Ulm News, Heute, 17:00
Null Toleranz für rücksichtsloses Verhalten auf der Straße
Null Toleranz für rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr, sagt das Polizeipräsidium Ulm und verstärkt ihre Maßnahmen gegen die Raser- und Poserszene.
Nach einer besorgniserregenden Serie von schweren Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr verschärft das Polizeipräsidium Ulm den Kontrolldruck auf die sogenannte Raser- und Poserszene. Um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen, wurde die Ermittlungsgruppe (EG) Posing eingerichtet. Hintergrund der intensiven Maßnahmen ist die traurige Bilanz des vergangenen Jahres, in dem bei vier Raserunfällen insgesamt sieben Menschen ums Leben kamen.
Die Arbeit der Polizei richtet sich gezielt gegen Personen, die den öffentlichen Verkehrsraum als Bühne für gefährliche Selbstdarstellung missbrauchen. Hierunter fallen illegale Kraftfahrzeugrennen, gefährliche Fahrverhalten (z.B. Driften), Lärmbelästigungen durch technische Veränderungen und auch illegale Fahrzeugtreffen. "Die Maßnahmen richten sich nicht gegen Automobilbegeisterte oder die rechtstreue Tuning-Szene, die viel Zeit und Leidenschaft in ihre Fahrzeuge investiert", so der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Leitender Polizeidirektor Wolfgang Gerke. Es geht um jene kleine Gruppe, die durch massives Fehlverhalten die Sicherheit und Ruhe der Allgemeinheit gefährdet. "Wer den Straßenverkehr zur Rennstrecke umfunktioniert, muss mit der vollen Härte des Gesetzes und der Beschlagnahme seines Fahrzeugs und Führerscheins rechnen."
Dieser Ansatz hat sich bereits in den ersten Monaten bewährt. So konnten seit Oktober 2025 insgesamt 23 Ermittlungsverfahren wegen illegalen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet werden, 16 Pkw aus dem Verkehr gezogen und sechs Führerscheine beschlagnahmt werden.
Auch Fahrzeugführende, die an nicht angemeldeten illegalen Carmeets teilnehmen und dazu beitragen, dass es zu massiven Verkehrsbehinderungen, Müllablagerungen und Fahrzeuglärm kommt, müssen mit harten Konsequenzen rechnen.
Auf Organisatoren solcher Treffen können Gebührenbescheide in Höhe von mehreren tausend Euro zukommen. Bürgerinnen und Bürger können jederzeit "auffällige" Fahrzeuge oder Verkehrsteilnehmer über die hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse [email protected] melden. Hinweise mit Tag, Uhrzeit, Ort, Kennzeichen, Farbe und Typ des Fahrzeugs und/oder einer Beschreibung des auffälligen Verhaltens können mitgeteilt werden. Natürlich nimmt die Polizei diese Hinweise auch telefonisch (Tel.: 0731/188-0) oder persönlich entgegen. Sollte das Einschreiten der Polizei zeitlich dringend sein, ist eine telefonische Kontaktaufnahme jedoch sinnvoll, so die Polizei.
Foto: Symbolbild





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