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Ulm News, 06.02.2026 08:15

6. February 2026 von Thomas Kießling
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Uniklinik Ulm und RKU wachsen weiter zusammen


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Beschreibung: Uniklinik und RKU

Fotograf: Uniklinik Ulm

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Nach dem Abschluss des Betriebsübergangs ist das RKU seit Jahresbeginn vollständig in das Universitätsklinikum Ulm integriert worden, teilte die Klinik mit.

Im Dezember 2021 hatte die Uniklinik Ulm (UKU) bereits die 50%-igen Gesellschaftsanteile von den Sana Kliniken übernommen und das RKU seitdem als 100%-iges Tochterunternehmen geführt. Im Zuge der Zusammenführung hat sich auch der Name des RKU geändert: Aus den RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm wurde „Universitätsklinikum Ulm – Campus Nord Oberer Eselsberg“.

„Unser wichtiges Anliegen ist es, die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung in der Region zukunftsfähig aufzustellen“, so Prof. Dr. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKU. Dafür wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Modelle der Zusammenarbeit unter Einbezug des RKU-Betriebsrats entwickelt und bewertet. Angesichts der strukturellen Gegebenheiten und übergreifender Qualitätskriterien hat sich nach eingehender Prüfung ein vollständiger Betriebsübergang als vorteilhafteste Variante herauskristallisiert.

Insbesondere die aktuelle Krankenhausreform, die auf eine stärkere Zentralisierung und Spezialisierung der stationären Versorgung abzielt, war hierfür ausschlaggebend. Die Krankenhausreform bestätigt die Notwendigkeit für ein stärkeres Zusammenwachsen beider Standorte, was schon beim Erwerb der Gesellschaftsanteile der Sana Kliniken AG berücksichtigt worden war.

Mit der Umsetzung des Betriebsübergangs seien optimale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen am Oberen Eselsberg geschaffen. Wie diese in den Schwerpunktbereichen des ehemaligen RKU, der Neurologie, der Orthopädie und der Rehabilitation, aussehen könnte, erläutert Prof. Kaisers:

„Was die Neurologie betrifft, so wird die Akutversorgung von neurologischen Notfällen in der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme des Universitätsklinikums angesiedelt werden – denn viele Notfälle haben einen Bezug zur Neurologie. Gleichzeitig wird mit der Neurodegeneration ein neurowissenschaftlicher Schwerpunkt am Campus Nord weiterentwickelt: Dort entsteht ein Neubau für das DZNE (Deutsche Zentrum für Neurodege-nerative Erkrankungen e.V.), in den wir auch die Neuropathologie integrieren. Die Ortho-pädie wird am Campus Nord bleiben, ebenso wie die sehr erfolgreiche Reha-Medizin. Wir gehen außerdem davon aus, dass der Bereich Sportmedizin, die Psychiatrie sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie dort integriert werden.“

Kein Stellenabbau geplant

Für einen Großteil der Belegschaft aus knapp 1000 Kolleginnen und Kollegen ergeben sich durch die Übertragung keinerlei oder nur kleine unmittelbare Veränderungen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet, die in der Stadt und der Region hoch anerkannt wird. Sie sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Keiner der Beschäftigten wird durch den Betriebsübergang Nachteile erfahren“, so Prof. Kaisers.

Für den nicht-ärztlichen Dienst wurde mit der Gewerkschaft ver.di ein Überleitungstarifvertrag ver-handelt, der die Überleitung der Mitarbeitenden in den Tarifvertrag für die Arbeitnehmer*innen der Universitätsklinika Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm (TV UK) im Detail regelt und sicherstellt, dass durch den Übergang keine Schlechterstellung erfolgt. Für einen Großteil der Mitarbeitenden, insbesondere in den Pflegeberufen, ergeben sich teilweise deutliche Einkommensverbesserungen. In Bezug auf die Überleitung des ärztlichen Dienstes in den Tarifvertrag für Ärzte/Ärztinnen an Universitäts-kliniken (TV Ärzte) finden im Laufe des Jahres Gespräche statt.


Auch der Personalrat begleitet den Prozess konstruktiv: „Für uns stand von Beginn an im Mittelpunkt, die Interessen der Beschäftigten z u wahren und größtmögliche Transparenz zu schaffen. Der nun vollzogene Betriebsübergang bietet aus unserer Sicht die Chance, langfristige Perspektiven und sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten",  erklärt Lukas Pröttel, Vorsitzender des Personalrats. Entscheidend sei, dass die Mitarbeitenden "weiterhin aktiv eingebunden werden und ihre Erfahrung in die künftige Ausgestaltung einfließt“.

Auch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt die Integration:  „Die Integration des RKU in das Universitätsklinikum Ulm ist ein wichtige r Schritt, um die universitäre Spitzenmedizin in Baden-Württemberg weiter zu stärken und voranzubringen. Durch das Zusammenwachsen von Akut- und Rehabilitationsmedizin schaffen wir eine eng verzahnte Versorgungskette, die nicht nur den Patientinnen und Patienten zugutekommt, sondern auch Forschung, Lehre und Ausbi-dung am Standort Ulm nachhaltig verbessert. Dies ist ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, dass die Gesundheitsversorgung im ganzen Land für uns von außerordentlicher Bedeutung ist“, sagt Ministerin Petra Olschowski.

Auch Ministerialdirigent und Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Benz begrüßt diesen Schritt: „Für das Universitätsklinikum Ulm ergeben sich mit der damit erreichten Komplettierung des Fächerspekt-rums wichtige Entwicklungsperspektiven, die die hohe Versorgungsqualität und Forschungsleistung der Universitätsmedizin Ulm auch zukünftig sichern sollen. Ein großer Dank gilt dem Projektteam und allen Beteiligten, die diesen großen Schritt zum Jahreswechsel ermöglicht haben.“


Im Universitätsklinikum Ulm werden jährlich rund 56.000 Patient*innen stationär behandelt. Hinzu kommen knapp 270.000 ambulante Quartalsfälle. Rund .500 Mitarbeiter*innen leisten an den Standorten des Klinikums universitäre Spitzenmedizin. Mit 30 Kliniken und 16 Instituten bietet das Universitätsklini-kum den Patient*innen eine stationäre und ambulante Krankenversorgung auf höchstem Niveau. Das Universitätsklinikum Ulm verfügt über 1515 Betten und ist das größte Klinikum zwischen Ost-Württemberg, Schwäbischer Alb, Bodensee und Allgäu. An der Ulmer Universität absolvieren rund 4000 Studierende ein Studium an der Medizinischen Fakultät. 



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