Ulm News, 02.01.2026 15:00
Eisiger Brandeinsatz in der Neujahrsnacht
Noch steht eine Bilanz für den Jahresumschwung aus, aber ein schwer Vorfall gilt es schon zu vermelden: Ein Wohnhaus stand in der Neujahrsnacht in Flammen. Über 90 Einsatzkräfte kämpften in Bernstadt gegen das Feuer. Die fünf Bewohner des Hauses waren glücklicherweise im Urlaub. Die Löscharbeiten wurden durch eisige Temperaturen erschwert, wie unser Korrespondent Thomas Heckmann berichtet.
Der Alarm ging kurz nach 2 Uhr morgens ein. Beim Eintreffen bot sich den Helfern ein dramatisches Bild. Kommandant Daniel Wolfahrt beschreibt die Lage: „Der Dachstuhl war bereits durchgebrannt.“ Ein Zugang zum Gebäude war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Eine brennende Überdachung versperrte den direkten Weg zum Hauseingang. Die eisigen Temperaturen von minus fünf Grad stellten eine große Herausforderung dar. Das Löschwasser gefror sofort auf der Straße. Die Einsatzstelle verwandelte sich in eine spiegelglatte Eisfläche.
„Wir haben da relativ schnell eine größere Menge Streusalz organisieren können“, so Wolfahrt. So wurde die Sicherheit der Einsatzkräfte gewährleistet. Auch zugefrorene Hydranten bereiteten anfangs Probleme. Große Sorge herrschte zunächst um die Bewohner des Hauses. Ihr Aufenthaltsort war anfangs unklar. Später kam die große Erleichterung für alle Helfer. „Es hat sich jetzt im Laufe des Einsatzes herausgestellt, dass die Bewohner alle im Urlaub sind“, berichtet der Kommandant. Für die ehrenamtlichen Helfer war der Einsatz eine Selbstverständlichkeit. Viele feiern Silvester ohnehin zurückhaltender. Man wisse, „dass die Silvesternacht vielleicht doch der Brennpunkt ist“, erklärt Wolfahrt. Über 90 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz. Zwei Drehleitern bekämpften das Feuer von beiden Gebäudeseiten.
Eine Drohne mit Wärmebildkamera half bei der Suche nach versteckten Glutnestern. Anwohner zeigten große Hilfsbereitschaft. Sie versorgten die Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Tee. Das Technische Hilfswerk sicherte später das einsturzgefährdete Gebäude. Die Brandursache ist noch völlig unklar, die Polizei ermittelt dazu. Rund um das Haus lag viel abgebranntes Feuerwerk. Für Kommandant Wolfahrt hatte der Einsatz auch persönliche Folgen. Ein geplanter Skiausflug mit der Familie musste wegen des Schlafmangels ausfallen. Ein kleines Opfer für die Rettung von Hab und Gut und die Sicherheit der Nachbarschaft durch die ehrenamtlichen Feuerwehrleute.
Text/Fotos: Thomas Heckmann




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