Ulm News, 13.11.2025 11:45
Uni-Professor holt hohes Preisgeld für die Traumastiftung
Die Deutsche Traumastiftung wird für ihr Engagement in der Traumaversorgung und im Schutz von Kindern mit einem Projektpreisgeld in Höhe von einer halben Million Euro ausgezeichnet. Die Unterstützung würdigt die Arbeit der Deutschen Traumastiftung in der Förderung psychischer Gesundheit und im Schutz der Kinder verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Es betont die soziale Dimension des europäischen Gedankens, den der Karlspreis verkörpert. Gründungsmitglied der Traumastiftung ist Professor Dr. Jörg M. Fegert vom Universitätsklinikum Ulm, Präsident der Europäischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch Ulm Oberbürgermeister Ansbacher gratulierte.
Das Preisgeld con 500.276,25 Euro fließt in zwei Projekte, die von Fegert geleitet werden:
1. Fortbildungsreihe für ukrainische Fachkräfte in der psychosozialen Versorgung.
In Kooperation mit UNICEF Ukraine, ESCAP (European Society for Child and Adolescent Psychiatry) und dem Mental Health Coordination Center des ukrainischen Ministerkabinetts werden Fachkräfte gezielt geschult, um traumatisierte Kinder, Jugendliche und Familien besser unterstützen zu können. Die bestehenden Online-Formate werden erweitert und durch internationale Expertinnen und Experten begleitet. Ziel ist der nachhaltige Aufbau eines stabilen Netzwerks psychosozialer Fachkräfte in der Ukraine.
2. Kinderschutz in einer digitalen Welt.
Das Projekt reagiert auf die wachsenden Herausforderungen durch digitale Medien – etwa Cybermobbing, sexualisierte Gewalt im Netz oder ausbeuterische Online-Strukturen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM), Dazugehören e.V. und dem Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin Baden-Württemberg am Universitätsklinikum Ulm werden ein europäisches Guidance Paper sowie
praxisorientierte E-Learning-Module entwickelt. Über die Fachgesellschaft ESCAP sollen diese Materialien europaweit verbreitet werden, um Fachkräften zu helfen, digitale Risiken frühzeitig zu erkennen und betroffene Kinder wirksam zu schützen.
Dr. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission und Karlspreisträgerin 2025, begründet ihre Entscheidung: „Der Karlspreis steht für Europa und seine Menschen. Das Projektpreisgeld soll die ukrainischen Kinder unterstützen, die durch Russlands grausamen Angriffskrieg zutiefst traumatisiert sind. Die Deutsche Traumastiftung leistet hier großartige Arbeit für die Kinder.“
Auch Ulm Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Mitglied im Kuratorium der Traumastiftung, freut sich über die Zuwendung:
„Traumata lassen schreckliche Ereignisse scheinbar niemals enden. Ein Schicksalsschlag ist für die Betroffenen nicht vorbei. Sie durchleben ihn immer wieder, seelisch und auch körperlich. Auch Kinder leiden unter den Auswirkungen von Gewalt und Konflikten. Umso dankbarer bin ich der Deutschen Traumastiftung. Sie möchte diese Leidensspiralen durchbrechen. Von Ulm soll das Signal ausgehen: Wir lassen keinen Menschen mit einem Trauma allein. Daher freue ich mich sehr über die großzügige finanzielle Zuwendung der Schirmherrin Ursula von der Leyen und des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie ermöglicht es der Deutschen Traumastiftung, ihre Netzwerkarbeit und damit ihre Hilfe auszubauen und neue Hoffnung zu schenken. Die Stiftung hat bereits bedeutende Erfolge erzielt, etwa durch die Förderung von Forschung und Bildung, die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren in der Traumaversorgung, die Unterstützung innovativer Projekte wie die „Ulmer Traumabox“ und die Verbesserung der Versorgung traumatisierter Menschen. Besonders wichtig ist auch das aktuelle Engagement für den digitalen Kinderschutz und die psychosoziale Unterstützung für Kinder in der Ukraine. Die Deutsche Traumastiftung mit Sitz in Ulm erhält mit der Förderung eine besondere Anerkennung, auf die wir als Stadt stolz sein können. Zugleich sind wir dankbar, eine solch engagierte und innovative Einrichtung in unserer Stadt zu wissen.“
Über die Deutsche Traumastiftung
Die Deutsche Traumastiftung engagiert sich für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit psychischen und körperlichen Traumafolgen. Sie fördert Forschung, Bildung und Vernetzung in Medizin, Psychologie, Sozialarbeit und Politik, um Betroffenen Zugang zuqualifizierter und ganzheitlicher Hilfe zu ermöglichen.
Weitere Informationen: www.deutsche-traumastiftung.de





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