Ulm News, 18.11.2025 13:45
Neubau Friedrichsausteg: Planungswettbewerb entschieden
Der Friedrichsausteg über die Donau, eine der wichtigsten
Verbindungen zwischen Neu-Ulm und Ulm für den Fuß- und
Radverkehr, muss aufgrund seines schlechten baulichen
Zustands abgerissen und neu gebaut werden. Eine Sanierung
des rund 50 Jahre alten Stegs ist nicht mehr wirtschaftlich.
Um eine zukunftsfähige Lösung für den Neubau zu finden,
haben die Städte Ulm und Neu-Ulm einen gemeinsamen
Planungswettbewerb ausgelobt. Die Federführung für das
Projekt liegt bei der Stadt Neu-Ulm.
In der Preisgerichtssitzung am 17. Oktober 2025 hat die Jury
die Preisträger des Wettbewerbs bestimmt. Damit ist ein
weiterer wichtiger Schritt in Richtung Neubau getan.
„Mit dem Wettbewerb wollten wir die besten Ideen für eine
Brücke finden, die funktional, nachhaltig und zugleich
städtebaulich passend ist“, sagt Neu-Ulms
Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. „Der neue
Friedrichsausteg ist eine wichtige Verbindung über die Donau
und ein sichtbares Signal der engen Zusammenarbeit
zwischen Ulm und Neu-Ulm.“
Der Ulmer Baubürgermeister Tim von Winning betont die
Qualität und Vielfalt der eingereichten Entwürfe:
„Das Preisgericht hat eine große Bandbreite an
überzeugenden Lösungen gesehen. Mit dem Wettbewerb
konnten somit sehr gute Vorschläge für die Bauaufgabe
identifiziert werden.“
Preisträger des Wettbewerbs
Die Preisträger des Wettbewerbs sind:
1. Preis: Mayer Ludescher Partner Beratende Ingenieure mit
raumzeit Architekten und Lex Kerfers Landschaftsarchitekten
2. Preis: schlaich bergermann partner mit Terrabiota
Landschaftsarchitekten
3. Preis: Dr. Schütz Ingenieure mit netzwerkarchitekten und Y-
LA-Ando Yoo Landschaftsarchitektur
Die Entwürfe überzeugten die Jury insbesondere durch
folgende Aspekte:
• Städtebauliche Wirkung: Harmonische Einbindung in
das Ufer und die umliegenden Grünräume
• Architektonische Gestaltung: Funktionale,
ansprechende und wertige Brückenkonstruktionen
• Verkehrs- und Nutzungskomfort: Flachere Rampen für
Fußgänger und Radfahrende, gute Anbindung an das
Wegenetz
• Nachhaltigkeit: Materialien mit möglichst langer
Nutzungsdauer
• Technische Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit:
Effiziente Bauweise, wirtschaftliche Umsetzung
Mit den drei Preisträgern werden nun weitere Gespräche
geführt. Einer der Preisträger soll Anfang 2026 mit den
weiteren Planungen zur Umsetzung des neuen
Friedrichsaustegs beauftragt werden.
Öffentliche Ausstellung der Entwürfe
Alle Wettbewerbsarbeiten werden vom 29. November bis 20.
Dezember 2025 in der Glacis-Galerie in Neu-Ulm ausgestellt.
Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und Ulms
Baubürgermeister Tim von Winning werden die Ausstellung
gemeinsam um 10:30 Uhr eröffnen.
"Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich
eingeladen", sagten beide.
Hintergrund
Der bestehende Friedrichsausteg wurde 1976 errichtet und
verbindet seither die Städte Ulm und Neu-Ulm als wichtige
Fuß- und Radwegeverbindung über die Donau. Aufgrund von
Schäden an der Tragstruktur und der Gründung musste die
Brücke in den vergangenen Jahren mehrfach für
Notsanierungen und Sperrungen geschlossen werden.
Der Neubau soll künftig flachere Rampen, keine Stützen mehr
im Flussbett und eine unveränderte Durchfahrtshöhe für den
Bootsverkehr bieten. Auch Nachhaltigkeitsaspekte und die
sensible Einbindung in den Donau- und Landschaftsraum
spielen eine Rolle bei der Planung.




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