Ulm News, 02.06.2025 11:45
Heißer Tanz in Heimfestung - Uuulmer gewinnen in der Overtime
ratiopharm ulm bezwingt die FIT/One Würzburg Baskets nach Overtime mit 91:87 und holt sich vor ausverkaufter Kulisse Spiel eins der Halbfinalserie. Deine Uuulmer live erleben und Tickets für kommenden Samstag sichern.
Der sportliche Bericht mit Stimmen zum Spiel
Krimi, Kampf und Kapitel eins dieser Halbfinalserie erfolgreich gemeistert. Auf Crunchtime folgte Overtime und ein französisches „Grande Finale.“ Angeführt von Youngster Noa Essengue (22 Pkt/14 Reb) wurde der heiße Tanz an diesem Abend auch eiskalt zu Ende getanzt. Der junge Franzose sorgte für das alles entscheidende And-One zum Sieg und stellt die Halbfinalserie auf eins zu null:
„Das ist das Halbfinale. Wir müssen jedes Spiel besser werden, um einen sehr guten Gegner wie Würzburg bezwingen zu können. Letztes Jahr haben sie uns in der ersten Runde rausgeworfen, demnach haben wir noch eine Rechnung offen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn du den Fans mit deiner Leistung etwas für ihre Treue und den Support zurückgeben kannst“, so der Topscorer des Abends. Nach einer weiteren spektakulären Choreografie von FAN-ATTACK-ULM waren die Mannen in Orange bestens eingestimmt und legten auch dementsprechend los. 10:2 der Start, eine unglaublich hohe Intensität machte sich an beiden Enden des Feldes breit und beide Teams schraubten ununterbrochen an der eigenen Geschwindigkeit. Bei all der Aggressivität, Physis und unzähligen Attacken behielten die Uuulmer im Kopf-an-Kopf-Rennen die Oberhand und arbeiteten sich mit dem lautstarken Atem der ausverkauften Arena in die Halbzeit (45:37).
Auch im zweiten Aufgang glich das Spiel einer Achterbahnfahrt. Das ständige Auf und Ab sorgte für ein Wechselbad der Gefühle – Jubel und Raunen im kontinuierlichen Wechsel. Der Weg führte am Ende über fünf Extraminuten: „In der Overtime haben wir zurück zu unserem guten Teamspiel gefunden und oftmals den freien Schützen bedient. Noa Essengue und Ben Saraf haben uns erneut in dieser schweren Phase tragen können. Es war ein ansehnliches PlayOff-Spiel vor einer atemberaubenden Kulisse“, resümierte Head Coach Ty Harrelson.
Keyplayer: Youngster Essengue sorgt für den Sieg
Eine solche Leistung ist nur schwer in Worte zu fassen. Der junge Franzose Noa Essengue dominiert die Partie heute in allen Belangen und sorgt in der Verlängerung mit einem spektakulären And-One für den Sieg. Neben 22 Punkten sammelte der 18-jährige unfassbare 14 Rebounds (Karrierebestwert). Doch auch die anderen neun Uuulmer lieferten einen echten Kraftakt - so punkteten neben Essengue auch Ben Saraf (16 Punkte), Justinian Jessup (14) und Karim Jallow (11) zweistellig.
Der Spielverlauf: 100% Energie von Energizer Karim Jallow eröffneten die Partie per Flugeinlage spektakulär. Angepeitscht vom Hexenkessel gab der Uuulmer Offensivmotor in den ersten Minuten Vollgas - in der Defensive giftig und im Umschaltspiel eiskalt. Erst Bazoumana Kone und Mike Lewis schafften es mit fünf Punkten in Serie, den anfänglichen Spielfluss der Hausherren zu stören (10:7). Jeder Ball war hart umkämpft. Die Gäste konnten sich anfänglich auf ihren Youngster Hannes Steinbach verlassen, der mit seiner guten Arbeit am offensiven Brett viele zweite Wurfchancen kreierte. Auf der Gegenseite hielt der noch jüngere Essengue mit Raffinesse dagegen (24:16; Q1).
Ein Zauberpass von Saraf auf Essengue eröffnete das zweite Viertel sehenswert. Doch auf den Jubelschrei folgten zwei eigene Ballverluste und ein Würzburger Lauf, der die eben noch zweistellige Führung schnell wieder schmälerte (29:25). Das Momentum drohte in Richtung der Franken zu kippen, das verdankte Würzburg allem voran seinem MVP Jhivvan Jackson. Mit giftiger Defensive hielten die Hausherren gegen den stärker werdenden Gast an. Youngster Ben Saraf ging als Leader voran und setzte vor der Pause mit einem Steal und anschließendem Fastbreak-Dunk das nächste Ausrufezeichen (45:37; Q2).
Für den passenden Start nach dem Seitenwechsel sorgte erneut Jallow – diesmal allerdings aus der Distanz. Dagegenhalten konnte in der Uuulmer Drangphase nur MVP Jackson, der den Orangenen mit seinem energischen Zug zum Korb einige Probleme bereitete. Seine restlichen Teamkollegen taten sich hingegen schwer, die defensivstarken Hausherren zu überspielen. Da die Harrelson-Schützlinge am offensiven Ende fortan oftmals zu fahrlässig agierten, wuchs der Vorsprung nicht weiter an (64:56; Q3). Im letzten Viertel erwischten die Gäste rund um den spielbestimmenden Mike Lewis den besseren Start (64:63).
Der Korb war wie vernagelt für die Hausherren: Nachdem drei offene Dreier ihr Ziel nicht fanden, nutzte Zachary Seljaas die Chance aus der Distanz und sorgte für die erste Würzburger Führung seit Viertel eins. An Spannung fehlte es in der Schlussphase keineswegs. Mike Lewis und Justinian Jessup lieferten sich ein persönliches Wurfduell, welches zahlreiche Führungswechsel mit sich brachte. Im letzten Angriff der regulären Spielzeit vergaben die Gäste gleich drei Siegeschancen, weswegen es in die Overtime ging (73:73; Q4).
Auch die Overtime sollte sich als Achterbahn der Gefühle gestalten. Sobald ein Team punktete, zog das andere unmittelbar nach. Jessup und Saraf versenkten wichtige Dreier für Ulm, während Davion Mintz und Lewis dagegenhielten. Nachdem der überragende Essengue aus der Distanz einen großen Schritt in Richtung Sieg machte, vollendete Lewis ein verrücktes Vier-Punkt-Spiel und verkürzte somit wieder auf einen Zähler. Letztendlich war es der unbezwingbare Noa Essengue, der per And-One seine überragende Leistung krönt und den Sieg eintütet (91:87; OT).
Orange Mixed-Zone
Head Coach Ty Harrelson: „Würzburg hat uns mit ihrer guten Defensive große Schwierigkeiten im letzten Viertel bereitet. Unsere Würfe sind nicht gefallen und die Ballsicherheit ging ein wenig verloren. In der Overtime haben wir zurück zu unserem guten Teamspiel gefunden und oftmals den freien Schützen bedient. Noa Essengue und Ben Saraf haben uns erneut in dieser schweren Phase tragen können. Es war ein ansehnliches PlayOff-Spiel vor einer atemberaubenden Kulisse.“
Forward Noa Essengue: „Das ist das Halbfinale. Wir müssen jedes Spiel besser werden, um einen sehr guten Gegner wie Würzburg bezwingen zu können. Letztes Jahr haben sie uns in der ersten Runde rausgeworfen, demnach haben wir noch eine Rechnung offen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn du den Fans mit deiner Leistung etwas für ihre Treue und den Support zurückgeben kannst. Wir wollen unsere großartige Saison mit dem Titel belohnen.“
Foto: Florian Achberger




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