Ulm News, 05.11.2011 22:48
Polizei verhindert Konflikte zwischen Fußballfans
Eine insgesamt positive Bilanz zieht die Polizeidirektion Ulm nach der Begegnung des SSV Ulm 1846 Fußball mit dem SSV Reutlingen. Mit ihrem Einsatz hat sie Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen verhindert, teilt die Polizei mit.
Wie angekündigt, war die Ulmer Polizei mit Unterstützung auswärtiger Kräfte im Einsatz, um aufkommende Gewalt zu verhindern. Stadionverbote bestanden für elf Fans aus Ulm und Reutlingen. 70 weitere Fans, die bei zurückliegenden Spielen durch Störungen aufgefallen, hatte die Polizei im Vorfeld gezielt angesprochen und auf Konsequenzen hingewiesen, die ihnen bei erneuten Störungen drohen.
Zwei Reutlinger Fans, die trotz Stadionverbots zum Spiel wollten, mussten die Beamten bis zum Spielende in Gewahrsam nehmen. Mindestens drei Ulmer Fans erwarten Strafanzeigen. Einer hatte einen Polizeibeamten beleidigt, der andere hatte versucht, einen Beamten zu verletzen. Der Dritte soll ein geparktes Auto beschädigt haben.
Sechsmal wurde in den beiden Fanblocks Pyrotechnik abgebrannt, auch hier ermittelt die Polizei gegen die Tatverdächtigen. In der zweiten Halbzeit kletterten mehrere Ulmer Fans auf den Zaun zum Spielfeld. Mehrfach forderten Ordner, Sicherheitsdienst und schließlich die Polizei diese Fans auf, das zu unterlassen. Gegen Ende der zweiten Halbzeit versuchten dennoch rund 20 aggressiv auftretende Ulmer Fans, den Zaun zu überwinden. Die Polizei schritt ein, um die dadurch drohende direkte Konfrontation mit den Reutlinger Fans zu verhindern.
Die Beamten mussten dabei kurzzeitig Hiebwaffen und Pfefferspray einsetzen, worauf sich die Situation rasch entspannte. Soweit bislang bekannt, ließen sich sieben Personen wegen Reizungen versorgen.
Mit ihrem bewährten Einsatzkonzept gelang es der Polizei, die beiden Fangruppierungen auf den Wegen von und zum Stadion, aber auch während des Spiels auseinanderzuhalten und direkte Konfrontationen und damit Schlimmeres zu vermeiden.



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