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Ulm News, 02.03.2021 14:09

2. März 2021 von Ralf Grimminger
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Arbeitsmarkt weiter robust


Die Arbeitslosenquote im Ulmer Agenturbezirk ging im Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag die Quote bei 2,6 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Menschen sank auf 10 472, das sind 336 oder 3,1 Prozent weniger als im Januar und 2 506 oder 31,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

 „Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar ist saisonal üblich, heuer fällt er recht deutlich aus. Der regionale Arbeitsmarkt bleibt im zweiten Lockdown robust“, berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm, und fügt an: „Trotz dieser positiven Momentaufnahme unterliegt der Arbeitsmarkt weiterhin Risiken.“ 
Am Stellenmarkt belebte sich die Personalnachfrage. Regionale Arbeitgeber meldeten mit 1 224 neuen Stellenangeboten 491 mehr als im Januar. Der Stellenbestand legte etwas zu und umfasste im Februar 3 555 offene Stellenangebote. „In einigen Branchen zeigt sich ein kräftiger Nachfrageschub. Insgesamt bleibt der Bedarf am Stellenmarkt aber deutlich unter Vorkrisenniveau“, sagt Auch. Hoch bleibt hingegen die Inanspruchnahme des Instruments Kurzarbeitergeld. Im Februar erreichten 289 Anzeigen auf Kurzarbeit für bis zu 3 001 Beschäftigte die Ulmer Arbeitsagentur.
Im Januar waren es 468 Betriebe die für bis zu 4 338 Beschäftigte Kurzarbeit anzeigten. Mathias Auch wirbt dafür, die Zeit der Kurzarbeit für Weiterbildung zu nutzen. „Strukturwandel und Transformationsprozesse haben durch die Pandemie eher noch an Fahrt gewonnen. Weiterbildung während Kurzarbeit macht Betriebe und Beschäftigte fit für die Arbeit von morgen“, fasst Auch zusammen.

Arbeitslosigkeit

In der Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) waren 6 816 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 418 oder 5,8 Prozent weniger als im Januar und 2 050 oder 43,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. In der Grundsicherung (Jobcenter) nahm die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 82 Personen oder um 2,3 Prozent zu. Hier stieg die Arbeitslosigkeit seit letzten November gering, aber kontinuierlich an. Zum Vorjahr waren es 456 Frauen und Männer oder 14,3 Prozent mehr.
Mit Blick auf die Personengruppen fällt im Krisenverlauf insbesondere die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit auf. Im Berichtsmonat bestätigt sich dies. 2 339 Frauen und Männer waren länger als zwölf Monate arbeitslos, elf weniger als vor vier Wochen und 875 mehr als im Vorjahr. Auch wenn zum Vormonat ein leichter Rückgang zu verzeichnen war, stieg die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen wiederholt im Vergleich zum Vorjahr überproportional.
Im Februar konnten insgesamt 959 Frauen und Männer eine neue Beschäftigung aufnehmen. Das waren 259 Personen oder 37,0 Prozent mehr als im Januar und 84 oder 9,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aufgrund von Entlassungen oder Aufgabe ihrer Erwerbstätigkeit meldeten sich 883 Personen arbeitslos. Das waren 631 Menschen oder 41,7 Prozent weniger als im Vormonat und 18 Menschen oder 10,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Stellenmarkt

Die Kräftenachfrage auf Basis der gemeldeten Arbeitsstellen bleibt weiter unter Vorjahresniveau. Dennoch legte der Stellenbestand im Bezirk mit 3 555 Arbeitsangeboten um 119 Offerten oder 3,5 Prozent zu. Zum Vorjahr ist ein Rückgang um 794 Stellen oder 18,3 Prozent zu verzeichnen. Hingegen meldeten regionale Arbeitgeber mit 1 224 neuen Stellenangeboten 491 oder 67,0 Prozent mehr als im Januar. Mit Blick auf die Branchen verteilten sich die Neumeldungen heterogen. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und bei der Personaldienstleistung war eine verstärkte Nachfrage zu erkennen, aber auch im Baugewerbe und im Bereich Verkehr und Lagerei war ein kräftiges Plus zu verzeichnen. Zum Vorjahr und über alle Branchen hinweg wurden 84 oder 6,4 Prozent weniger neue Stellen gemeldet.

Kurzarbeit

Vorläufige Daten für den Februar liegen bis zum 24. des Monats vor. Demnach zeigten in diesem Zeitraum 289 Betriebe für bis zu 3 001 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit Ulm an.
Für den Monat August liegen nunmehr finale Zahlen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit vor. Im Ulmer Agenturbezirk rechneten 1 664 Betriebe für 19 630 Beschäftigte Kurzarbeitergeld ab. Hinsichtlich der Anzahl an Personen für die Kurzarbeit abgerechnet wurde, sind für den August folgende Branchen besonders hervorzuheben: Die Metall- und Elektroindustrie (9 526 Beschäftigte, 231 Betriebe); die Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben (2 268 Beschäftigte, 174 Betriebe); der Handel (2 044 Beschäftigte, 298 Betriebe) und das Gastgewerbe (1 173 Beschäftigte, 235 Betriebe). Für die Monate September und Oktober liegen statistische Hochrechnungen zur realisierten Kurzarbeit vor. Demnach haben im September 1 552 Betriebe für 19 842 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit Ulm abgerechnet. Im Oktober waren es 1 498 Betriebe für 20 252 Beschäftigte.

Weiterbildung während Kurzarbeit

Die Fördermöglichkeiten für Qualifizierungen, die während Kurzarbeit beginnen, wurden rückwirkend zum 01.01.2021 erweitert und verbessert. Die vereinfachten Zugänge zu den Fördermitteln bieten für Arbeitgeber einen weiteren Anreiz, die Ausfallzeiten bei Kurzarbeit für die Qualifizierung Beschäftigter zu nutzen. Außerdem können bei beruflicher Weiterbildung während der Kurzarbeit unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden. Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit steht hier beratend und unterstützend zur Verfügung.

Der Agenturbezirk im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm ging die Arbeitslosigkeit um 3,1 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Unter den Agenturbezirken in Baden-Württemberg ist das der niedrigste Wert. Im Vorjahr lag die Quote bei 2,6 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Land ging ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zurück. Zum Vorjahr sind das 0,9 Prozentpunkte mehr. Die Arbeitslosigkeit sank im Land um 1,3 Prozent.

Zu den Kreisen im Agenturbezirk
 Im Landkreis Biberach ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent zurück. Das ist die niedrigste Quote unter den Kreisen in Baden-Württemberg und weiterhin die einzige im Land unter der Drei-Prozent-Marke. Zum Vorjahr sind das 0,6 Prozentpunkte mehr. Mit 3 392 Frauen und Männern waren 137 oder 3,9 Prozent weniger Menschen arbeitslos als vor vier Wochen. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 2 330 Menschen (minus 151). Das Jobcenter des Landkreises Biberach betreute 1 062 Frauen und Männer (plus 14).
Vorläufige Daten über Anzeigen zur Kurzarbeit im Februar liegen bis zum 24. des Monats vor. In diesem Zeitraum zeigten im Landkreis Biberach 92 Betriebe für bis zu 1 285 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Januar waren es 196 Betriebe die für bis zu 2 541 Beschäftigte Kurzarbeit anzeigten.

Im Alb-Donau-Kreis waren 3 816 Menschen arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (2 608) oder das Jobcenter (1 208) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 96 oder 2,5 Prozent weniger Menschen als im Januar. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent.
Vorläufige Daten über Anzeigen zur Kurzarbeit im Februar liegen bis zum 25. des Monats vor. In diesem Zeitraum zeigten im Alb-Donau-Kreis 98 Betriebe für bis zu 549 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Januar waren es 124 Betriebe die für bis zu 726 Beschäftigte Kurzarbeit anzeigten.
Im Stadtgebiet Ulm waren 3 264 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 878) und das Jobcenter (1 383) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Somit nahm die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 103 Personen oder um 3,1 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,5 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als vor vier Wochen und 1,0 mehr als vor einem Jahr. Unter den neun Stadtkreisen im Land lag die Ulmer Quote als einzige unter der Fünf-Prozent-Marke.
Vorläufige Daten über Anzeigen zur Kurzarbeit im Februar liegen bis zum 25. des Monats vor. In diesem Zeitraum zeigten im Stadtkreis Ulm 99 Betriebe für bis zu 1 167 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Januar waren es 148 Betriebe die für bis zu 1 161 Beschäftigte Kurzarbeit anzeigten.



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