Ulm News, 06.12.2022 12:09
Verdächtiger schweigt nach Bluttat - Innenminister Strobl und türkischer Botschafter am Tatort in Oberkirchberg
Nach der schrecklichen Bluttat in Oberkircbberg befindet sich der mutmaßliche Täter in einer Klinik. Der 27 Jahre alte Mann aus Eritrea war nach seiner Festnahme schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden. Er wurde dort mehrere Stunden lang operiert. Die Polizei versucht indes, die Hintergründe des brutalen Angriffs, bei dem eine 14-Jährige ums Leben kam und ein 13-jähriges Mädchen schwer verletzt wurde, zu ermitteln. Der Verdächtige schweigt. Innenminister Strobl und der türkischer Botschafter wollen am Tatort in Oberkirchberg der Opfer gedenken.
Nach dem Messerangriff auf zwei Schülerinnen am Montag gegen 7.30 Uhr im Illerkirchberger Ortsteil Oberkirchberg war ein 14-Jähriges Mädchen im Krankenhaus an seinen schwersten Verletzungen gestorben. Sie war noch am Ort des Überfalls wiederbelebt worden, in der Klinik erlag sie ihren schwersten Verletzungen. Ein weiteres Opfer, eine 13-jährige Schülerin, wurde schwer verletzt und befindet sich in einer Klinik.
Als mutmaßlicher Täter war kurz nach dem Angriff ein 27 Jahre alter Mann aus Eritrea, der als Geflüchteter in Oberkirchberg in einem Haus lebte, von einem Einsatzkommando der Polizei festgenommen worden. Der Mann wies schwere Verletzungen auf, die im Krankenhaus behandelt und mehrere Stunden lang operiert werden mussten. Der mutmaßliche Täter befindet sich unter polizeilicher Bewachung weiter in der Klinik. Indes versuchen die Ermittler Hinweise auf ein Motiv oder die Hintergrpünde der schrecklichen Tat herauszufinden. Beispielsweise prüfen die Ermittler, ob sich Täter und die jugendlichen Opfer näher kannten.
Viele Nachbarn und Bewohner in der Gemeinde Illerkirchberg reagierten geschockt auf den blutigen Angriff. Viele Anwohner kamen am Montagabend zur Stelle, an der der Angriff stattgefunden hatte, und legten für die Mädchen Blumen nieder oder zündeten Kerzen an. "Es ist furchtbar für die Gemeinde", sagte der Illerkirchberger Bürgermeister Markus Häußler, der in Begeleitung von Gemeinderäten ebenfalls vor Ort war.
Türkischer Botschafter am Tatort
"Wir werden diese schlimme Tat restlos aufklären", kündigte der baden-württembergische Innenminister und Vizeregierungschef Thomas Strobl (CDU) an. "Diese Tat rührt uns zutiefst, wenn das Leben eines unschuldigen Kindes so brutal ausgelöscht wird. In Gedanken sind wir in diesen schweren Stunden bei den Eltern, der Familie, den Hinterbliebenen der Getöteten sowie bei den Mitschülerinnen und Mitschülern und Freunden des jungen Mädchens," teilte der Innenminister mit, der am Dienstagmittag gemeinsam mit dem türkischen Botschafter Ahmet Basar Sen den Tatort in Illerkirchberg besuchen wird. Das getötete Mädchen hat die deutsche Staatsbürgerschaft besessen und einen türkischen Migrationshintergrund. Der türkische Botschafter reist offenbar extra aus Berlin mit dem Flugzeug an.
„Was in Illerkirchberg passiert ist, erschüttert mich zutiefst. Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des getöteten Mädchens. Für sie ist der schlimmste Alptraum aller Eltern wahrgeworden und es gibt keine Worte für den großen Verlust, den sie erlitten haben. Meine Gedanken sind bei ihnen und dem zweiten Opfer, das schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Ich hoffe, sie erholt sich schnell und vollständig von diesem brutalen Angriff und ich wünsche ihr und ihrer Familie viel Kraft, um das Erlebte zu verarbeiten,“ sagte Landrat Heiner Scheffold zu dem gestrigen Messerangriff in Illerkirchberg.
Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch erklärte: "Diese furchtbare Tat wühlt uns alle auf. Wir sind entsetzt über das Geschehen, das uns vollkommen unfassbar und sinnlos erscheint. Der Schock über diese brutale Tat sitzt tief. In dieser Lage ist es für alle Seiten unmöglich und auch nicht zumutbar, eine sachliche Diskussion zu führen." Er bittet darum, jetzt innezuhalten. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der beiden Opfer, die damit fertig werden müssen, was ihren Kindern angetan wurde." Beiden Familie wünscht er Kraft, die kommenden schweren Wochen und Monate durchzustehen. "Wir trauern mit der Familie des getöteten jungen Mädchens und hoffen, dass das zweite Opfer wieder vollständig gesund wird und keine bleibenden Schäden an Leib und Seele davonträgt."




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