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Ulm News, 08.09.2010 22:53

8. September 2010 von Thomas Kießling
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Götz A. Maier: Zeitarbeit ist unverzichtbar


Schneller als jedes andere personalpolitische Instrument stellt Zeitarbeit den Unternehmen das nötige Personal zur Verfügung, um sofort am Aufschwung teilnehmen zu können. „Es hat den Unternehmen enorme Anstrengungen abverlangt, um in diesem historischen Konjunktureinbruch die Beschäftigung zu halten“, betont Götz A. Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall.

 „Wir sind in einer Phase des Aufschwungs, aber noch nicht da, wo wir vor der Krise waren“, so Maier weiter. Die Zeitarbeit sei daher ein wichtiges Instrument, um diesen extremen Unsicherheiten zu begegnen. 
Eine Umfrage von Südwestmetall, dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, hat ergeben, dass die Quote der Zeitarbeitnehmer in der Region Ulm mit 3,96 Prozent nach wie vor niedrig ist.
„Die Betriebe nutzen die Zeitarbeit, um flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren zu können. Wichtig ist, dass keine Stammkraft ihren Job wegen Zeitarbeit verliert“, hebt Maier hervor. „Zeitarbeiter können Stammkräfte, deren Know-how langfristig gewachsen ist, nicht ersetzen.“ 
Umgekehrt stellten Unternehmen auch keine Zeitarbeitskräfte ein, wenn sie für ihre Personalplanung neue Mitarbeiter als Stammkräfte benötigen. Vielmehr hätten der Umfrage zufolge zwei Drittel der Unternehmen Zeitarbeitnehmer in ihre Stammbelegschaft übernommen.
„Die Erfahrung zeigt, dass mit dem Anstieg der Zeitarbeit auch der Ausbau der Stammbelegschaft kommt“, sagt Maier. Damit stehe fest, dass Zeitarbeit zusammen mit anderen Instrumenten wie z.B. Zeitkonten die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stabilisiere und zusätzliche Stellen in der Metall- und Elektroindustrie schaffe.
Die Unternehmen würden nach der Krise erst wieder die Kurzarbeit beenden und ihre Arbeitszeitkonten wieder auffüllen, Zeitarbeiter beschäftigen und wieder Stammpersonal fest einstellen.
Maier warnt vor einer übermäßigen Regulierung der Zeitarbeit, unter anderem durch die Forderung nach der Gleichbezahlung von Zeitarbeitern und Stammbelegschaften. Für die Betriebe sei es wichtig, dass vor allem im Bereich der Un- und Angelernten die Kosten für Zeitarbeiter unter den Kosten der Stammbelegschaften liegen, deren betriebsspezifisches Know-how langfristig gewachsen sei und auf deren Erfahrung die Betriebe mehr denn je angewiesen seien.
„Die Zeitarbeiter werden größtenteils nach Tarifen bezahlt, die die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeitsbranche mit den Gewerkschaften ausgehandelt haben und auch von der IG Metall unterschrieben wurden“, betont Maier.
„Wir verhandeln und schließen Tarifverträge ausschließlich für die Metall- und Elektroindustrie“, betont Maier. „Als Kunden der Zeitarbeitsbranche können wir ihnen nicht unsere Arbeitsbedingungen aufzwingen.“



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