Ulm News, 07.04.2022 14:56
Seebühnen-Richtfest für Oper "Madame Butterfly" in Bregenz
Ruhig treibt das Blatt Papier im Bodensee. Seine gewellte Form zeugt von einer langen Verweildauer in der Natur. Es droht zu zerreißen, wirkt zart und verletzlich. Wie die Seele der japanischen Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly. In wenigen Wochen ist ihre ergreifende Geschichte an 26 Abenden in diesem Bühnenbild zu erleben. Jetzt war Richtfest für die spektakuläre Opern-Bühne in Bregenz.
Doch noch prangen rot-weiß gestreifte Baustellenbänder auf dem 23 Meter hohen Bühnenbild, noch sind die Kanten der bis zu 17 Quadratmeter großen weißen Einzelteile deutlich zu erkennen. Heute feiern die Bregenzer Festspiele das Seebühnen-Richtfest für Madame Butterfly.
Aus Stahl, Styropor, Holz und Fassadenputz entsteht seit Herbst die 300 Tonnen schwere Kulisse für das erstmals auf der Seebühne gezeigte Werk von Giacomo Puccini. Festspiel-Technikerinnen und -Techniker arbeiten gemeinsam mit den Mitarbeitenden von 33 Firmen an der Herstellung. „Die besondere Herausforderung ist, das Blatt Papier leicht, nahezu schwerelos wirken und scheinbar auf dem Wasser schwimmen zu lassen, obwohl es tatsächlich rund 300 Tonnen wiegt“, sagt Technikdirektor Wolfgang Urstadt.
Papierbötchen am Papierrand
Das Papierbild misst rund 23 Meter in der Höhe und 33 Meter in der Breite. Die Gesamtfläche beträgt 1.340 Quadratmeter. Es wird das zentrale Bühnenbild-Element der Inszenierung sein, aber nicht das einzige. Das Festspiel-Werbemotiv für Madame Butterfly mit einer Collage bestehend aus Papierbötchen, amerikanischer Flagge, japanischer Malerei und weiteren Elementen könnte jedenfalls fantasievolle Hinweise auf das fertiggestellte Bühnenbild geben. Bereits zu sehen: Auf der Bregenz zugewandten Seite schmiegt sich ein überdimensionales Papierbötchen an den Rand des Blatt Papiers.
Die finale Fertigstellung inklusive Bemalungen, Kaschur, Scheinwerfer und Lautsprecher soll bis Juni geschehen.
Puccini-Oper erstmals auf der Seebühne
Mit der erstmals auf der Seebühne gezeigten Madame Butterfly ist erneut eine Oper des italienischen Komponisten Giacomo Puccini zu erleben. Zuletzt begeisterte in den Saisonen 2015/16 seine Turandot das Festspielpublikum. Die Geschichte um die unglückliche Liebe der japanischen Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, eröffnet am 20. Juli 2022 die 76. Bregenzer Festspiele.
189.000 Sitzplätze an 26 Abenden
Regie führt Andreas Homoki, das Bühnenbild stammt von Michael Levine, die Kostüme entwirft Antony McDonald, Enrique Mazzola und Yi-Chen Lin dirigieren. Es spielen die Wiener Symphoniker. Derzeit sind für die kommende Saison rund zwei Drittel der nahezu 189.000 an 26 Abenden aufgelegten Eintrittskarten gebucht (inkl. Generalprobe und crossculture night). Es gibt für alle Vorstellungstermine und in allen Kategorien noch Plätze. Das letzte Spiel auf dem See geht zum Saisonende am 21. August 2022 über die Bühne. Insgesamt sind fast 220.000 Eintrittskarten für die diesjährigen Bregenzer Festspiele aufgelegt.
Die Bregenzer Festspiele 2022 finden von 20. Juli bis 21. August statt. Tickets und Infos unter www.bregenzerfestspiele.com und Telefon 0043 5574 4076.





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