Ulm News, 14.01.2025 23:15
Schnelleres Urteil im Samurai-Schwert-Prozess
Nach der brutalen Attacke in dem Neu-Ulmer Bistro im Donaucenter im März vergangenen Jahres ist der Prozess vor dem Landgericht Memmingen gegen den 29-jährige Angeklagte schneller als erwartet zu Ende gegangen. Er wurde wegen versuchten Mordes in drei Fllen zu einer Haftstrafe von 7 Jahren verurteilt. Aufgrund seiner psychischen Verfassung soll er die Haftstrafe in einer geschlossenen Psychatrie verbringen.
Die Tat und der Prozess wie von ulm-news am 18. Nov. 2024 berichtet.
Am Freitag (15.11.2024) begann vor dem Landgericht Memmingen der Prozess gegen einen 29-Jährigen, der im März dieses Jahres mehrere Gäste in einer Kneipe im Neu-Ulmer Donaucenter mit einem Samuraischwert angegriffen haben soll. Das Motiv bleibt unklar.
Der Mann steht wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung vor Gericht.
Im März dieses Jahres attackierte ein Mann in einer Neu-Ulmer Kneipe mehrere Gäste mit einem Samuraischwert. Nun hat der Prozess gegen den 29-jährigen Angeklagten vor dem Landgericht Memmingen begonnen.
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Die Tat
Die Tat ereignete sich an einem späten Abend, nachdem der Angeklagte das Lokal verlassen und kurz darauf mit einem japanischen Langschwert, einem sogenannten Katana, zurückgekehrt war, wie Donau 3FM berichtet. Ermittlungen zufolge hatte er das Schwert zuvor im Internet gekauft.
Während des Angriffs fügte der Mann drei Gästen massive Schnittverletzungen zu, darunter einem Mann, dessen Arm nahezu vollständig durchtrennt wurde. Eines der Opfer schwebte zeitweise in Lebensgefahr.
Ein weiterer Gast überwältigte den mutmaßlichen Täter schließlich, bevor die Polizei eintraf und ihn widerstandslos festnahm. Bereits vor der Attacke hatte der Mann auf dem Weg zur Kneipe Passanten bedroht, die daraufhin die Polizei alarmierten.
Psychische Probleme als zentrales Thema
Beim Prozessauftakt äußerte sich der Angeklagte zu seinem psychischen Zustand. Nach eigenen Angaben leidet er unter Angstzuständen, Verfolgungswahn und Paranoia. Er habe befürchtet, dass sich ein anderer Mann, den er zuvor wegen Beleidigung angezeigt hatte, an ihm rächen könnte. Ein Zusammenhang zwischen dieser Angst und der Tat konnte jedoch nicht hergestellt werden.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der psychische Zustand des Angeklagten eine wesentliche Rolle bei der Tat spielte. Seit dem Vorfall ist der Mann in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft verfügt der Angeklagte über eine leicht verminderte Intelligenz.
Schwere Vorwürfe und langwieriger Prozess
Die Anklage wirft dem 29-Jährigen versuchten Mord und schwere Körperverletzung vor. Keines der Opfer tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Insgesamt sind zehn Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird für Mitte Januar 2025 erwartet und ist nun schon am vorletzten Prozesstag beendet worden.





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