Ulm News, 03.04.2017 15:42
Durchwachsenes Wochenende für Ulmer Nachwuchs-Basketballer
Durchwachsenes Wochenende für Ulmer Nachwuchs-Basketballer: ratiopharm ulm schied im NBBL-Achtelfinal gegen Breitengüßbach aus. Außerdem schenkte das JBBL-Team den Heimvorteil gegen Kronberg her.
NBBL: ratiopharm ulm vs. TSV Breitengüßbach 59:69 (15:11/17:18/12:15/15:25) Das NBBL-Team von ratiopharm ulm musste sich am Sonntagnachmittag nach einem spannenden Entscheidungsspiel um den Viertelfinal-Einzug gegen Breitengüßbach von der Saison 2016/17 verabschieden. Nachdem die Gastgeber in der bis auf den letzten Platz gefüllten Listhalle über weite Strecken der Partie geführt hatten, genügte dem Bamberger Nachwuchs um Toptalent Arnoldas Kulbolka (31 Punkte, 10 Rebounds, 6 Dreier) ein starkes Schlussviertel mit fünf verwandelten Distanzwürfen (5/7), um die offene Partie (44:44, 30.) zu seinen Gunsten zu entscheiden. „Uns hat heute wieder die mentale Toughness gefehlt“, so Head Coach Danny Jansson nach der intensiven Partie. Zwar hatte seine Mannschaft die Bretter dominiert (52:42 Rebounds) und mit 21 Offensivrebounds die schlechte Wurfquote (30% FG, 13% 3er) etwas kompensieren können. Doch im vierten Viertel verloren die Ulmer ihren offensiven Rhythmus und ihre Aggressivität in der Verteidigung, was die freistehenden Bamberger von Downtown ausnutzten.
Der abrupte Saisonabschluss bedeutet zugleich das Ende der Jugendkarriere für alle Ulmer Spieler des Jahrgangs 1998. Alexander el Banna, Julian Lerch, Nico Möbus, Christoph Philipps, Tim Semle und Bjarne van Schwartzenberg sind nach vielen Jahren als Teil des Nachwuchsprogramms von BBU ‘01 ab kommender Saison nur noch im Aktivenbereich spielberechtigt. „Für unsere 1998er Jungs tut mir das viel zu frühe Saisonende besonders leid“, so Jansson, der seinen Schützlingen wünscht, „dass sie ihren Basketball-Traum weiterhin leben können, wie unterschiedlich die Wege auch aussehen mögen.“
Nach einem 4:5-Start übernahmen die Ulmer per 9:0-Lauf die Kontrolle über die Partie (13:5, 9.). ratiopharm ulm zwang die Gäste im ersten Viertel immer wieder zu Ballverlusten (6), welche Nico Möbus (6 Punkte) und Co. in einfache Fastbreak-Punkte ummünzten.
Für ein Ausrufezeichen vor der Viertelpause sorgte dann der bis dato blasse Kulbolka, der sein Team per Alley-oop auf 15:11 heranbrachte. Und der Litauer kam nun auf Betriebstemperatur und steuerte weitere 10 Zähler zum 22:26 (15.) bei. Doch die Gastgeber ließen sich nicht einschüchtern – allen voran die Ulmer Big Men, die per 10:0-Lauf auf 32:26 stellten.
Im dritten Viertel entwickelte sich dann eine wahre Playoff-Schlacht, in der die Führung ständig hin- und herwechselte. Als Tim Köpple den erst zweiten Ulmer Dreier des Tages einnetzte, war die Führung kurz vor der Viertelpause wieder in Ulmer Hand (44:42, 29.). Doch die Distanzwürfe blieben das Problem der Ulmer: Denn während Breitengüßbach im Schlussviertel von jenseits der 6,75 Meter heiß lief (5/7) und so auf 50:63 (37.) davonzog, brachte einzig Chrissi Philipps` Dreier und anschließender Fastbreak nochmals etwas Hoffnung (57:63, 39.). Doch die Gäste ließen sich den Viertelfinal-Einzug nicht mehr nehmen und treffen dort nun auf die U19 des FC Bayern Münchens.
Für ratiopharm ulm spielten: Bjarne van Schwartzenberg (11 Punkte, 8 Rebounds), Christoph Philipps (11, 8), Nico Möbus (11), Nico Bretzel (8), Tim Köpple (6, 4 Assists), Marius Stoll (4, 4), Mate Fazekas (4, 9 Rebounds), Julian Lerch (4, 6), Eddy Reisig, Tim Semle.
JBBL: ratiopharm ulm vs. MTV Kronberg 69:75
ratiopharm ulm hat zu Beginn der JBBL-Playoffs einen Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Head Coach Jochen Lotz verlor ihr Achtelfinal-Heimspiel gegen den MTV Kronberg mit 69:75 (42:34) und gab damit ihren Heimvorteil in der best-of-three-Serie aus der Hand. „Wir konnten leider über das gesamte Spiel hinweg unseren Gameplan nicht umsetzen“, so Head Coach Jochen Lotz, der weder offensiv noch defensiv mit der Leistung seines Teams zufrieden war: „Wir haben Kronberg zu viele einfache Punkte durch Fastbreaks sowie zweite Chancen nach Offensivrebounds gestattet und im Angriff in der zweiten Hälfte komplett den Faden verloren.“ Als erschwerender Faktor kam dann noch die Verletzung von Adam Krasovec dazu. Der Center, der bis dato in der Zone dominierte (14 Punkte, 8 Rebounds), musste die verbleibenden 18 Spielminuten von der Bank aus beobachten und zusehen, wie seine Teamkollegen in der 26. Minute nach einer zwischenzeitlichen 40:29-Führung (18.) zum ersten Mal in Rückstand gerieten (48:49). Daraus schien Kronberg mehr und mehr Selbstvertrauen zu schöpfen, sodass ratiopharm ulm im Schlussviertel in einen deutlichen Rückstand geriet (58:68, 36.) und sich davon nicht mehr erholen konnte. Auch wegen der schlechten Quote von Downtown (9%) und von der Linie, wo die Ulmer nur 12 ihrer 26 Versuche trafen.
Zugleich geben die ausbaufähigen Quoten Jochen Lotz Hoffnung für Spiel zwei in Kronberg am kommenden Samstag: „Mit solchen Quoten kann man natürlich kein Playoff-Spiel gewinnen. Positiv stimmt uns, dass wir dennoch nur mit 6 Punkten verloren haben und es nächstes Wochenende viel besser machen können.“
Für ratiopharm ulm spielten: Timo Lanmüller (16 Punkte), Adam Krasovec (14, 8 Rebounds), Oscar Hurler (13), Konrad Stark (12, 10 Rebounds), Jan Hanzalek (9), Egino Rau (2), Thomas Gaus (2), Patrick Antic (1), Felix Krimmer, Moritz Heck.




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