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Ulm News, 14.04.2025 16:10

14. April 2025 von Thomas Kießling
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KI im Handwerk? Aber so was von - Workshop von Hochschule Neu-Ulm und Kreishandwerkerschaft sowie HWK Schwaben


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Fotograf: HNU - Hochschule Neu-Ulm

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Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) Handwerkbetriebe im Alltag unterstützen? Welche konkreten Anwendungen eignen sich für welche Bedarfe – und wie lassen sie sich direkt nutzen? Antworten auf diese Fragen bot die Veranstaltung „Künstliche Intelligenz praxisnah im Handwerk“, jüngst in Leipheim stattfand.

 

Rein in die KI - in Kooperation mit der Handwerkskammer für Schwaben, der Kreishandwerkerschaft Günzburg/Neu-Ulm sowie Areal Digital luden die beiden Technologietransferzentren (TTZ) der Hochschule Neu-Ulm (HNU) interessierte Handwerkbetriebe zu einem informativen und praxisorientierten Workshop ein.

KI längst überall angekommen

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema für große Tech-Konzerne: Ob in der Kommunikation, der Qualitätskontrolle oder der Produktion, auch im Handwerk entstehen immer mehr praxisnahe Anwendungen, die Betriebe entlasten und effizienter machen. Mit dem Workshop „KI im Handwerk praxisnah erleben“ griffen die beiden TTZ der HNU – das TTZ Smart Production and Logistics in Leipheim und das TTZ für Data Analytics und Künstliche Intelligenz in Günzburg – und ihre Kooperationspartner diese Chancen auf. Ziel der Veranstaltung war es, kleinen und mittelständischen Betrieben aus der Region konkrete Wege aufzuzeigen, wie sie KI sinnvoll und gewinnbringend in ihren Arbeitsalltag integrieren können.

„Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Handwerk birgt enorme Potenziale, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten“, sagt Alfred Kailing, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben. „Wir stehen an der Schwelle zur breiten Nutzung – auch in kleinen und mittleren Betrieben. Jetzt geht es um konkrete Anwendungsfälle. Genau hier zeigt sich die Stärke unserer Kooperationspartner, der TTZ in Leipheim und Günzburg, die gemeinsam mit uns und unseren Handwerksbetrieben mit echter Hands-on-Mentalität zeigen, wie es gehen kann.“

Starke Resonanz: ein klares Signal für die Relevanz von KI im Handwerk

Bei den Handwerksbetrieben stieß das Angebot auf große Resonanz: Die Veranstaltung war mit rund 40 Teilnehmenden ausgebucht. „Die digitale Transformation ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit für das moderne Handwerk. Wer heute nicht mitzieht, läuft Gefahr, morgen den Anschluss zu verlieren. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt deutlich, dass das Thema längst in der Praxis angekommen ist und bereits viele intensiv daran arbeiten“, betont Kreishandwerksmeister Michael Stoll. „KI bietet dem Handwerk große Vorteile“, bekräftigt auch Axel Egermann, Geschäftsführer des Regionalmarketings Günzburg GbR.

„Wir müssen es nur schaffen, die Barrieren so niedrig wie möglich zu halten, und dazu eignet sich eine solche Veranstaltung bestens. Wir sind froh, dass wir mit dem Areal Digital, den beiden TTZ, der HNU und auch der HWK so viel Kompetenz in unserer Region haben.“

KI – aber wie? Praxisnahe Impulse und Workshops

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Grinninger, Leiter der TTZ Leipheim, Alexander Koch, Netzwerkmanager Areal Digital, Kreishandwerksmeister Michael Stoll und den Beauftragten für Innovation und Technologie (BIT) mit Schwerpunkt Digitalisierung an der HWK Schwaben, Lukas März, erwartete die Teilnehmenden ein Impulsvortrag von HNU-Prof. Dr. Alexander Bartel zu realen Anwendungsbeispielen von Künstlicher Intelligenz.

„KI ist gekommen, um zu bleiben. Ihr Einsatz kann wettbewerbsentscheidend sein“, sagt der Experte für Agile Software Engineering. „Gerade im Handwerk ist es mir wichtig, aufzuzeigen, was KI heute schon leisten kann – und was (noch) nicht. Nur so können Betriebe fundiert entscheiden, wie sie damit umgehen wollen“.

Im Anschluss folgten zwei parallel stattfindende Workshops, die praktische Anknüpfungspunkte boten: Im Workshop „Praktische Anwendungsfälle für den Handwerksalltag: KI-Werkzeuge kennenlernen und austesten“ führten Prof. Dr. Alexander Bartel und seine wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Sarah Dreher und Amrei Kugler vom TTZ Günzburg die Teilnehmenden in die Welt des Promptings ein. Prof. Dr. Jürgen Grinninger (TTZ Leipheim) und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Tobias Hierse beleuchteten im zweiten Workshop mit dem Titel „Mehr Zeit fürs Wesentliche: Automatisierung für administrative Tätigkeiten im Handwerk“, wie sich mit Software-Robotern und KI wiederholende Tätigkeiten im Handwerk (z. B. die Anfrageabwicklung) automatisieren und damit effizienter gestalten lassen.

Austausch, Vernetzung und individuelle Unterstützung

Nach der praktischen Arbeit in den Workshops bot ein lockerer Ausklang bei Getränken und Snacks Raum für den Austausch mit anderen Betrieben, KI-Expertinnen und -experten sowie den Veranstaltern. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, individuelle Fragen zu eigenen KI-Vorhaben zu besprechen sowie sich über passende Förderprogramme zu informieren.

Technologietransferzentren: Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis

 „Die Technologietransferzentren sind Brückenbauer – von theoretischem Wissen hin zur praktischen Anwendung im Betriebsalltag“, sagt Prof. Dr. Jürgen Grinninger. „Heute haben wir gemeinsam erlebt, wie fruchtbar dieser Austausch zwischen Forschung und Praxis sein kann. Ich hoffe, dass wir diesen Dialog weiterführen, neue Impulse setzen und den Einsatz von KI im Handwerk langfristig gemeinsam gestalten.“

 

Bilder (Hochschule Neu-Ulm)

Foto 1: V.l.: Prof. Dr. Alexander Bartel (Professor für Agile Software Engineering | HNU), Tobias Hierse (wissenschaftlicher Mitarbeiter | TTZ Leipheim), Alexander Koch (Netzwerkmanager Areal Digital), Prof. Dr. Jürgen Grinninger (Leiter des TTZ Leipheim), Halyna Schweizer (Projektentwicklung, Transfer und Kooperationen | HNU), Mansur Hismatov (Labormanager Smart Factory | TTZ Leipheim), Amrei Kugler (wissenschaftliche Mitarbeiterin | TTZ Günzburg), Lukas März (Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT) mit Schwerpunkt Digitalisierung | Handwerkskammer für Schwaben), Sarah Dreher (wissenschaftliche Mitarbeiterin | TTZ Günzburg), Ulrike Ufken (Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft Günzburg/Neu-Ulm), Ivanka Burger (Leitung Projektentwicklung, Transfer und Kooperationen | HNU), Michael Stoll (Kreishandwerksmeister).

Foto 2: Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Grinninger

Foto 3: Während des Impulsvortrags

Foto 4: Hilfestellung beim Prompting: Prof. Dr. Alexander Bartel im Workshop

Foto 5: Get-together nach den Workshops



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