Ulm News, 07.04.2015 11:43
Sozial- und Erziehungsberufe: Luftballone an den Arbeitgeber
Im Rahmen der Tarifrunde über eine verbesserte Eingruppierung der Erziehungs- und Sozialberufe werden am Mittwoch 8. April 2015 Kin-der, Eltern und Beschäftigte in allen städtischen Kindertagesstätten in Ulm Luftballone in den Himmel steigen lassen. Am Vortag der nächsten Verhandlungsrunde soll mit dieser Aktion symbolisch die Nachricht an die Kommunalen Arbeitgeberverbände gehen, dass ein reelles Angebot seitens der Arbeitgeber am Donnerstag erwartet wird.
Im ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm wurde während der Osterferien auf Warnstreiks verzichtet, „da es für Eltern, die keinen Urlaub haben und auf eine Kinderbetreuung angewiesen sind, noch schwieriger ist, kurzfristig der Arbeit fernzubleiben“, schätzt Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm die Situation ein. Daher wurde die Form einer symbolischen Aktion gewählt, „die auch Kindern Spaß macht und gleich-zeitig das Anliegen der Beschäftigten in Erinnerung bringt“. Bereits in den letzten Tagen haben die Kinder in den Einrichtungen Postkarten bemalt, die sie mit ihren Luftballons steigen lassen werden. Auf der Postkarte, die an die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände adressiert ist, wird die Frage gestellt: „warum zahlen wir Menschen, denen wir unsere Kinder anvertrauen, viel weniger Geld als jenen, denen wir unser Geld anvertrauen?“ Die Aktion findet in allen 29 städtischen Kindertagesstätten zeitgleich statt, am Mittwoch 8. April 15 zwischen 9:00 und 9:30 Uhr. Die Eltern wurden bereits Anfang der letzte Woche informiert, dass in den Osterferien kein Warnstreik stattfinden wird und eingeladen an der Luftballon-Aktion teilzu-nehmen. In einigen Kindertagesstätten werden auch Personal und Kindern von benachbarten Konfessionellen Kindertagesstätten an der Aktion teil-nehmen, so zum Beispiel im Ortsteil Ulm-Jungingen.
Erzieherinnen und Erzieher sind längst nicht mehr nur für die bloße Be-treuung der Kinder zuständig. Tatsächlich sind sie pädagogische Fachkräfte, die mit vielfältigen Erziehungs- und Bildungsaufgaben Kinder „schulreif“ machen. Dazu gehört Sprachförderung (auch für Kinder mit Migrationshin-tergrund oder aus schwierigem sozialem Umfeld), Anleitung zu Experimen-ten für naturwissenschaftliches und mathematisches Verständnis, aber auch Erziehung zur Selbständigkeit. Sie müssen die Fortschritte in Bildungsberichten dokumentieren, führen regelmäßige Elterngespräche und fungieren zusätzlich vielfach als Ansprechpartner und Netzwerker in der Stadtteilarbeit. Im Vergleich zu anderen Bachelor-Abschlüssen (technischer oder naturwissenschaftliche Fächer) verdienen die Erzieherinnen – abhängig von ihrer Beschäftigungsdauer 300 € - 500 € im Monat weniger.




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