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Ulm News, 08.09.2022 01:03

8. September 2022 von Thomas Kießling
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Alb-Donau-Kreis richtet erste Notunterkunft für Geflüchtete in Mehrzweckhalle Blaubeuren-Seißen ein


Der Alb-Donau-Kreis hat eine erste Notunterkunft für Geflüchtete in Mehrzweckhalle Blaubeuren-Seißen eingerichtet. Die Kapazitäten in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften des Landkreise reichen nicht mehr aus. Das teilt das Landratsamt Alb-Donau mit.

„Wir hatten gehofft, dass wir diesen Schritt nicht gehen müssen – aber angesichts der stark steigenden Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Ländern bleibt uns keine Wahl. Um die rund 110 Menschen unterzubringen, die uns das Land Baden-Württemberg allein in dieser Woche zuweist, müssen wir eine erste Notunterkunft einrichten und die Mehrzweckhalle in Blaubeuren-Seißen mit einem Teil dieser Personen belegen. Die Kapazitäten in unseren Gemeinschaftsunterkünften reichen einfach nicht mehr aus, obwohl wir uns seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine intensiv und beständig darum bemüht haben, neue Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete zu schaffen“, sagt der stellvertretende Landrat Markus Möller.
Seit Jahresbeginn hat das Landratsamt Alb-Donau-Kreis die Anzahl an Plätzen in Gemeinschaftsunterkünften von 447 Plätzen in sieben Unterkünften auf aktuell 1.153 Plätze in 21 Unterkünften erweitert. Weitere Objekte sind derzeit in der Prüfung. Zusätzlich errichtet der Alb-Donau-Kreis zurzeit unter Hochdruck eine Unterkunft in Container-Bauweise in Blaustein-Herrlingen. Die ersten Wohneinheiten dort werden aber voraussichtlich erst Ende September bezugsfertig sein. Deshalb baut der Katastrophenschutz des Alb-Donau-Kreises zusammen mit haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften des DRK, des ASB und des THW die Seißener Mehrzweckhalle in eine temporäre Notunterkunft um. Der Aufenthalt dort ist lediglich als Übergangslösung gedacht, bis die Geflüchteten in den Gemeinschaftsunterkünften, in den Städten und Gemeinden oder bei Privatpersonen untergebracht werden können.
Möller unterstrich weiter: „Die Aufnahme von Geflüchteten ist eine Pflichtaufgabe und, gerade im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine, ein Akt der Menschlichkeit. Als Landkreis versuchen wir seit Kriegsausbruch mit großen Anstrengungen, dieser Verantwortung gerecht zu werden und haben unsere Aufnahmekapazität um knapp 158 Prozent gesteigert. Wie die vielen anderen Landkreise bundesweit, die schon im letzten Monat Hallen belegen mussten, sind wir nun an dem Punkt angelangt, wo wir beim Aufbau von Unterkünften nicht mehr mit den steigenden Zugangszahlen Schritt halten können – auch, weil in den Städten und Gemeinden nicht genügend Plätze für die Anschlussunterbringung zur Verfügung stehen. Auch hier brauchen wir einen schnellen Ausbau der Kapazitäten, denn die Unterbringung durch die Kreisverwaltung ist nach geltendem Recht immer nur eine vorläufige.“

Nutzungsdauer ist derzeit nicht absehbar

Der Betrieb der Notunterkunft beginnt bereits am kommenden Freitag, den 9. September 2022, und wird mit Hilfe des DRK Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau sowie externen Dienstleistern durchgeführt, die sich um die Verpflegung und die Sicherheit sowie um die Betreuung und Beratung der Menschen kümmern. Wie lange die Halle belegt sein wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. „Die Belegung der Halle hat natürlich Auswirkungen auf die Aktivitäten der Schulen, Vereine und Dorfgemeinschaft, die nach zwei Jahren Corona-Pandemie schwer wiegen“, betonte Markus Möller. Die derzeitige bundesweite Notsituation lasse sich aber nur bewältigen, wenn alle staatlichen und kommunalen Ebenen zusammen mit der Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen. Dafür brauche es eine gemeinsame, solidarische Anstrengung. „Die Stadt Blaubeuren hat das klar verstanden und lebt diese Solidarität. Ich danke Bürgermeister Jörg Seibold, dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung für die gute Kooperation und die schnelle Bereitstellung der Halle. Mein Dank gilt auch den haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, die beim Aufbau mitanpacken sowie natürlich dem DRK-Kreisverband Ulm/Alb-Donau für die Unterstützung. Auch all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in der Aufnahme dieser Geflüchteten engagieren, möchte ich für ihren Einsatz vorab danken“, sagte Möller.

Landkreis und Kommunen suchen weiter

Wohnraum Ob kurzfristig weitere Hallen im Alb-Donau-Kreis belegt werden müssen, ist derzeit unklar und hängt davon ab, wie schnell der Landkreis sowie vor allem auch die Städte und Gemeinden weitere Unterbringungsmöglichkeiten schaffen können. Bereits jetzt hat das Land Baden-Württemberg mehr geflüchtete Menschen aufgenommen, als in den Jahren der Flüchtlingskrise 2015/16 insgesamt. Ein Ende des Zustroms ist gegenwärtig nicht absehbar und es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Geflüchteten in den kommenden Wochen zunehmen wird.
Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis sucht weiterhin nach Wohnraum und Gebäuden zur Unterbringung von Geflüchteten und bittet Vermieterinnen und Vermieter, die Wohnraum zur Verfügung stellen können, um Kontaktaufnahme mit dem Landratsamt per E-Mail unter [email protected].



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