Ulm News, 18.07.2024 11:55
Vögeln bei Hitze helfen
Kühle Oasen im Garten sind an heißen Tagen bei Vögeln begehrt. Steigt das Thermometer auf 30 Grad und mehr, sind Gartenteiche, Wasserläufe oder Vogeltränken im Garten und auf dem Balkon besonders belebt und beliebt.
„Wer noch nicht aktiv war: Jetzt ist die richtige Zeit, um die Vögel im Garten und auf dem Balkon mit Wasserstellen zu unterstützen. Diese nutzen auch Insekten und kleinere Wildtiere, wie Igel, Eichhörnchen oder Eidechsen. Vögel sind ganzjährig auf saubere und sichere Trink- und Badestellen angewiesen. Fehlen Bäche oder Teiche mit natürlichen Uferrändern, wo Vögel leicht trinken können, sind künstliche Wasserstellen umso wichtiger. NABU-Vogelexperte Stefan Bosch erklärt, worauf es dabei ankommt.
Tränke oder Teich – wo ist der richtige Platz
Der richtige Platz für eine Tränke ist dort, wo sie für Vögel wie Amsel, Rotkehlchen oder Haussperling gut einsehbar ist. „Vögel nehmen eine Tränke nur an, wenn sie sich dort sicher fühlen. Denn beim Baden sind sie sehr abgelenkt und können leicht zur Beute für anschleichende Katzen werden. Damit sie bei Gefahr schnell abzwitschern können, sollten Büsche und Bäume in der Nähe sein“, sagt Vogelkundler Bosch. Dasselbe gilt für einen Teich, der im Kleinformat in einer Zinkwanne auf dem Balkon oder im Großformat im Garten seinen Platz findet. Auch hier gilt: Ist er einsehbar und bietet schützende Büsche in der Nähe, passt der Standort. Ist die Wasserfläche etwas beschattet, bilden sich bei Hitze weniger Algen, Sauerstoff produzierende Wasserpflanzen unterstützen zusätzlich. Auch Schwalben trinken an Wasserstellen. Rauch- und Mehlschwalben nutzen feuchte Mulden zum Nestbau: Aus Lehm, Ton oder schlammiger Erde formen sie mithilfe ihres Speichels kleine Kügelchen und bauen daraus ihre Nester.
Büsche und Bäume schaffen Schatten
Für die Wildtiere im Garten sind Hecken und Sträucher an heißen Tagen lebenswichtige Schatteninseln. Sie wirken wie ein Sonnenschirm aus Blättern und schützen den Boden und die Gartenpflanzen vor dem Austrocknen. So bleibt die Erde feuchter und Amseln finden länger noch Regenwürmer und Schnecken als Nahrung. Für uns schaffen sie ein angenehmes Mikroklima. „Greifen Sie aktuell nur zur Heckenschere, wenn es unbedingt sein muss und schneiden Sie nur ab, was in den Weg ragt“, rät Bosch.
Wasserstellen sind tolle Beobachtungspunkte
„Wasserstellen bieten eine tolle Möglichkeit zum Beobachten, wenn Gartenvögel wie Buchfink oder Kohlmeise kurz zum Trinken einfliegen oder Stare und Haussperlinge sich in Gruppen zum ausgiebigen Planschen einfinden. Das ist mindestens so interessant wie ein rege besuchtes Futterhaus im Winter“, sagt Bosch. Eine Tränke oder ein Miniteich passt auf fast jede Fläche, sie anzulegen ist eine schöne Ferienaktivität für Familien.
So bleiben Trinkstellen sauber und sicher
Das oberste Gebot bei Vogeltränken, egal ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ist gute Hygiene. Vor allem bei Hitze muss das Wasser täglich gewechselt und die Tränke gereinigt werden. In kleinen Wasserstellen können sich Krankheitserreger schnell vermehren, die für Vögel tödlich sind. Zum Reinigen reichen eine Bürste und kochendes Wasser. Alternativ zwei Wasserschalen abwechselnd nutzen und zwischendurch in der Sonne trocknen – das tötet Keime ab. Regenwassertonnen abzudecken schützt Tiere vor dem Ertrinken und beugt einer Stechmückenzucht vor. Wasserschalen und Teiche mit einem größeren Ast, Stein oder Stück Holz als Landeplatz und Rettungsinsel für Insekten und Nagetiere ausstatten. Teiche sollten flache Zonen als Ausstiegsstelle haben.
Was eignet sich als Trinkstelle
„Spezielle Vogeltränken gibt es im Fach- und Gartenhandel. Eine flache Schüssel oder ein Blumentopf-Untersetzer tun es aber auch“, erklärt Bosch. Die Vogeltränke sollte am Rand flach sein, so dass sich die Vögel dem Wasser nähern können. Eine Tränke mit Tiefen zwischen zweieinhalb und zehn Zentimetern bietet verschiedenen Vogelarten einen Badeplatz. Ist der Boden der Tränke rau, finden die Vögel gut Halt. „Übrigens baden Spatzen und andere Vögel auch gerne im Sand, das hilft ihnen, Parasiten loszuwerden.“





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