Ulm News, 06.07.2021 14:44
Karrierechancen im Handwerk besser denn je
Mit Blick auf den derzeitigen Ausbildungsmarkt warnt die Handwerkskammer Ulm weiterhin vor einem problematischen Ausbildungsjahr im regionalen Handwerk. Dabei bieten die Handwerksbetriebe nach Informationen von ulm-news zwischen Ostalb und Bodensee trotz anhaltender Krise Ausbildungsplätze an. Sie wollen weiter ihren Beitrag für die Ausbildung junger Menschen leisten, während andere Branchen krisenbedingt ihr Ausbildungsengagement in Teilen zurückfahren.
Darin liegt eine große Chance – für die suchenden Betriebe und die an einer handwerklichen Ausbildung interessierten Jugendlichen gleichermaßen. Jede Ausbildungsstelle bietet jungen Menschen die Möglichkeit auf persönliche Entwicklung und den Einstieg in einen erfolgreichen Berufsweg. „Mit dem Start ins Berufsleben beginnt für die Jugendlichen ein neuer wichtiger Lebensabschnitt – mit tollen Perspektiven und Karrierechancen im Handwerk. Eine berufliche Ausbildung ist für junge Menschen ein sicheres Fundament“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Derzeit sind im Gebiet der Handwerkskammer Ulm von der Ostalb bis zum Bodensee noch 557 Ausbildungsplätze offen.
Freie Lehrstellen
Die freien Lehrstellen verteilen sich wie folgt auf die Landkreise: 69 im Alb-Donau-Kreis, 84 im Landkreis Biberach, 49 im Bodenseekreis, 20 im Landkreis Heidenheim, 106 im Ostalbkreis, 179 im Landkreis Ravensburg und im Stadtkreis Ulm gibt es noch 50 freie Lehrstellen. Die Handwerksbetriebe im Kammergebiet können Jugendlichen noch nahezu jeden Ausbildungswunsch in jeder Region erfüllen. Junge Menschen können unkompliziert direkt auf die Ausbildungsbetriebe zugehen und nachfragen. In der Pandemie haben Handwerksbetriebe gezeigt, dass sie krisensichere Arbeitsplätze bieten können. Die meisten Gewerke haben während der Corona-Hochphase weitgehend durchgearbeitet. Der Bedarf an Fachkräften ist jetzt hoch und wird weiter steigen. Auch deshalb investieren die regionalen Handwerksbetriebe in zukünftige Fachkräfte. Denn diese sind es, die die kommenden Kundenaufträge abarbeiten.
„Unsere Betriebe sind stark daran interessiert, junge Menschen auszubilden und die qualifizierten Fachkräfte von morgen ins Handwerk zu holen und zu halten. Jede unbesetzte Ausbildungsstelle schmerzt“, so Mehlich. Gleichzeitig bleibt die Berufsorientierung der Jugendlichen herausfordernd. Angesichts geschlossener Schulen, fehlender Ausbildungsmessen und eingeschränkter Praktikumsmöglichkeiten fällt dem Handwerk der Kontakt zu den Jugendlichen auch 2021 schwer. Dadurch kann ein großer Schaden entstehen – nicht nur für Betriebe, die keinen Azubi finden, sondern vielmehr auch für die Jugendlichen, die durch Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen den Einstieg in ihr Berufsleben zu verpassen drohen. Eltern sind bei der Berufswahl wichtige Ratgeber für die Jugendlichen.
Um Eltern in der Region Ostwürttemberg bei der Berufswahl ihrer Kinder noch besser zu unterstützen, lädt die Handwerkskammer Ulm am 14. Juli 2021 zur Online-Veranstaltung „Karriere mit Lehre“ ein. Sie richtet sich an Eltern von Jugendlichen vor dem Schulabschluss und die damit einhergehend vor der Frage der Berufswahl stehen. Ziel der Veranstaltung ist es, Eltern bei ihren Überlegungen zu unterstützen und ihnen Anregungen für die Berufswahl ihres Nachwuchses mit auf den Weg zu geben. Es gibt Informationen rund um die Themen duale Ausbildung, Karrieremöglichkeiten, Berufsorientierungsangebote sowie Praktika- und Lehrstellensuche. Die Beraterinnen und Berater der Handwerkskammer Ulm beantworten Fragen in einem begleitenden Chat. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht zudem die Möglichkeit, die telefonische Ausbildungsberatung in Anspruch zu nehmen. Diese Veranstaltung wird durchgeführt von den Landkreisen Ostalb und Heidenheim, der IHK Ostwürttemberg, der Handwerkskammer Ulm, der Agentur für Arbeit Aalen, den Jobcentern Ostalbkreis und Heidenheim, Südwestmetall Ostwürttemberg, WiRO (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg mbH) und BiRO (Bildungsregion Ostalb). Unterstützt wird die Veranstaltung aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg für die Fachkräfteallianz Ostwürttemberg.



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