Ulm News, 19.11.2023 09:00
Arbeitsniederlegung an Universität und Hochschulen
Am Montag werden Beschäftigte an der Universität Ulm und den Hochschulen in Ulm, Weingarten und Ravensburg in einen ganztägigen Warnstreik gerufen, „damit die Arbeitgeber nicht wieder mit leeren Taschen an den Verhandlungstisch kommen“, so Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben.
ver.di baut in der laufenden Tarifrunde der Landesbeschäftigten Druck auf die Arbeitgeber der Länder auf für die dritte Verhandlungsrunde am 7. Dezember 2023. Nach der zweiten Verhandlungsrunde zwischen ver.di und den Arbeitgebern der Länder, die mit einem Nullangebot endete, werden die Protestaktionen und Warnstreiks im ver.di Bezirk nun deutlich ausgeweitet. Am Montagtag (20.11.) wird in Ulm die Streikwelle ankommen: Beschäftigte der Universität, der Technischen Hochschule Ulm und die Hochschulen in Ravensburg/ Weingarten sind aufgerufen die Arbeit ganztägig niederzulegen. Maria Winkler ist sich sicher, dass auch die Menschen in den Wissenschaftseinrichtungen „dem gewerkschaftlichen Aufruf zahlreich folgen werden“.
Das Verständnis bei diesen Beschäftigten für das Verhalten ihrer Arbeitgeber ist „ebenfalls am Nullpunkt“ angekommen, so Winkler. Beschäftigte der Wissenschaftseinrichtungen in Ravensburg und Weingarten werden ebenfalls ganztägig die Arbeit niederlegen und sich dem Protestzug in Ulm anschließen. Gegen 12:30 Uhr werden die Streikenden in einem Demonstrationszug vom Theater Ulm über den Bahnhof durch die Innenstadt ziehen; die Arbeitgeber „sollen uns sehen und hören“, kündigt Maria Winkler den lautstarken Protest an. Um 13:30 Uhr ist eine öffentliche Streikkundgebung auf dem Weinhof geplant mit Redebeiträgen von Vertreter und Vertreterinnen aus verschiedenen Betrieben und Einrichtungen.
ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Länder eine Erhöhung der Entgelte um 10,5 Prozent, mindestens 500 € monatlich, für die Auszubildenden 200 €uro. Im ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben sind rund 7.000 Tarifbeschäftigte in Verwaltungen, Krankenhäusern, Hochschulen und der Universität Ulm von den Tarifverhandlungen betroffen sowie rund 2.000 Beamte bei den Kommunen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt.





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