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Ulm News, 06.06.2019 15:07

6. Juni 2019 von Ralf Grimminger
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Statt Mietpreisbremse mehr Wohnungen bauen, um den Markt zu entspannen


Am vergangenen Mittwoch fand im Stadthaus Ulm die Vertreterversammlung der "ulmer heimstätte" im Stadthaus Ulm statt. Zum Auftakt griff Wolfgang Keßel in seiner Eröffnungsrede die aktuelle Diskussion um Regulierungen am Wohnungsmarkt auf. Statt weiter auf zusätzliche gesetzliche Regelungen wie die Mietpreisbremse zu setzen, plädierte er dafür mehr Wohnungen zu bauen, um den Markt zu entspannen. Hierzu müssten laut Keßel verlässliche Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau geschaffen werden. 

In seinem Grußwort ging Tim von Winning, Baubürgermeister der Stadt Ulm auf die angespannte Situation an den Wohnungsmärkten ein. Er sprach sich deutlich für die bessere Ausnutzung vorhandener Flächen aus. Das sorge durch die neuen Bewohner und Nutzungen für eine Aufwertung der Stadtquartiere. Zudem sprach er sich für die Konzeptvergabe städtischer Grundstücke aus. Dadurch würden unterschiedliche Nutzungskonzepte möglich die einen Mehrwert für die Quartiere darstellen.
Im Anschluss informierte Vorstandsmitglied Christoph Neis über das Geschäftsjahr 2018. Trotz guter Rahmenbedingungen bleiben die Fertigstellungszahlen auch 2018 wieder hinter den Zielen der Bundesregierung zurück. Um zu einer Entspannung an den Wohnungsmärkten beizutragen ist der Bau von 375.000 Wohnungen pro Jahr erforderlich. Dieses Ziel wurde 2018 mit 286.000 Wohnungen wiederrum deutlich verfehlt, die Steigerung gegenüber dem Vorjahr betrug lediglich 0,4 Prozent.
Insbesondere die unverändert, rückläufige Zahl der geförderten Wohnungen, deren Bestand mittlerweile auf 1,2 Millionen Euro abgesunken ist, gebe  Anlass zur Sorge. Denn die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen hätten die deutlichsten Schwierigkeiten sich am freien Markt mit Wohnraum zu versorgen. Einzig der Neubau von Wohnungen führe zu einer Entspannung am Wohnungsmarkt, dies habe auch die Stadt Ulm erkannt, so Neis.
Deshalb sollten innerhalb von fünf Jahren insgesamt 3500 neue Wohnungen entstehen, wovon mindestens 30 Prozent geförderte Wohnungen sein sollten. Bei der ulmer heimstätte liege der Anteil der sozial geförderten Wohnungen bereits jetzt bei 40 bis 50 Prozent.  Das Jahresergebnis entspreche den Erwartungen und erlaube der ulmer heimstätte weiterhin in ihre Bestände und in ergänzende Neubaumaßnahmen zu investieren. Laut Neis seien diese zwingend notwendig um die Zukunftsfähigkeit des Wohnbestandes zu erhalten.
Derzeit beschäftigt sich die Ulmer Heimstätte mit mehreren großen Neubauprojekten an vier Standorten. Insgesamt entstehen 190 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 58 Millionen Euro. In Kooperation mit der UWS werden im „Ulmer Osten“ im Schwamberger Hof 78 Wohnungen gebaut. Des Weiteren werden im „Ulmer Westen“ in der Warndtstr. weitere 74 Wohnungen gebaut, in das Projekt ist ein Mehrgenerationsprojekt integriert. Im „Dichterviertel “sind weitere 79 Wohnungen und Gewerbeeinheiten sowie eine Kindertagesstätte geplant. Im neuen Baugebiet am Weinberg/Eselsberg entstehen in Projektpartnerschaft mit der UWS 166 Wohnungen und mehrere gewerbliche Einheiten. Beide Projekte werden in Projektpartnerschaft mit der UWS realisiert. Aufgrund des großem Anteils der Wohnungen, die mit Mitteln des Landeswohnraumförderungsprogramms Baden-Württemberg gefördert werden sind die Wohnungen für eine breite Schicht der Ulmer Bevölkerung bezahlbar. Alle Wohnungen bleiben dauerhaft im Bestand der beiden Projektpartner.
Alle notwendigen Beschlüsse, wurden im Anschluss durch die Vertreterversammlung gefasst. Die Amtszeiten von Günter Guthan (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Willi Rötter (Mitglied des Aufsichtsrats) liefen 2019 turnusgemäß aus. Beide wurden von den Vertretern im Amt bestätigt.



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