gegen den allgemeinen Branchentrend in einem schwierigen Jahr 2011 der Umsatz von 404,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 607,9 Mio. Euro gesteigert werden. Die angespannte Marktsituation insbesondere im vierten Quartal 2011 führte zu Verschiebungen und Stornierungen einzelner Projekte und erforderte eine Neubewertung der Vorräte. Dadurch sank das operative Segmentergebnis auf 71,9 Mio. Euro (Vorjahr: 91,6 Mio. Euro). Im Segment Silizium & Wafer betrug der Umsatz 57,9 Mio. Euro (Vorjahr: 201,7 Mio. Euro). Das EBIT belief sich auf minus 70,3 Mio. Euro (Vorjahr: 21,2 Mio. Euro). Die Geschäftsentwicklung im Segment wurde wesentlich durch die angespannte Branchensituation und den Preisverfall für Polysilizium beeinflusst. Vor dem Hintergrund der extrem verschlechterten Markt- und Finanzlage sah sich der Vorstand, so heißt es weiter in der Pressemitteilung,  im dritten Quartal 2011 veranlasst, Anpassungen bei einzelnen Großprojekten vorzunehmen, die das operative Segmentergebnis deutlich negativ belasteten. Im Segment Dünnschichtmodul wurden Umsatzerlöse von 32,7 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 18,0 Mio. Euro) – und überwiegend in der 100-prozentigen Tochter FHR Anlagenbau erwirtschaftet. Das EBIT belief sich erwartungsgemäß auf minus 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: minus 37,4 Mio. Euro). Branchenumfeld prägt Auftragsentwicklung Das abgelaufene Berichtsjahr war durch die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten, das schwierige Marktumfeld in der PV-Branche und die Investitionszurückhaltung der Kunden gekennzeichnet. Dennoch verzeichnete centrotherm photovoltaics im Geschäftsjahr 2011 neue Aufträge mit einem Volumen von insgesamt 423,4 Mio. Euro als Auftragseingang. 90 Prozent der Aufträge wurden im Segment Solarzelle & Modul gewonnen. Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 2011 423,0 Mio. Euro. Davon entfielen 234,6 Mio. Euro auf das Segment Solarzelle & Modul, 176,1 Mio. Euro auf das Segment Silizium & Wafer und 12,3 Mio. Euro auf Aufträge im Segment Dünnschichtmodul. Effizienzprogramm „ct focus“ initiiert Auf die anhaltend angespannte Marktsituation hat der Vorstand reagiert und - ergänzend zu den bereits bestehenden Kosten- und Vertriebsinitiativen - das Effizienzprogramm „ct focus“ initiiert. Erklärtes Ziel des Programms ist es, mit einer schlanken und effizienten Organisationsstruktur und dem strategischen Fokus auf kristallines Silizium entlang der photovoltaischen Wertschöpfungskette, nachhaltig profitabel zu wachsen. Dazu werden im ersten Schritt die Kosten signifikant gesenkt und die Personalkapazitäten innerhalb des Konzerns angepasst. Insgesamt sollen bis Ende 2013 rund 22 Mio. Euro jährlich eingespart werden. Neben der Refokussierung auf das Geschäft mit Produktionsanlagen und Technologien für die Herstellung kristalliner Solarzellen und module sowie die Produktion von Reinst-Silizium wird der Ausbau des Bereichs Halbleiter & Mikroelektronik ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Programms sein. Im Rahmen von „ct focus“ hat der Vorstand des Weiteren beschlossen, das Segment Dünnschi chtmodul am Standort Blaubeuren zu schließen und Teilbereiche nach Asien zu verlagern. Damit werden Ressourcen gebündelt und es entsteht eine marktnahe Einheit. Eine umfassende Vertriebsoffensive aller Geschäftsbereiche rundet das Maßnahmenpaket von „ct focus“ ab. "Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Berichtsjahr 2011 zeigt, dass wir uns trotz exzellenter Marktposition und Technologiestärke dem schwierigen Branchenumfeld nicht entziehen konnten“, erklärt Dr. Thomas Riegler, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics AG. "Wir befinden uns weiterhin in einem turbulenten Marktumfeld mit verhaltenen Auftragseingängen. Daher müssen wir unsere Organisation und Kapazitäten flexibel anpassen, um zukünftige Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten."
Robert M. Hartung, Sprecher des Vorstands der centrotherm photovoltaics AG, resümiert: „Das Geschäftsjahr 2011 hat große Herausforderungen an uns gestellt. Durch die überraschend verschlechterte Markt- und Finanzlage, insbesondere in den letzten Wochen des Jahres, haben wir die von uns gesetzten Ziele nicht erreichen können. Dennoch freut es mich, dass wir in unserem traditionell starken Geschäft Solarzelle & Modul gegen den allgemeinen Branchentrend neue Aufträge gewinnen konnten und unsere Umsatzerlöse im Segment um 50 Prozent gesteigert haben. Mit der Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen, einem starken Großprojektgeschäft und dem Vertriebsblick auf die MENA-Staaten haben wir uns für die Zukunft strategisch sehr gut positioniert. Denn mittel- und langfristig sehen wir die Photovoltaik durch den weltweit steigenden Energiebedarf und die begonnene Energiewende ganz klar auf Wachstumskurs. Davon wollen wir mit einer schlanken und effizienten Organisation profitieren."

 



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