Ulm News, 13.11.2025 11:15
Autorennen geht tödlich aus - Blaustein ist schockiert, und selbst die Einsatzkräfte
Die Unfallstelle am Dienstagabend auf der Bundesstraße 28 bei Blaustein ließ auch erfahrene Einsatzkräfte schlucken. Auf der B28 bei Blaustein stirbt ein 19-Jähriger - offenbar bei einem illegalen Autorennen.
Schlimmes Resultat eines schlimmen Unfalls: ein 19-jähriger Mann verlor dabei sein Leben, ein 60-Jähriger wurde schwer verletzt.
Gegen 17.50 Uhr war ein Opel-Fahrer auf der B28 in Richtung Blaubeuren unterwegs, als er aus noch unbekannter Ursache in einer Linkskurve auf Höhe des Schotterwerkes an den Randstein geriet. Das Auto stellte sich dadurch quer und rutschte in den Gegenverkehr. Dort fuhr ein Audi in Fahrtrichtung Ulm und trotz Vollbremsung prallte der Audi in die Fahrerseite des auf ihn zurutschenden Opel. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Opel seitlich massiv eingedrückt, die Hinterachse herausgerissen. Die Heckklappe flog davon und blieb in einem Baum hängen. Herumfliegende Fahrzeugtrümmer beschädigten noch einen hinter dem Audi fahrenden VW. Der Opel wurde über die Leitplanke geschleudert und blieb kopfüber in der Böschung liegen.
Unter den Ersten an der Unfallstelle war auch ein Blaubeurer Feuerwehrmann auf dem Heimweg, der die Schwere des Unfalls einschätzen konnte und so für schnelle Hilfe durch Rettungsdienst und Feuerwehr sorgen konnte.
Neben zwei Rettungswagen und zwei Notärzten war die Feuerwehr Blaubeuren im Einsatz. Der Audi stand genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Blaustein und Blaubeuren. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Opel-Fahrers feststellen, der Audi-Fahrer wurde in seinem eingeklemmt und erlitt schwerste Verletzungen. Nach der Befreiung durch die Feuerwehr wurde er in ein Krankenhaus gebracht.
Während der Unfallaufnahme entstand der Verdacht, dass sich der 19-Jährige mit einem ebenfalls 19-jährigen Bekannten ein Rennen geliefert haben könnte. Zeugen berichteten von gegenseitigem Überholen im Überholverbot kurz vor dem Unfall. Um den genauen Unfallhergang zu klären, ordnete die Staatsanwaltschaft an, dass ein Sachverständiger für Unfallanalytik gemeinsam mit der Verkehrspolizei Spuren sichert und ein Gutachten erstellt.
Für die Spurensicherung wurden auch eine Drohne und ein 3D-Scanner eingesetzt. Um in der Dunkelheit alle Spuren zu finden, wurde das Technische Hilfswerk (THW) Blaubeuren alarmiert. Mit zwölf Helfern wurden rund einhundert Meter Bundesstraße und die angrenzende Böschung taghell erleuchtet.
Zwei Abschleppwagen musste den Opel und den Audi bergen, anschließend grub das THW noch ölverschmiertes Erdreich ab. Nach der Fahrbahnreinigung konnte die B28 gegen halb ein Uhr in der Nacht wieder freigegeben werden. Der Sachschaden wird auf rund 37 000 Euro geschätzt.
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zur Fahrweise des Opel Astra und des VW Golf auf der B28 vor dem Unfall machen können, sich unter Telefon 0731/188-3812 zu melden.
Text/Fotos: Thomas Heckmann





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