Ulm News, 09.10.2011 23:13
Vierte Niederlage für Weißenhorner Basketballer
Auch am 4. Spieltag ging die BG Illertal-Weißenhorn wieder leer aus. In heimischer Halle musste sie gegen die Gießen Pointers eine bittere 82:89 (34:51) Niederlage einstecken.
Die guten Vorsätze, die sich die Mannschaft unter der Woche gefasst hatte, konnten nur bedingt auf dem Spielfeld umgesetzt werden. Zwar stimmte diesmal die Einstellung bei allen Spielern, aber insbesondere in der Verteidigung waren wieder einmal große Defizite zu beobachten. Der Frust sitzt tief nach der erneuten Niederlage. Sogar gegen die Gießen Pointers, die nicht unbedingt zu den Spitzenteams der Liga zählen, gab es nichts zu feiern. Nach einer schwachen spielerischen Vorstellung in der ersten Halbzeit und einem fast uneinholbaren Rückstand kämpften sich die Panthers in der Endphase noch einmal zurück in die Partie. Für einen Sieg reichte es jedoch nicht, die Gäste aus Hessen konnten die Fuggerstädter in den letzten Minuten auf Distanz halten. Trainer Rainer Bauer machte seinem Team nach der Partie keinen Vorwurf: „Der Wille war bei jedem Spieler da, wir wollten heute unbedingt gewinnen.“ Dass es dennoch nicht klappte, hängt laut Bauer nach wie vor mit den mangelnden Trainingsmöglichkeiten zusammen. „Wir können keine Spiele gewinnen, wenn wir nicht zusammen trainieren können. So einfach ist das.“ Die Weißenhorner mussten aber auch feststellen, dass sie auf den Ausländerpositionen zu schwach besetzt sind. Mirko Soyer (2 Punkte) und Harley Fuller (13 Punkte) waren keine Leistungsträger gestern. Die Anfangsphase der Partie erinnerte stark an die Begegnungen gegen Leipzig und Frankfurt. Die Panthers bekamen kein Bein auf den Boden, nach 1:08 Minuten hieß es bereits 7:0 für die Gäste. Zu leicht konnte Gießen unter den Körben abschließen, einfache Korbleger waren an der Tagesordnung. Immer wieder wurde die BGIW auch durch Fast Breaks überrumpelt, die Abstimmung in der Defense war mangelhaft. Im Spiel nach vorne ging ebenfalls wenig, 14 Ballverluste in den ersten 20 Minuten sprechen eine klare Sprache. Nach dem ersten Viertel stand es 20:24, zur Halbzeitpause hieß es 34:51 aus Weißenhorner Sicht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit lief weiterhin wenig zusammen, Gießen konnte den Vorsprung sogar noch ausbauen. 15 Minuten vor Spielende erhöhte Vincent Zabel die Führung auf 25 Punkte (41:66), die Weißenhorner Mannschaft hatte kaum noch etwas entgegenzusetzen. Erst am Anfang des letzten Spielabschnitts fanden die Panthers in die Partie, nachdem Trainer Rainer Bauer auf eine Halbfeldpresse umgestellt hatte. Mit einem 15-0 Lauf kamen die Panthers zurück ins Spiel und konnten den Rückstand bis auf fünf Punkte verkürzen (68:73, 5:16 Min. vor Spielende). „Es war ein grandioses Comeback unserer Mannschaft. Wir haben gezeigt, dass wir Potenzial besitzen.“ Am Ende siegte jedoch die Cleverness der Gäste, die sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließen. BG Illertal-Weißenhorn: Femi Oladipo (22 P.), Michael Wenzl (20 P.), Harley Fuller (13 P.), Mario Simic (12 P.),Marcel Heberlein (5 P.), Gene Hagner (4 P.), Philip Vojkovic (2 P.), Brian Butler (2 P.), Mirko Soyer (2 P.), Tim Steiner, Andreas Wenzl Topscorer Gießen Pointers: Danny Sumner (27 P.), Felix Rotaru (18 P.), Zeljko Pavlovic (17 P.)
Matthias Sauter



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