Ulm News, 28.06.2017 12:55
Traditionsrestaurant "Pflugmerzler" schließt am 22. Juli
Das ging schnell. Das Ulmer Traditionslokal "Pflugmerzler" schließt bereits am 22. Juli. Die Betreiber des Restaurants werden aber in Ulm bleiben und voraussichtlich noch im August ein neues Lokal eröffnen. "Wer den Pflugmerzler und unser feines Essen noch genießen will, hat nur noch bis 22. Juli die Gelegenheit dazu", so Marcus Bühler vom "Pflugmerzler"-Team
Die drei Freunde Ercan Bilke, Cengiz Genisyürek und Erol Öztuncel haben das Ulmer Traditionslokal "Pflugmerzler" im Februar 2009 übernommen und zu einem überregional bekannten Feinschmeckerrestaurant entwickelt. Vor eineinhalb Jahren ist Marcus Bühler miteingestiegen. Marcus Bühler und Koch Ercan Bilke sind für den Tagesbetrieb des Lokals, die Küche und den Service verantwortlich.
Der Pachtvertrag für das Haus mit den Gastronomieräumen im Erdgeschoss wurde nach Angaben von Marcus Bühler nicht mehr verlängert, da die Hausbesitzer das denkmalgeschützte Gebäude mit einer Grundfläche von 100 Quadratmetern und zwei Stockwerken verkaufen wollen. Der Kaufpreis ist auf knapp eine Million Euro angesetzt. Was dann mit dem Haus passiert und ob es darin weiterhin einen Gastronomiebetrieb geben wird, ist unklar und hängt von den Plänen des Käufers ab.
Das erfolgreiche Pflugmerzler-Team war in den vergangenen Wochen auf der Suche nach neuen Räumen in der Ulmer Alt-oder Innenstadt. Nach Auskunft von Bühler habe man nun ein viel versprechendes Objekt in Aussicht. Das Team sei zuversichtlich, schon im August ein neues Restaurant eröffnen zu können, so Bühler. "Wer den Pflugmerzler und unser Essen noch genießen will, hat leider nur noch bis 22. Juli die Gelegenheit dazu".
Ob im Gebäude des "Pflugmerzler" erneut ein Gastronomiebetrieb einzieht oder ob das Haus für Wohn- oder Bürozwecke umgebaut wird, ist nicht klar.
Der Pflugmerzler schreibt seit 160 jahren Geschichte in der Ulmer Gastronomie. Das Haus in der Pfluggasse hat eine lange Geschichte. Der Keller und die Hauswände des denkmalgeschützten Pflugmerzlers stammen vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. An den verschiedenen Geschosshöhen sieht man, dass zwei alte Häuser zu einer Gaststätte zusammengewachsen sind. Deswegen gehört das "Pflugmerzler"-Nebenzimmer zum Nachbarhaus, weswegen der Inhaber auch dem Besitzer dieses Nebengebäudes eine Pacht bezahlt. An den gemütlichen Nischen im Hauptraum des Restaurants befand sich früher der Eingang zum östlichen Haus. Bis 1636 lassen sich die Besitzer der "Merzlerei" mit Hilfe der Kaufbücher zurückverfolgen. Erster nachweislicher Merzler war Hans Conrad Molfenter. Im Jahre 1855 erhielt die Merzlerei "Bierschankrecht" und ab 1863 "Speisegerechtigkeit". Aus der Merzlerei wurde unter Johannes Ander (Sohn des Hischwirts von Langenau) eine "Wein-, Bier- und Speisewirtschaft". 1898 kaufte Michael Honold aus Langenau den Pflugmerzler. Seit über 100 Jahren befindet sich das Haus in Familienbesitz. Nach der Übernahme 1934 war der Sohn Heinrich Honold der "Pflugmerzler", der 1951 auch Fremdenzimmer eingerichtet hat.





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